Nürnberg
Unfall

Brennenden Lkw-Anhänger auf A9 - Raser rauscht durch Rettungsgasse

A9 bei Nürnberg: Der Anhänger eines Sattelzugs stand am Freitagvormittag in Flammen. Die Feuerwehr löschte den Brand. Ein Raser sorgte für zusätzlichen Ärger auf der Autobahn.
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Schwere Verkehrsbehinderungen nach Feuer auf A9: Ein Sattelzug geriet am Freitagvormittag in Brand. Foto: NEWS5 / Oßwald
Schwere Verkehrsbehinderungen nach Feuer auf A9: Ein Sattelzug geriet am Freitagvormittag in Brand. Foto: NEWS5 / Oßwald
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Brandursache für Lkw-Feuer auf A9 am Freitagvormittag (19.07.2019): Vermutlich wegen Überhitzung durch einen Defekt an der Bremse oder dem Radlager geriet ein Sattelzug auf der Autobahn in Brand. Das berichtete die Polizei inFranken.de.

Lkw-Fahrer koppelt brennenden Anhänger ab

Zwischen der Anschlussstelle Allersberg und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Feucht hatte der Fahrer gegen 10.35 Uhr das Feuer entdeckt. Ein Reifen des Anhängers war in Brand geraten und die Flammen breiteten sich rasch aus. Der Lkw-Fahrer reagierte geistesgegenwärtig.

Mit seinem Sattelzug fuhr der 51-Jährige auf den Standstreifen der Autobahn und koppelte die Zugmaschine ab. So konnte er diese vor den Flammen bewahren.

Glück im Unglück: 30 Tonnen Milch laufen nicht aus

Die Feuerwehr rückte an und löschte schließlich den Brand. Im Anhänger waren rund 30 Tonnen Milch geladen, teilt die Polizei mit. Glücklicherweise lief sie nicht aus.

Wegen des Einsatzes und der Räumung der Unfallstelle war die A9 am Mittag nur einspurig befahrbar. Die Polizei sprach von "erheblichen Verkehrsbehinderungen" auf der Autobahn.

Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf mehr als 30.000 Euro. Auch entstand ein Schaden an der Teerdecke, der von der Autobahnmeister noch bewertet werden muss. Verletzt wurde niemand.

Auto rast an Zivilstreife vorbei

Eine Zivilstreife der Polizei hatte mit Signallicht für eine breite Rettungsgasse gesorgt. Nachdem sie am Unfallort vorbeigefahren war und das Blaulicht ausgeschaltet hatte, wurde sie plötzlich von einem Raser überholt.

Ein BMW M5 rauschte mit rund 200 km/h an der Polizei vorbei. Erlaubt waren 120 km/h. Das Polizeiauto, das mit Video- und Geschwindigkeitsmessanlage ausgerüstet war, nahm die Verfolgung auf.

Messung ergibt: 73 km/h zu schnell in Baustelle

Bei der nächsten Baustelle wurde die Geschwindigkeit des rasenden Autos gemessen. Bei erlaubten 80 km/h fuhr der BMW-Fahrer mindestens 153 km/h.

Der 32-jährige Mann aus München wurde angehalten. Er räumte seine Schuld ein und muss nun mit einem hohen Bußgeld und einem mehrmonatigen Fahrverbot rechnen.

Schwertransporter steckt fest

Ebenfalls bei Nürnberg war am Donnerstag ein Schwertransporter auf der Autobahn steckengeblieben.

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