Nürnberg
Vollsperrung

A6 mit Klebstoff geflutet - Tanklastzug bricht auseinander

Mit Klebstoff überflutete Autobahn: Tausende Liter eines auseinandergebrochenen Tanklastzuges sorgten auf der A6 für eine mehrere Stunden andauernde Vollsperrung.
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Die A6 zwischen den Anschlussstellen Kreuz Nürnberg -Süd und Roth: Was unreal wirkt, sind Tausende Liter Klebstoff. Ein Tanklastzug ist auf der Autobahn auseinander gebrochen und hat die ganze Straße geflutet.  Foto: THW Roth
Die A6 zwischen den Anschlussstellen Kreuz Nürnberg -Süd und Roth: Was unreal wirkt, sind Tausende Liter Klebstoff. Ein Tanklastzug ist auf der Autobahn auseinander gebrochen und hat die ganze Straße geflutet. Foto: THW Roth
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Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Feucht rückten am Montagvormittag laut Polizeibericht zu einer Unfallstelle auf der A 6 zwischen dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd und der Anschlussstelle Roth aus.

Dort war ein Tanklastzug aus ungeklärter Ursache zu weit nach rechts gekommen und auf die Betongleitwand gefahren, wodurch sich der Sattelzug überschlug. Beim Aufprall des Tankaufbaus auf die mittlere Fahrbahnabtrennung brach dieser hinter dem Führerhaus auseinander und es ergossen sich laut Polizeiinformationen mehrere tausend Liter Klebstoff auf die Autobahn. Ersthelfer bargen den 54-jährigen Lkw-Fahrer aus seiner Kabine. Dieser wurde zur weiteren Behandlung mit dem Rettungswagen ins Nürnberger Südklinikum eingeliefert.

Während die Feuerwehr die Fahrbahn reinigte und die Autobahnmeisterei Fischbach die Unfallstelle absicherte, staute es sich in beide Fahrtrichtungen viele Kilometer zurück, da der Lkw die Mittelschutzplanke durchbrochen hatte und somit die A 6 für mehrere Stunden komplett gesperrt war.

Die Polizei versuchte, den Verkehr über eine Autobahnbrücke, die sich kurz nach dem Autobahnkreuz Nbg.-Süd befindet, umzuleiten. Der verständigte Lkw-Bergedienst wurde auf der Gegenfahrbahn durch den Stau gelotst, damit der Unfall-Lkw geborgen werden konnte.

Klebstoff läuft in Regenrückhaltebecken

Auch ein Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamt wurde zur Unfallstelle gerufen, um die Umgebung rund um die Unfallstelle zu begutachten, da der Klebstoff beim Reinigen der Fahrbahnen in ein Regenrückhaltebecken gelaufen war. Dieser konnte allerdings Entwarnung geben, der ausgelaufene Klebstoff war als nicht gesundheitsschädlich deklariert.

Gegen 16.00 Uhr konnte eine Fahrbahn in Richtung Heilbronn wieder freigegeben werden, erst gegen 20 Uhr war die A 6 wieder ohne Störungen in beiden Fahrtrichtungen frei. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Infolge der umfangreichen Bergungsarbeiten waren die Autobahnen im Nürnberger Süden stundenlang blockiert, der Rückstau reichte bis auf die A 9 und die A 73 zurück.

Im Einsatz waren neben der Berufsfeuerwehr Nürnberg, der Freiwilligen Feuerwehr Schwabach und Einsatzkräften von Polizei und Rettungsdienst auch das Fachberater-Team des Technischen Hilfswerks Roth.

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