Nürnberg
Tierschutz

Tierheim Nürnberg dreist angelogen: Schicksal von Hunde-Mama "Nelly" schockiert

Das Tierheim Nürnberg wurde offenbar Opfer einer dreisten Lüge. Hunde-Mama "Nelly" wurde doch nicht in einem Wald bei Nürnberg ausgesetzt, ergaben Recherchen der Mitarbeiter. Die Hündin durchlebte eine schreckliche Odyssee - dabei hatte sie erst Welpen bekommen.
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Eine dreiste Lügengeschichte über Hunde-Mama ließ die Mitarbeiter des Tierheims Nürnberg fassungslos zurück: "Nelly" soll nun doch nicht in einem Wald bei Nürnberg ausgesetzt worden sein. Diese offenbar erfundene Geschichte erzählte jemand dem Tierheim Nürnberg und löste damit eine große Suchaktion der Tierschützer aus, berichtet Miriam Bader vom Tierheim Nürnberg.

Tierschützer suchten im Wald bei Nürnberg nach Welpen

Demnach glaubten die Tierschützer, dass Spaziergänger die Hunde-Mama "Nelly" festgebunden an einem Baum gefunden hätten. Von ihren Welpen fehlte aber jede Spur. Deswegen machten sich die Mitarbeiter des Tierheims auf die Suche und durchforsteten den Wald nach den Hunde-Babys. Sie machten sich große Sorgen. Sie befürchteten, dass die Welpen dringend auf Hilfe angewiesen sein könnten.

Recherchen des Tierheims Nürnbergs entlarven offenbar Lüge

Am Mittwochmittag scheint nun klar, was wirklich mit "Nelly" passiert ist. Laut den Recherchen des Tierheims Nürnberg hat sich Folgendes ereignet: Die Hündin sei gar nicht ausgesetzt worden.

Vergangenen Freitag sei "Nelly" über ein Kleinanzeigenportal an eine Frau verkauft worden, da die Hündin nach den Kindern der Familie geschnappt haben soll. Das Verhalten der Hündin finden die Tierschützer absolut nachvollziehbar. Immerhin war "Nelly" vor kurzem Mutter geworden und möglicherweise habe man ihre Welpen nicht in Ruhe gelassen. "Leider hat man sich des Problems nicht angenommen, sondern lieber entledigt", erklärt das Tierheim.

Hündin Nelly wird immer wieder weitergereicht

So sei "Nelly" zu einer Frau gekommen, die sich immer wieder Tiere anschafft und wieder weggibt. Nach zwei Tagen sei die Hündin auch dort zu viel geworden und man habe sie wiederum über ein Kleinanzeigenportal weitergegeben, unter der Angabe völlig falscher Tatsachen.

Der neuen Käuferin sei erzählt worden, dass "Nelly" scheinschwanger gewesen sei. Als "Nelly" dann aber Milch gegeben habe, sei die Käuferin panisch geworden. Sie habe Angst bekommen, dass die Hündin gestohlen wurde und sie nun auch Ärger bekommt. Daraufhin habe sie die Hündin von einem Bekannten zum Tierheim bringen lassen. Dabei habe dieser erzählt, dass die Hündin ausgesetzt worden sei.

Welpen von "Nelly" sind wohlauf

Mittlerweile wurden auch die Welpen von "Nelly" gefunden, berichtet Bader vom Tierheim Nürnberg. "Ihnen geht es gut." Der Fall "Nelly" wühlt die Tierschützerin allerdings auf: "Einerseits sind wir sehr dankbar, dass man 'Nelly' doch nicht ausgesetzt hatte, andererseits hätte die Wahrheit uns einen Haufen Arbeit erspart", ärgert sie sich.

"Nelly" geht es mittlerweile den Umständen entsprechend gut, sie ist aber noch sehr verunsichert. Ab Anfang nächster Woche geht sie voraussichtlich auf die Suche nach einem neuen Zuhause.

 



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