Nürnberg
Sportförderung

Surferwelle in Nürnberg: 1,5-Millionen-Euro-Projekt soll im Herbst 2020 eröffnen - Stadt beteiligt sich an Kosten

Nürnberg soll eine Surferwelle bekommen. Damit folgt die Stadt der "Eisbachwelle" in München, die dort mittlerweile auch als touristische Attraktion gilt. Die Planungen laufen bereits seit 2011. Rund 1,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten.
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So könnte es bald am Fuchsloch aussehen. Ein ehrenamtlicher Verein setzt sich seit Jahren für eine Surferwelle in Nürnberg ein. Bereits im Herbst 2020 soll das Projekt fertiggestellt werden. Foto: Nürnberger Dauerwelle e.V.
So könnte es bald am Fuchsloch aussehen. Ein ehrenamtlicher Verein setzt sich seit Jahren für eine Surferwelle in Nürnberg ein. Bereits im Herbst 2020 soll das Projekt fertiggestellt werden. Foto: Nürnberger Dauerwelle e.V.
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Seit 2011 plant der Verein "Nürnberger Dauerwelle e.V." eine stehende Surferwelle in Nürnberg. Jetzt wurde ein geeigneter Standort gefunden und genehmigt. Kritik kommt von Umweltschützern. Die Auflagen treiben die Kosten in die Höhe.

Wöhrder See als Standort ungeeignet: Ehrenamtlicher Verein entwickelt sich über Social Media

Zunächst war der Standort Wöhrder See im Gespräch, da hier sowieso eine Neugestaltung geplant war. Dieser erwies sich jedoch als ungeeignet. Dafür bekam der See ein Strand-Café mit Beachbar. Die Idee einer Surferwelle für die Stadt Nürnberg blieb jedoch. Aus einer Initiative im sozialen Netzwerk Facebook entwickelte sich ein eingetragener Verein, der "Nürnberger Dauerwelle e.V.". Dieser setzt sich ehrenamtlich für einen Ort ein, an dem Surfer auch in der Stadt Nürnberg ihrem Hobby nachgehen können.

Gemeinsame Standortsuche mit Behörden verläuft erfolgreich: Surferwelle am Fuchsloch

Gemeinsam mit den Behörden hat sich mittlerweile ein passender Standort gefunden. Am "Fuchsloch" an der Pegnitz soll die Surferwelle entstehen, das Plangenehmigungsverfahren für den Neubau ist bereits abgeschlossen und genehmigt.

1,5 Millionen Euro: Umweltauflagen treiben Kosten in die Höhe - So wird das Projekt finanziert

Rund 1,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten, wie Thorsten Keck, 1. Vorstand des Projekts, gegenüber inFranken.de erklärt. Damit wird das Projekt teurer als zunächst geplant, was vor allem mit den Umweltauflagen zusammenhängt.

Finanzielle Unterstützung hat das bayerische Finanzministerium bereits am Anfang der Planung mit 250.000 Euro zugesichert. Etwa 300.000 Euro Eigenkapital kann der Verein aufbringen - etwa durch Mitgliederbeiträge und Spenden. Auch die Stadt Nürnberg werde sich an den Baukosten von rund 1,5 Millionen Euro mit Mitteln aus der Sportförderung beteiligen, entschied am Freitag die städtische Sportkommission. In welcher Höhe, sei allerdings noch unklar, sagte der Leiter des städtischen Sportservices, Hans-Jörg Oehmke. Es werde geprüft, in welcher Höhe die Baukosten förderfähig seien. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt seien, könnte der Verein "Dauerwelle" mit bis 650 000 Euro aus der Stadtkasse rechnen. Vor allem die SPD hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, das Projekt mit städtischen Mitteln zu fördern.

Eröffnung im Herbst 2020 geplant

"Die Realisierung des Projekts soll noch in diesem Jahr starten. Zwischen März und Mai 2020 beginnt dann die erste Bauphase. Fertigstellung und Inbetriebnahme soll zwischen September und Oktober 2020 sein", berichtet Keck.

Kritik von Umweltschützern - Charakter des Landschaftsschutzgebietes soll nicht verändert werden

Kritik kommt von Umweltschützern. Dazu Umweltreferent Dr. Peter Pluschke: "Die Landschaftsschutzaspekte wurden bei der Genehmigung transparent und fachlich konsequent beachtet und sind in den umfangreichen Auflagen abgesichert." Auch wurde eine Artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt, die die Auswirkungen auf die Natur erfassen soll. Es wird eine Fischaufstiegshilfe geben, die auch die "aquatische Durchgängigkeit des Wassers" verbessert.

Über 100 Ehrenamtliche setzen sich für Surferwelle ein

Mehr als 100 Menschen arbeiten bei dem Verein "Nürnberger Dauerwelle e.V.". Es handelt sich dabei um ein ehrenamtliches Engagement, in das die Mitwirkenden viel Kraft und Zeit investieren.

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