Nürnberg
Verkehr

Stau-Experte erklärt: Hier müssen Nürnberger Autofahrer besonders viel Geduld haben

Stau-Experte Markus Balek begleitet unzählige Pendler als Radio-Moderator jeden Morgen durch den täglichen Berufsverkehr. Wir haben mit dem Charivari-Moderator über das Ende der Ferien, Dauerstaus und Tipps und Tricks für staugeplagte Autofahrer gesprochen.
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Autofahrer in Nürnberg müssen tagtäglich mit vielen Staus rechnen. Symbolfoto: Fabian Sommer, dpa
Autofahrer in Nürnberg müssen tagtäglich mit vielen Staus rechnen. Symbolfoto: Fabian Sommer, dpa

Baustellen und Staus in Nürnberg: Experte Markus Balek, erklärt, wo und warum es die Autofahrer besonders schwer haben.

Herr Balek, die Ferien sind seit einer Woche vorbei. Verändern sich dadurch die Staus in und um Nürnberg?

Markus Balek: Auf jeden Fall. Besonders deutlich wird der Unterschied zwischen Sommerferien und Schulzeit beim Blick auf die Autobahnen. In der Ferienzeit haben wir beim Radio die meisten Staus auf den Autobahnen verzeichnet. Besonders zum Beispiel auf der A9 nach München in Höhe der Anschlussstelle Allersberg. Zwischen dem Dreieck Nürnberg-Feucht und der Ausfahrt Hilpoltstein werden acht Brücken modernisiert! Die gute Nachricht: Im Oktober sollen die Bauarbeiten unterbrochen werden. Die schlechte Nachricht: Im April 2020 sollen die Arbeiten auf dem fünf Kilometer langen Autobahnstück wieder aufgenommen worden.

Und jetzt zum Beginn der neuen Schulzeit?

Markus Balek: Nach den Sommerferien verlagert sich der Fokus von den Ferienrouten zurück in den Berufsverkehr. Im Stadtgebiet ist derzeit traditionell wieder auf dem berühmt-berüchtigten Frankenschnellweg und der Südwesttangente besonders viel los.

Wo versteckt sich dort der gordische Stauknoten genau?

Markus Balek: Der Übergang von A73 Richtung Nürnberg auf die Südwesttangente zwischen Kreuz-Nürnberg-Süd und dem Nürnberger Hafen ist derzeit der absolute Knackpunkt. Hier an diesem Nadelöhr entscheidet sich derzeit für viele Pendler, ob sie rechtzeitig zur Arbeit kommen. Durch die Baustelle vor dem Hafen-Kreuz sind die Fahrbahnen sehr schmal geworden. Zur Rushhour müssen wir in den Radionachrichten häufig von langen Staus und vielen Unfällen im verengten Baustellen-Bereich rund um den Hafen berichten.

Machen Sie sich auch zum Anwalt der Pendler-Interessen?

Markus Balek: Wir kritisieren auch die Verkehrsplaner, die Dauerbaustellen nicht pünktlich fertig bekommen. Zurzeit haben wir ein großes Stauproblem auf der B8. Diese Strecke nervt gerade ganz viele unserer Hörer. Die Arbeiten sollten eigentlich schon im August beendet sein. Jetzt zieht sich die Baustelle wegen "Restarbeiten" noch bis Ende des Monats hin. Das macht viele Pendler einfach sauer. Erst hoffen sie, bald ist alles besser - und dann stehen sie jetzt nach den Ferien wieder täglich eine halbe Stunde im Stau.

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