Nürnberg
Tierschutz

Tierheim Nürnberg entlarvt miese Lüge - Hunde-Mama "Nelly" ist kein Einzelfall

Das Schicksal von Hunde-Mama "Nelly" hat viele Tierfreunde schockiert. Allerdings sei das kein Einzelfall, berichtet das Tierheim Nürnberg. Den Mitarbeitern werden oft Lügenmärchen aufgetischt, im Fall "Nelly" gibt es aber wenigstens ein Happy End.
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Die dreiste Lügengeschichte über die Nürnberger Hunde-Mama "Nelly" hat ein Happy End. Allerdings sei die Geschichte kein Einzelfall, berichtet Miriam Bader vom Tierheim Nürnberg. Immer wieder bekommen die Tierschützer erfundene Geschichten erzählt.

Die erfundene Erzählung ließ die Mitarbeiter des Tierheims Nürnberg fassungslos zurück: "Nelly" hatte vor kurzem Welpen geworfen. Spaziergänger berichteten, sie hätten die Hunde-Mama im Wald gefunden. Letztendlich stellte sich heraus, dass "Nelly" doch ausgesetzt worden und die folgende Suchaktion nach ihren Welpen somit überflüssig war.

Hunde-Mama adoptiert: neues Zuhause für "Nelly"

"Nelly" hat mittlerweile ein neues Zuhause gefunden. Laut dem Tierheim Nürnberg ist sie bei "hundefreundlichen Menschen, die schon Vorerfahrung mit der Hunderasse haben", untergekommen.

Tierheim Nürnberg bekommt oft Lügen aufgetischt

"Lügen erleben wir im Tierheim des Öfteren. Mir ist es aber lieber, die Leute lügen und geben die Tiere bei uns ab, als dass sie die Tiere aussetzen", sagt Bader vom Tierheim Nürnberg. Im Fall von "Nelly" wäre der Arbeitsaufwand, der nach der Lüge notwendig war, das größte Übel gewesen. Zu den schlimmeren Fällen zählt "Nelly" damit nicht. Oftmals seien die Tierschützer mit Aussetzung und Tierquälerei konfrontiert, berichtet Bader.

Tierschützer suchten im Wald bei Nürnberg nach Welpen

Die Tierschützer glaubten, dass Spaziergänger die Hunde-Mama "Nelly" festgebunden an einem Baum gefunden hätten. Von ihren Welpen fehlte aber jede Spur. Deswegen machten sich die Mitarbeiter des Tierheims auf die Suche und durchforsteten den Wald nach den Hunde-Babys. Sie machten sich große Sorgen. Sie befürchteten, dass die Welpen dringend auf Hilfe angewiesen sein könnten.

Recherchen des Tierheims Nürnbergs entlarven offenbar Lüge

Am Mittwochmittag (13.02.) scheint klar, was wirklich mit "Nelly" passiert war. Laut den Recherchen des Tierheims Nürnberg hatte sich Folgendes ereignet: Die Hündin sei gar nicht ausgesetzt worden.

Am Freitag, den 08.02., sei "Nelly" über ein Kleinanzeigenportal an eine Frau verkauft worden, da die Hündin nach den Kindern der Familie geschnappt haben soll. Das Verhalten der Hündin finden die Tierschützer absolut nachvollziehbar. Immerhin war "Nelly" vor kurzem Mutter geworden und möglicherweise habe man ihre Welpen nicht in Ruhe gelassen. "Leider hat man sich des Problems nicht angenommen, sondern lieber entledigt", erklärt das Tierheim.

Hündin Nelly wird immer wieder weitergereicht

So sei "Nelly" zu einer Frau gekommen, die sich immer wieder Tiere anschafft und wieder weggibt. Nach zwei Tagen sei die Hündin auch dort zu viel geworden und man habe sie wiederum über ein Kleinanzeigenportal weitergegeben, unter der Angabe völlig falscher Tatsachen.

Der neuen Käuferin sei erzählt worden, dass "Nelly" scheinschwanger gewesen sei. Als "Nelly" dann aber Milch gegeben habe, sei die Käuferin panisch geworden. Sie habe Angst bekommen, dass die Hündin gestohlen wurde und sie nun auch Ärger bekommt. Daraufhin habe sie die Hündin von einem Bekannten zum Tierheim bringen lassen. Dabei habe dieser erzählt, dass die Hündin ausgesetzt worden sei.

Welpen von "Nelly" sind wohlauf

Mittlerweile wurden auch die Welpen von "Nelly" gefunden, berichtet Bader vom Tierheim Nürnberg. "Ihnen geht es gut." Der Fall "Nelly" wühlt die Tierschützerin allerdings auf: "Einerseits sind wir sehr dankbar, dass man 'Nelly' doch nicht ausgesetzt hatte, andererseits hätte die Wahrheit uns einen Haufen Arbeit erspart", ärgert sie sich.

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