Hersbruck
Hunde-Schicksal

Hilfe für Hunde-Baby Maya kommt zu spät - Tierheim Hersbruck sucht nach Tierquäler

Nur 430 Gramm brachte Hunde-Baby Maya auf die Waage. Der völlig unterversorgte Welpe war in Lauf an der Pegnitz (Kreis Nürnberger Land) gefunden worden und ins Tierheim Hersbruck gebracht worden. Die Hilfe kam zu spät für die Hündin: Das Tier musste eingeschläfert werden.
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Tierquäler in Franken gesucht: Ein Sportler fand den kleinen, abgemagerten Hund, der ganz alleine nahe der Bertleinschule in Lauf an der Pegnitz umherlief. Er erkannte den schrecklichen Zustand des Hundes - eine Passantin rief daraufhin die Polizei, die wiederum den Notdienst des Hersbrucker Tierheims schickte.

Tierheim Hersbruck: Mayas Zustand "erbärmlich"

Bei einem Chihuahua sei es schwer abzuschätzen, wie alt er sei, erklärt Martina Höng, Leiterin des Tierheims Hersbruck, und damit auch schwer zu sagen, wie viel er wiegen sollte. Bei Maya aber war es offensichtlich: Der kleine Welpe war mit nur 430 Gramm deutlich unterversorgt und damit in einem katastrophalen Zustand. Geschätzt wurde Mayas Alter auf etwa 10 bis 12 Wochen. Maya war so dürr, dass sie alleine nicht mehr stehen konnte. Das Tierheim brachte Maya auf Grund ihres Zustands in die Tierklinik Nürnberg. Dort stellte man fest, dass sie neben der Unterernährung auch an einer Entzündung der Augen litt, die verklebt und eitrig waren - ein "erbärmlicher Zustand", so beschreibt es die Leiterin des Tierheims.

Obwohl die Tierklinik Nürnberg die ganze Nacht um Maya kämpfte, musste man schließlich einsehen, dass es für Maya keine Chance mehr gab. Dass sich ihr Zustand bessern würde, war aussichtslos. Man entschied sich am Donnerstagmorgen dazu, den Welpen einzuschläfern. "Uns zerreißt es das Herz. Für Welpe Maya kam jede Hilfe zu spät", äußert sich das Tierheim Hersbruck.

Ein ebenfalls drastischer Fall sorgte vor einiger Zeit in Nürnberg für große Aufregung: Tierheim Nürnberg entlarvt miese Lüge - Hunde-Mama "Nelly" ist kein Einzelfall.

Tierheim Hersbruck geht von Tierquäler aus

Da ein Welpe nicht einfach alleine herumlaufen würde, geht das Tierheim Hersbruck davon aus, dass der Welpe achtlos ausgesetzt wurde. Der miserable Gesundheitszustand und die Tatsache, dass Maya nicht gechipt war, bestätigen diesen Verdacht.

Welpe Maya kein Einzelfall: Immer wieder Fälle von Tierquälerei

Leider ist der Fall des kleinen Chihuahua-Welpen Maya kein Einzelfall, sagt Martina Höng: Immer wieder werden Welpen unachtsam von ihren Besitzern ausgesetzt und landen dann in einem schrecklichen gesundheitlichen Zustand im Tierheim Hersbruck. Genau deshalb will das Tierheim den Fall von Maya nicht einfach unter den Tisch kehren: "Wir hoffen nun sehr auf die Hilfe der Bevölkerung, den Besitzer ausfindig zu machen",heißt es auf ihrer Webseite. Schon einmal konnte ein Tierquäler so aufgespürt werden. Darauf hofft das Tierheim Hersbruck nun erneut.

Sollten Sie Hinweise haben, die helfen, den Besitzer von Maya zu finden, melden Sie sich beim Tierheim Hersbruck per E-Mail an hersbrucker-tierheim@web.de oder direkt bei der Polizei Lauf a.d. Pegnitz.

Hersbruck war vor Kurzem erst in die Schlagzeilen geraten: Hund "Simba" frisst Happen - und stirbt Sekunden später.

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