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Fußball

Zwei Leser treffen FCN-Trainer Michael Köllner: Club-Fans ein Leben lang

Zwei Fans hatten die Möglichkeit, Michael Köllner zu treffen. Schon nach dem ersten "Hallo" des FCN-Trainers waren sie hin und weg.
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"Mein Gott, ist der cool!" Nach dem ersten kurzen Hallo ist Lisa Frank immer noch hin und weg. Michael Köllner, Trainer des 1. FC Nürnberg, hat sich direkt im Anschluss an die Vormittagstrainingseinheit für die 24-Jährige und Klaus Eckert Zeit genommen. Nach ein paar Schnappschüssen und einem kurzen Plausch ist auch Eckert begeistert. "Der ist total authentisch. Seine positive Einstellung überträgt sich sofort auf andere."

Frank und Eckert hatten sich beim Gewinnspiel der Mediengruppe Oberfranken als "Super-Clubfan" beworben und durften den Trainer des 1. FC Nürnberg zur Belohnung kennenlernen. Dass die beiden Leser diese besondere Begegnung durchaus verdient haben, zeigt ein Blick auf die jeweilige Vita.
Lisa Frank wird die Liebe zum FCN durch Opa und Papa praktisch in die Wiege gelegt. Spätestens, als die Studentin mit 17 Jahren zum ersten Mal ein Heimspiel besucht, ist es um sie geschehen. "Von Tschirn im Landkreis Kronach ist es zwar ein ganzes Stück. Aber ich versuche, so oft wie möglich ins Stadion zu gehen."

Zur Uni in Nürnberg pendelt sie mit dem Zug, Geld verdient sich Frank nebenbei in einem Irish-Pub in Kronach. Hier hält sie die Club-Farben hoch, auch wenn das teilweise gar nicht so einfach ist. "Nach dem Aufstieg bin ich direkt mit dem FCN-Trikot zur Arbeit, obwohl die meisten meiner Stammgäste Bayern-Fans sind. Trinkgeld gab es trotzdem."


Das Stadion als zweite Heimat

Klaus Eckert bezeichnet das Max-Morlock-Stadion als seine zweite Heimat, den Club als seine Familie. Seit dem sechsten Lebensjahr ist der heute 58-Jährige FCN-Fan. Früher fieberte er in der Nordkurve mit, heute aufgrund seiner Gehbehinderung am Fuße der Haupttribüne. Eines ist trotzdem über all die Jahre geblieben: Vor jedem Heimspiel gibt es Bratwürste und ein Bier. "Das gehört einfach dazu." Eckerts Liebe zum 1. FC Nürnberg hat schon einige Tiefpunkte überstanden. "Man muss leidensfähig sein." Um so stolzer trägt der Dauerkarteninhaber aktuell das FCN-Logo auf der Brust. Und das nicht nur, weil sich der Club mal wieder im Oberhaus beweisen darf. "Die Mannschaft gefällt mir. Keine satten Profis, sondern junge Spieler, die Biss haben."

Für den Frührentner aus Uttenreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt steht fest: Auch wenn in der Vergangenheit einige Fehler gemacht wurden, wird er "seinem" Club treu bleiben. Und Eckert tut alles dafür, dass dies auch zur Familientradition wird: Am 11. Juli kam sein Enkel zur Welt, am Tag danach hat ihn sein Opa beim Club als Mitglied angemeldet. "Alles mit der Familie abgeklärt", sagt Eckert und lacht.


Nur der Klassenerhalt zählt

Und was erwarten die beiden Leser von der kommenden Saison? Während Klaus Eckert ganz pragmatisch den Klassenerhalt über alles stellt, hat Lisa Frank einen ganz "bescheidenen" Wunsch: "Gegen die Bayern gewinnen, das wär's."



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