Stein bei Nürnberg
Fahrerflucht

Mittelfranken: Mann (56) lag tot auf Straße – Wer ist der Todesfahrer?

Nach einer Unfallflucht fehlt bis heute jede Spur vom Todesfahrer. In Stein bei Nürnberg (Mittelfranken) war am Rosenmontag 2018 ein toter Mann auf einer Straße gefunden worden. Die Polizei leitete eine großangelegte Fahndung ein.
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In Stein im Landkreis Fürth entdeckten Passanten einen toten Mann auf der Straße. Er war überfahren worden, der Unfallfahrer beging Fahrerflucht. Foto:  News5
Tödliche Fahrerflucht in Mittelfranken: Vom gesuchten Autofahrer fehlt bis heute jede Spur. Foto: News5
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Update vom 29.03.2019: Todesfahrer nach Unfallflucht nicht gefasst

Mehr als ein Jahr nach einer tödlichen Unfallflucht in Stein bei Nürnberg (Kreis Fürth) ist der gesuchte Unfallverursacher noch immer unbekannt, teilte die Polizei am Freitag inFranken.de mit. Der Fall wurde mittlerweile an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth übergeben.

Am Rosenmontag 2018 starb ein 56-Jähriger. Passanten hatten seinen leblosen Körper am 12.02.2018 in der Mühlstraße gefunden. Ein Notarzt stellte später seinen Tod fest. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann, der aus dem Kreis Nürnberger Land stammt, überfahren wurde und der Fahrer anschließend flüchtete.

Polizei befragte 4000 Anwohner

Mit der "Eko Mühlstraße" richtete die Polizei danach eine eigene Ermittlungskommission ein. An drei Terminen wurden rund 4000 Anwohner befragt. Dann keimte Hoffnung auf: Die Ermittler sprachen von "vielversprechenden Hinweisen".

Außerdem hatte die Polizei eine heiße Spur: An der Kleidung des toten Mannes fanden die Ermittler Lacksplitter. Sie stammen von einem roten Ford (Baujahr vor 2008). Die Farbe wird als „Ford Spanischrot“ beziehungsweise „Ford Coloradorot“ bezeichnet. Zudem hofften die Ermittler auf Hinweise von Werkstätten. Eventuell war einem Mitarbeiter ein roter Ford vorgestellt worden, der an der Front beschädigt war.

Bisher waren die Ermittlungen aber nicht von Erfolg gekrönt: Der Todesfahrer konnte bis heute (Stand: 29.03.2019) nicht gestellt werden.

Unfallopfer wollte Verwandte besuchen

Die Obduktion ergab, dass der 56-Jährige aufgrund schwerster Verletzungen am Kopf- und Thoraxbereich zu Tode kam. Der Mann starb vermutlich sofort nach dem Unfall.

Der Tote stammt aus Schwarzenbruck (Kreis Nürnberger Land), wo er einen festen Wohnsitz hatte, so die Polizei. Der Mann hatte in Stein Verwandte und war deshalb dort. Schätzungsweise eine halbe Stunde später wurde er in einem Gewerbegebiet gefunden. Der Tote lag mitten auf der Straße.

 

 

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