Leverkusen
1. FC Nürnberg

FCN zu Gast bei Bayer Leverkusen: So könnten die Teams spielen

Das nächste Endspiel für den Club steht an. Am Samstag (15.30 Uhr) tritt der 1. FC Nürnberg bei Bayer Leverkusen an. Für beide Mannschaften geht es um viel: Während der FCN wichtige Punkte gegen den Abstieg braucht, kämpft die Werkself noch um die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb.
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Das Hinspiel war eine richtige Wasserschlacht. In dieser Szene kämpfen Nürnbergs Tim Leibold (links) und Lars Bender um den Ball. Die Partie am 13. Spieltag endete 1:1. Foto: Nicolas Armer/dpa
Das Hinspiel war eine richtige Wasserschlacht. In dieser Szene kämpfen Nürnbergs Tim Leibold (links) und Lars Bender um den Ball. Die Partie am 13. Spieltag endete 1:1. Foto: Nicolas Armer/dpa
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FCN zu Gast bei Bayer Leverkusen am Samstag: Vor dem Hinspiel gegen Leverkusen herrschte eine gegenteilige Gefühlslage beim 1.FC Nürnberg im Vergleich zur aktuellen Stimmung. Schalke zeigte dem Club bei der 2:5-Abreibung die Grenzen auf. Der Ex-Nürnberger Guido Burgstaller steuerte damals einen der fünf königsblauen Treffer bei. Der FCN verlor deutlich gegen Schalke. Aus dem Rückspiel am vergangenen Freitag (12. April 2019) hingegen, gingen die Franken zufrieden mit der Leistung, jedoch unzufrieden über die Ausbeute nach 94 Minuten vom Rasen: Ein Punkt für den 1.FC Nürnberg war zu wenig im Kampf gegen den Abstieg. "Ich bin enttäuscht, dass wir nur einen Punkt haben, ansonsten gibt es keinen Grund enttäuscht zu sein", sagte Nürnbergs Trainer Boris Schommers nach dem Spiel. Er sprach sogar von der besten Leistung der Mannschaft, unter seiner Leitung.

Und in der Tat, der FCN zog gegen Schalke 04 seine Spielidee durch: Aggressivität im Mittelfeld, gepaart mit wendigem Offensivspiel - Schommers gefiel, was seine Truppe ablieferte. Und dennoch: Am Ende gelang Schalke in Gestalt von Innenverteidiger Matija Nastasic der Ausgleich im Duell unter Freunden. Trotz toller Stimmung vor ausverkauftem Haus im Max-Morlock-Stadion, sorgt dieser Gegentreffer für Ernüchterung: Gut gespielt, aber eben nicht gewonnen.

FCN: Margreitter schießt, Kohr fälscht ab - Wasserschlacht im Dezember endet 1:1

Doch erinnert man sich an das Hinspiel gegen die Leverkusener Werkself, das 1:1 endete, keimt Hoffnung beim Club auf. Gegen ein dominantes und spielstarkes Bayer holte der FCN ein Unentschieden und hatte dabei das nötige Glück, was ein Aufsteiger benötigt um eine Mannschaft zu schlagen, die den Anspruch hat, international zu spielen. So zum Beispiel in der 56. Minute: Flanke Kerk, Wendell mit zu kurzer Kopfballabwehr und Georg Margreitter fasst sich ein Herz von der Strafraumkante. Der Leverkusener Kohr fällt unhaltbar ab - Ausgleich im strömenden Regen von Nürnberg! Auch am Samstag (15. 30 Uhr) in der BayArena wird der FCN den ein oder anderen Funken Glück gut gebrauchen können.

Der seit drei Spielen ungeschlagene Club möchte dabei den nächsten Schritt Richtung Relegationsplatz machen. Wie die Tabelle zeigt, ist im Tabellenkeller Vieles möglich:

  • Die Tabelle: Aktuell rangiert der 1.FC Nürnberg auf Rang 17. Drei Punkte trennen die Schommers-Elf vom Relegationsplatz, den weiterhin der VfB Stuttgart inne hat. Die Schwaben treten zeitgleich zum FCN beim FC Augsburg. Der Letzte Hannover 96 ist am Sonntag bei Hertha BSC Berlin zu Gast. Der 15. Schalke 04 muss ins Kraichgau zur TSG 1899 Hoffenheim.

  • Der Gegner:
Für Bayer Leverkusen geht es in der Saison noch um die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb. Nach drei Niederlagen in Folge (gegen Bremen, Hoffenheim und Leipzig) mit sage und schreibe elf Gegentoren gewann die Elf von Peter Bosz am vergangenen Samstag endlich einmal wieder. 1:0 hieß es am Ende beim Abstiegskandidaten VfB Stuttgart - sicherlich auch keine hohe Fußballkunst, aber immerhin wieder ein Schritt in die richtige Richtung.

Aktuell steht die Werkself auf Platz 8, läuft alles für die Leverkusener, ist sogar die Champions League-Quali noch drin. Dafür müssten allerdings Siege her - und die Konkurrenz schwächelt. Keeper Lukas Hradecky setzt jetzt auf einen Lerneffekt durch das Stuttgart-Spiel: "Wir haben es gebraucht zu sehen, dass es nicht so leicht ist, in der Bundesliga zu gewinnen und dass man sieht, dass wir kämpfen müssen. Wir müssen uns vielleicht selbst fragen, was in den drei Spielen zuvor los war. Heute war auf jeden Fall eine andere Männer-Einstellung auf dem Platz." Wichtig sei der Dreier gewesen, meinte auch Trainer Bosz gegenüber dem Kicker. Der Sieg habe seinem Team Selbstvertrauen zurückgegeben.

Das drückt sich auch in den Worten Mitchell Weisers aus, der noch eine Restchance auf einen Champions-League-Platz sieht: "Wir wissen, dass wir jedes Spiel gewinnen müssen, um international noch Chancen zu haben. Jetzt wollen wir gegen Nürnberg nachlegen", gibt sich der 24-Jährige kämpferisch.

So könnte der FCN spielen

  • Spielsystem: 4-1-4-1
  • Torwart: Im Tor steht Christian Mathenia.
  • Abwehr: Robert Bauer könnte erneut rechtshinten verteidigen. Tim Leibold, der gegen Schalke noch wegen einer allergischen Reaktion ausgewechselt wurde, kehrte am Dienstag ins Training der Nürnberger zurück und verteidigt wohl links. Die Innenverteiger könnten erneut Lukas Mühl und Ewerthon sein. Die Beiden haben sich in den letzten Spielen bewährt.
  • Mittelfeld: Das FCN-Dreieck im Mittelfeld dürften wieder Patrick Erras, Eduard Löwen und Kapitän Hanno Behrens bilden. Auf den Außenpositionen werden wahrscheinlich Sebastian Kerk und Matheus Pereira gegen die Werkself beginnen.
  • Sturm: Mikael Ishak soll in der Bayer-Abwehr für Gefahr sorgen: Der Schwede steht wahrscheinlich im Sturmzentrum.

So könnte Bayer Leverkusen spielen

  • Spielsystem: 4-3-3
  • Torwart: Im Tor ist Hradecky die erste Wahl - trotz der vielen Gegentoren zuletzt.
  • Abwehr: Im offensiv ausgerichteten 4-3-3 von Peter Bosz verteidigen zentral wahrscheinlich Tah und Sven Bender, rechts Weiser und links Wendell.
  • Mittelfeld: Brandt und Aranguiz werden wohl auflaufen. Zum Dreiermittelfeld könnten sich Baumgartlinger (defensivere Variante) gesellen oder Havertz, der vom Flügel ins Zentrum rückt. Als weitere Alternative fürs Zentrum steht Kohr bereit.
  • Sturm: Bailey und Paulinho oder eben Havertz sind die wahrscheinlichsten Optionen auf den Außenpositionen, in der Mitte stürmt Volland. Alario ist eine zusätzliche Option.

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