Nürnberg
Sportgespräch

Törles Tim Knöll: ein ungewöhnlicher junger Profi beim 1. FC Nürnberg

"Positiv denken zieht Positives an." So lautet das Credo des Nürnberger Offensiv-Youngsters Törles Tim Knöll.
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Törles Knöll im September nach seinem Treffer zum 2:0 gegen Hannover 96 Foto: Heiko Becker
Törles Knöll im September nach seinem Treffer zum 2:0 gegen Hannover 96 Foto: Heiko Becker
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"Positiv denken zieht Positives an." So lautet das Credo des Nürnberger Offensiv-Youngsters, der vor einem Monat sein erfolgreiches Debüt in der U21-Nationalmannschaft gefeiert hat. Törles Tim Knöll (21) passt so gar nicht in das Bild eines der Jungprofis, die heutzutage ihr "Ich", das gleichzeitig auch ihre Marke sein soll, über die sozialen Medien wie Instagram, Facebook oder Twitter transportieren.

Törles Knöll zieht seine Kraft aus dem Bereich der Esoterik

Denn Knöll, gebürtiger Dieburger und seit dieser Saison beim Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg unter Vertrag, zieht seine Kraft aus dem Bereich der Esoterik ("positiv denken und Positives anziehen").

Bislang hat der 1,84 Meter große Offensivmann für den Club in Meisterschaft und Pokal zehn Pflichtspiele bestritten und einen Treffer erzielt. Für die U21-Nationalmannschaft, für die er am 16. November beim 3:0 gegen die Niederlande debütierte, hat er ebenfalls schon getroffen - und das in Offenbach, rund 30 Kilometer von seiner Geburtsstadt entfernt.

Im folgenden Interview spricht Knöll, der beim TSV Send und GSV Gundernhausen mit dem Kicken angefangen hat und bereits im Alter von acht Jahren ins Nachwuchsleistungszentrum von Darmstadt 98 gewechselt ist, über seinen Vornamen, seine Charaktereigenschaften und seine Stärken als Spieler.

Sie haben einen ungewöhnlichen Vornamen: Wissen Sie, woher dieser seinen Ursprung hat?

Törles Knöll: Ich habe mich mit einem Namenswissenschaftler unterhalten, und der hat gesagt, dass der Name aus dem Altdeutschen kommt. Es gibt aber keine genaue Definition.

Wie nennen Ihre Freunde Sie?

Einen bestimmten Spitznamen für mich gibt es nicht: Ich werde Törles genannt. Manche aus der Mannschaft nennen mich aber einfach nur ,T‘.

Gibt es Geschwister, die ebenfalls über einen nicht alltäglichen Vornamen verfügen?

Nein, mein Bruder heißt Björn - und dieser Name kommt aus dem Skandinavischen.

Sie haben vier Nachwuchsleistungszentren durchlaufen, Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt, Mainz 05 und im späten Jugendalter Hamburger SV: Welches hat Sie am meisten geprägt?

Das Hamburger hat mich am meisten beeindruckt. Dort bin ich sehr, sehr gut aufgenommen und sehr gut ausgebildet worden. Zudem hat mich der Fußball in der Herren-Regionalliga weitergebracht.

Wie würden Sie sich als Spieler beschreiben?

Als sehr willens- und laufstark. Ich könnte so lange laufen, bis ich umfalle. Ich denke, dass ich zudem über ein sehr gutes Spielverständnis verfüge und bereit bin, Grenzen zu verschieben. Meine Technik und mein Passspiel sind solide, meinen schwachen Fuß kann ich sicherlich noch optimieren.

Was sind Ihre wichtigsten Charaktereigenschaften und Tugenden?

Definitiv das Esoterische: positiv denken und Positives anziehen. Und das Never-give-up-Denken, das mir schon früh durch meine Familie vermittelt wurde; dass man niemals aufgeben sollte - und das versuche ich täglich auf den Platz zu bringen.

Sie haben für Nürnberg bereits getroffen und auch bei Ihrem Debüt in der U21-Nationalmannschaft. Was sind Ihre aktuellen Ziele?

Natürlich, den Klassenerhalt zu schaffen. Ansonsten habe ich da nichts Konkretes für mich persönlich. Ich versuche eben, der Mannschaft mit Toren, Vorlagen oder auch mit Laufwegen zu helfen.

Das Gespräch führte unser Mitarbeiter Dirk Kaiser.

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