München
1. FC Nürnberg

Schlechteste Auswärtsmannschaft: Club muss sich den Bayern geschlagen geben

Im ersten bayerisch-fränkischen Derby in der ersten Bundesliga seit vier Jahren musste sich der Club dem FC Bayern geschlagen geben.
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Torwart Fabian Bredlow von Nürnberg befreit sein Tor von den Papierstreifen, die von Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit auf das Spielfeld geworfen wurden. Foto: Matthias Balk/dpa
Torwart Fabian Bredlow von Nürnberg befreit sein Tor von den Papierstreifen, die von Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit auf das Spielfeld geworfen wurden. Foto: Matthias Balk/dpa

Seit 1992 hat der 1. FC Nürnberg nicht mehr auswärts gegen den FC Bayern gewonnen. Und so auch am 14. Spieltag der ersten Bundesliga nicht. Am Ende heißt es 3:0 für die Münchner gegen mutlose Franken.

Bei den Bayern funktioniert es also wieder. Mit dem 3:0 (2:0) gegen einen erstliga-untauglichen 1. FC Nürnberg beendeten die Münchner am Samstag auch ihre Misere nach drei Monaten ohne Heimerfolg in der Fußball-Bundesliga. Der 1. FC Nürnberg hingegen bleibt auf dem letzten Platz der Auswärtstabelle.

FC Bayern wieder auf Kurs

Der zweimal erfolgreiche Robert Lewandowski (9./27. Minute) und Franck Ribéry (57.) erzielten vor 75.000 Zuschauern die Tore für die klar überlegenen Bayern. Trainer Niko Kovac und sein Team nahmen Schwung für das Champions-League-Duell am kommenden Mittwoch bei Ajax Amsterdam auf, gegen das es um den Gruppensieg geht.

Bei der Bundesliga-Jagd auf Spitzenreiter Borussia Dortmund bejubelten Kovac & Co. nicht nur wieder drei Punkte, sondern durften zudem mit der Leistung zufrieden sein. Mehr Harmonie, ein flüssigeres Kombinationsspiel und eine klarere Aufgabenverteilung im Münchner Spiel sorgten auch für freundliche Gesichter bei Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß auf der Ehrentribüne. Das Rotationsende taugt dem Münchner Ensemble sichtlich, die Automatismen sind zurück.

Club agierte mutlos

Gäste-Trainer Michael Köllner hatte vor dem Duell beim großen Freistaat-Nachbarn die Lotto-Wahrscheinlichkeit für einen Überraschungserfolg bemüht, aber die Franken kamen mit einem Tippschein ohne Kreuzchen. Der "Club" stand tief, agierte ohne Kapitän Hanno Behrens mutlos und in den Zweikämpfen mit respektvollem Sicherheitsabstand.

Die Bayern konnten nach Belieben schalten und walten. FCN-Angriffe verpufften meist nach den ersten Ballkontakten. Nach dem 0:7 in Dortmund und dem 0:6 in Leipzig konnten die Nürnberger froh sein, dass es nicht wieder ganz schlimm endete.

Nach einem Eckball von Joshua Kimmich ließ sich der zögerliche Nürnberger Torhüter Fabian Bredlow beim Kopfball von Lewandowski übertölpeln. Leichtfertig ließ der Pole dann nach einer Traumkombination über Thomas Müller und Serge Gnabry aus bester Position den nächsten Treffer liegen (24.). Saisontor Nummer neun von Lewandowski folgte drei Minuten später, als er nach einem Lattenknaller von Leon Goretzka abstauben konnte.

Nach dem Seitenwechsel musste erstmal aufgeräumt werden - und zwar das von den Bayern-Fans auf das Spielfeld geworfene Klopapier. Kimmich scheiterte nach schöner Kombination mit einem Distanzschuss an Bredlow (46.). In der Schlussphase traf der Nationalspieler noch die Latte.

Nürnberg ging es nur um Schadensbegrenzung. Die mangelnde Chancenverwertung war das Einzige, was sich die Münchner vorwerfen mussten. Gnabry scheiterte bei seinem Schussversuch, doch wieder waren die Bayern gedankenschneller. Ribéry verwandelte den Nachschuss. Der eingewechselte Kingsley Coman verpasste noch knapp das 4:0.

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