Nürnberg

Sturmtief "Sabine" trifft fränkisches Tierheim: Baum stürzt auf Katzenhaus

In vielen Teilen Mittelfrankens richtete das Sturmtief "Sabine" Schäden an. Am Tierheim Feucht krachte ein Baum in das Katzenhaus. Die Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen an.
Artikel drucken Artikel einbetten

  • Sturmtief "Sabine“: Ein Baum fällt auf das Tierheim Feucht
  • Unwetter sorgt bis Dienstagmorgen (11.02.2020) für 412 Einsätze, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken mit
  • Feuerwehr in Nürnberg wütend: Falschmelder verursacht Großeinsatz
  • Sechs Verletzte durch Sturmtief „Sabine“ im Großraum Nürnberg

Update: 12.02.2020, 17.46 Uhr: Tierheim Feucht von Baum getroffen

Schock für die Mitarbeiter des Tierheims Feucht: Ein Baum krachte während des Sturmtiefs "Sabine " plötzlich auf das Katzenhaus, berichtet die zweite Vorsitzende Petra Hluchy inFranken.de.

Die Freiwillige Feuerwehr Feucht rückte daraufhin mit drei Fahrzeugen an und sicherte das Gebäude ab. Die Einsatzkräfte entfernten Teile des Baumes mit Kettensägen. Dafür musste die Fellastraße kurzzeitig gesperrt werden, berichtet das Tierheim Feucht.

Tierschützer bedanken sich bei Freiwilliger Feuerwehr

"Wir danken den freiwilligen Helfern von der Feuerwehr für ihren Einsatz ganz herzlich", erklären die Tierschützer. "Denn dadurch konnte sichergestellt werden, dass keine Menschen und Tiere verletzt wurden."

Glücklicherweise wurde das Katzenhaus nicht beschädigt. Trotz des großen Schrecks ging die Sache am Montagvormittag (10.02.2020) glimpflich für das Tierheim Feucht aus.

Update: 11.02.2020, 13.28 Uhr: Polizei wegen Sturmtief "Sabine" 412-mal im Einsatz

Das Sturmtief "Sabine" hat bis Dienstagmorgen (11.02.2020) für 412 Polizeieinsätze gesorgt, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. Meist ging es bei den Einsätzen um umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste oder sonstige Gegenstände, die die Straßen blockierten oder auf geparkte Fahrzeuge gestürzt waren. Die Beamten halfen bei der Räumung blockierter Straßen, unter anderem mit dem Einsatz von Kettensägen.

A9 am Montagabend komplett gesperrt

Die A9 musste am Montag komplett gesperrt werden. Zwischen den Anschlussstellen Schnaittach und Hormersdorf war eine Stromleitung durch das Sturmtief "Sabine" beschädigt worden. Diese drohte, auf die Autobahn zu stürzen. Die Polizei sowie die Autobahnmeistereien sperrten die A9 in beide Richtungen ab, der Stromversorger baute dann die defekte Leitung ab. Die Autobahn war für eine gute Stunde komplett gesperrt.

Update: 11.02.2020, 10.20 Uhr: Falschmeldung entsetzt Nürnberger Feuerwehr

Explosion in Nürnberger Wohnhaus - das meldete ein Anrufer während des Sturmtiefs "Sabine" am Montagabend (10.02.2020) um 19.16 Uhr. In dem Gebäude seien 15 Menschen, erklärte er. Daraufhin rückten die Einsatzkräfte zu einem Großeinsatz aus.

Elf Feuerwehrautos, sieben Rettungsfahrzeuge und mehrere Polizeistreifen fuhren in den Nürnberger Norden. Beim Eintreffen dann der Schock: Es gab keinen Notfall, es handelte sich um einen "böswilligen" Alarm, berichtet die Feuerwehr.

Update, 10.02.2020, 18.30 Uhr: Zahl der Verletzten in Mittelfranken steigt

Ein Schwerverletzter und fünf Leichtverletzte - das ist die erste Bilanz vom Sturmtief "Sabine" des Polizeipräsidiums Mittelfranken am Montagnachmittag (10.02.2020).

Windböe schleudert Anhänger gegen 20-Jährigen

Bei einem Unfall in Heßdorf (Kreis Erlangen-Höchstadt) wurde ein 20-Jähriger schwer verletzt. Der junge Mann ging auf einem Gehweg, als ein Auto mit Anhänger an ihm vorbeifuhr, berichtet die Polizei. Plötzlich erfasste eine Windböe den Anhänger und schleuderte ihn auf den Gehweg. Der Anhänger traf den 20-Jährigen am Kopf. Mit schweren Verletzungen wurde er ins Krankenhaus gebracht.

Drei Verletzte durch umstürzende Bäume in Nürnberg

Drei Personen wurden im Nürnberger Stadtteil Katzwang verletzt. Ein Baum stürzte in der Kloster-Ebrach-Straße um und fiel auf ein fahrendes Auto, ein weiterer Wagen fuhr dem Unfallauto auf. Beide Fahrer wurden leicht verletzt.

Im Baimbacher Weg krachte ebenfalls ein Baum um und stürzte auf ein Wohnhaus. Dabei erlitt eine Bewohnerin leichte Verletzungen.

Im Nürnberger Stadtteil Kornburg stürzte ein Baum auf einen parkenden Linienbus. Glücklicherweise blieb der Fahrer unverletzt, Fahrgäste saßen nicht im Bus.

Starker Wind reißt Fahrzeuge auf B2 und B466 um

Auf der B2 bei Treuchtlingen (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen) schleuderte ein Kleinlaster aufgrund des starken Windes in den Straßengraben. Der Fahrer wurde vor Ort medizinisch versorgt.

Ein weiterer Kleinlaster kippte auf der B466 bei Gnotzheim (Kreis Weißenburg-Gunzenhausen) durch den Wind auf die Seite. Der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

Nach Schulausfall: Unterricht findet voraussichtlich wieder am Dienstag statt

Gute Nachrichten für Eltern in Mittelfranken: Am Dienstag (11.02.2020) findet voraussichtlich wieder der Schulunterricht wie gewohnt statt, teilt die Regierung von Mittelfranken mit.

Sollten sich die Wetterverhältnisse während der Nacht auf Dienstag allerdings dramatisch verändern, werden die lokalen Koordinierungsgruppen am Dienstagmorgen etwaige Schulausfälle bekanntgeben. inFranken.de informiert Sie mit allen wichtigen Informationen.

Update, 10.02.2020, 13.33 Uhr: Sturmtief "Sabine" sorgt für viele kleine Feuerwehreinsätze

Am Montagmittag (20.02.2020) aktualisiert die Nürnberger Feuerwehr ihre Bilanz zum Sturmtief "Sabine". Bis 12 Uhr gab es im Großraum Nürnberg (Städte Fürth, Nürnberg und Erlangen sowie Landkreise Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt) insgesamt 184 Unwetter-Einsätze. Davon waren 85 Feuerwehreinsätze in der Stadt Nürnberg.

Welche Schäden gibt es durch das Unwetter?

Bei den Unwetter-Schäden handelte es sich überwiegend um umgestürzte Bäume und Bauzäune. Größere Gebäudeschäden konnten nicht verzeichnet werden. Bei den Einsätzen in Nürnberg wurden keine Menschen und Tiere verletzt.

Die Windböen schwächten sich am Mittag gegen 12 Uhr erstmals ab, berichtet die Feuerwehr. Die erhöhte Alarmbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Nürnberg wurde aufgehoben. Alle Einheiten kehrten zu ihren Wachen zurück.

Tiergarten Nürnberg und Friedhöfe am Montag geschlossen

Aus Sicherheitsgründen bleibt der Tiergarten Nürnberg sowie die städtischen Friedhöfe in Nürnberg am Montag (10.02.2020) den ganzen Tag geschlossen, berichtet die Stadt am Vormittag und warnt gleichzeitig: Die orkanartigen Böen könnten heute Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h erreichen. Dadurch drohen, Äste herabzustürzen und ganze Bäume umzufallen.

Alle Beisetzungen, die für den heutigen Montag in Nürnberg geplant waren, fallen aus. Trauerfeiern finden nur als Aussegnungsfeiern in der Halle I und Halle II am Krematorium statt. Nur dort könne die Friedhofsverwaltung gewährleisten, dass die Trauergäste gefahrlos in das Gebäude kommen. Die Friedhofsverwaltung habe alle beteiligten Bestattungsinstitute verständigt. Angehörige werden gebeten, sich mit ihren Fragen dorthin zu wenden.

Unwetter-Einsätze wegen Sturmtief "Sabine" in Mittelfranken

Gegen 3.30 Uhr waren die ersten Notrufe eingegangen. Zumeist mussten lose Teile auf Dächern abgetragen oder befestigt, umgestürzte Bäume abgetragen oder Baustellen gesichert werden, teilt die Feuerwehr mit. An einem Rohbau in Katzwang drohten beispielsweise die frei stehenden Giebelwände umzustürzen.

Die Feuerwehr hatte sich gut auf das Sturmtief vorbereitet: Die Leitstelle wurde personell verstärkt, zusätzliche Drehleitern und Sonderfahrzeuge besetzt und weitere Unterstützung kam von den Freiwilligen Feuerwehren.

Wie ist die Situation in ganz Franken? inFranken.de berichtet über alle wichtigen Entwicklungen in einem Live-Ticker.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.