Schwabach
Schaulustige

Gaffer-Irrsinn auf Autobahn - Polizei muss nach tödlichem Unfall Leichenwagen eskortieren

Die Polizei musste am Mittwochnachmittag einen Leichenwagen zu einem Unfallort auf der A6 zwischen Neuendettelsau und Schwabach eskortieren. Ein Mann war mit seinem Auto in einem Wald neben der Autobahn tödlich verunglückt. Zusätzlich sorgten Gaffer für Ärger.
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Stau auf A 6 nach tödlichem Unfall: Wegen großer Verkehrsbehinderungen eskortierte die Polizei am Mittwochnachmittag einen Leichenwagen zu einem Unfallort neben der Autobahn. Foto: NEWS5 / Fechner
Stau auf A 6 nach tödlichem Unfall: Wegen großer Verkehrsbehinderungen eskortierte die Polizei am Mittwochnachmittag einen Leichenwagen zu einem Unfallort neben der Autobahn. Foto: NEWS5 / Fechner
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Update: Bestatter fährt mit Hilfe der Polizei durch Rettungsgasse

Die Polizei leitete am Mittwochnachmittag (24.04.2019) einen Leichenwagen durch die Rettungsgasse auf der A6. Das teilte die Polizei inFranken.de mit. Zuvor war ein tödlicher Unfall auf der Autobahn zwischen Neuendettelsau und Schwabach-West passiert, bei dem ein Mann sein Leben verloren hatte. Der Audi-Fahrer war am Nachmittag gegen 16.15 Uhr mit seinem Auto von der Straße abgekommen und gegen Bäume in einem Wald gekracht. Er starb noch vor Ort. Schaulustige machten Aufnahmen vom Unfallort und wurden zum Teil bestraft.

Vier Gaffer müssen Strafe bezahlen und bekommen Punkt in Flensburg

Nach dem Unfall erhalten vier Gaffer eine Strafe sowie einen Punkt in Flensburg. Das erklärte ein Polizeisprecher gegenüber NEWS5. Mindestens vier Schaulustige hatten mit dem Handy Aufnahmen gemacht. Der Reiz, sich am Leid anderer zu ergötzen, sei wohl immer noch gegeben, sagte der Sprecher. Die Polizei werde dies aber nicht dulden und wenn möglich konsequent verfolgen.

Weiterer Unfall auf Gegenfahrbahn: Auffahrunfall

Nach dem tödlichen Unfall kam es zu einem Auffahrunfall auf der Gegenfahrbahn. Dabei kollidierten ein VW und Audi miteinander. Bei dem zweiten Crash wurde ein Mann leicht verletzt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei war zuerst von einem zweiten schweren Unfall ausgegangen, dies stellte sich glücklicherweise als falsch heraus.

Vollsperrung der A6 aufgehoben - komplizierte Bergung des Wracks

Nach den beiden Unfällen war die A6 für kurze Zeit voll gesperrt. Dadurch kam es laut Polizei zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Bergung des Audis aus dem Waldstück stellte die Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. Der Wagen war von Bäumen umgeben, teilt die örtliche Polizei mit. Bevor das Auto geborgen werden konnte, mussten Bäume gefällt werden.

Polizei sucht Zeugen

Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, sollen sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Feucht unter der Telefonnummer 09128 919 70 in Verbindung setzen.



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