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FCN verliert mit 0:4 gegen HSV: Bittere Heimpremiere für Canadi - das sagen die Spieler

Zweites Spiel, zweiter Sieg? Falsch gedacht: Der HSV gewinnt mit 0:4 in Nürnberg und sorgt für einen bitteren Heimspielabend im Max-Morlock-Stadion.
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Mikael Ishak (links) und Patrick Erras (rechts) verließen den Platz mit hängenden Köpfen Foto: Daniel Karmann/dpa
Mikael Ishak (links) und Patrick Erras (rechts) verließen den Platz mit hängenden Köpfen Foto: Daniel Karmann/dpa

FCN verliert deutlich gegen den HSV:Nach dem Auftaktsieg bei Dynamo Dresden am 1. Spieltag der Zweitligasaison kehrte die Euphorie ins Frankenland zurück. Drei Punkte entführten die Nürnberger aus dem Rudolf-Harbig-Stadion. Diesen frischen Wind wollte der FCN mit in die Partie gegen den Hamburger SV nehmen - doch daraus wurde nichts.

0:4 hieß es nach 90 Minuten. Der HSV zeigte am Montagabend bei Flutlicht im Max-Morlock-Stadion ein anderes Gesicht als noch vergangene Woche gegen den SV Darmstadt 98. Am 1. Spieltag war ein Elfmeter von Aaron Hunt in der 98. Minute nötig, um sich einen Punkt zu sichern. HSV-Trainer Dieter Hecking, der eine Nürnberger Vergangenheit hat, traf vor dem Spiel wohl den richtigen Nerv: Denn die Hamburger bewiesen an diesem Abend die nötige mentale Klarheit und den unbedingten Siegeswillen, was den FCN noch in Dresden ausgemacht hatte.

HSV siegt deutlich: Bittere Heimniederlage für Nürnberg

Fast 45.000 Zuschauer sahen das Topspiel des 2. Spieltags: Der erste Treffer für die norddeutschen Rothosen fiel bereits in der 12. Minute. Jeremy Dudziak hieß der Torschütze. Er vollendete die Vorlage des Ex-Nürnbergers Tim Leibold gekonnt. Club-Torhüter Mathenia blieb dabei chancenlos. In der Folge zeigte der FCN eine Reaktion: Es entwickelte sich ein Spiel mit vielen Zweikämpfen. Gerade als sich Nürnberg zu stabilisieren wähnte, sorgte HSV-Neuzugang Sonny Kittel für das 0:2 - per direktem Freistoß. Die neue Nummer 10 der Hamburger zirkelte den Ball über drei HSV-Spieler, die sich geschickt an Nürnbergs Mauer wegduckten, hinweg in die Maschen. Im Vergleich zum ersten Gegentor trug Nürnbergs Torhüter Mathenia in diesem Fall eine Mitschuld: Chancenlosigkeit den Ball zu parieren, kann man ihm nicht attestieren, da er sehr darauf spekulierte, dass Kittel den Ball direkt über die Mauer schießen würde. Im Endeffekt fehlte ihm ein guter Meter, um an den Ball zu gelangen.

Damir Canadi reagierte früh und wechselte noch vor der Halbzeit: Stoßstürmer Mikael Ishak ersetzte Mittelfeldspieler Lukas Jäger bereits in der 37. Minute. Die Nürnberger stellten auf ein 4-4-2-System um. Mit 0:2 ging es zum Pausentee.

FCN: Nürnberg kommt mit Dampf aus der Kabine

Die Halbzeitansprache von Canadi schien zu fruchten, denn der FCN kam mit mächtig Dampf aus den Katakomben. Neuzugang Iuri Medeiros verfehlte das Hamburger Tor mit seinem Schlenzer (53. Minute) am knappesten - einer von vielen Nürnberger Versuchen an diesem Abend, der einen Tick zu ungenau war. Auch Dovedans Versuch (63. Minute) landete abgefälscht auf dem HSV-Tordach.

Die Entscheidung dann durch einen ehemaligen Fürther: Khaled Narey, erst sieben Minuten auf dem Platz, veredelte einen Konter zum 0:3. Sein Fernschuss schlug links unten ein. In der Folge war das Topspiel des 2. Spieltags entschieden. Das 0:4 für Hamburg durch ein Eigentor von Tim Handwerker passte schlussendlich in das Bild eines gebrauchten Abends des 1.FC Nürnberg.

Circa 4000 Auswärtsfans feierten die ersten drei Punkte für den HSV in dieser Spielzeit. Den Heimfans blieb nur den Nachhauseweg nach einem enttäuschenden Heimspiel anzutreten.

Niederlage gegen HSV: Das sagt Canadi zum 0:4

Der Nürnberger Trainer zeigte sich nach Abpfiff sichtlich enttäuscht:

Auch Torhüter Christian Mathenia äußerte sich nach dem Spiel: "Wenn man zuhause 0:4 verliert, kann etwas nicht richtig gelaufen sein. Wir hatten uns viel vorgenommen, sind aber schlecht reingekommen. Die ersten beiden Schüsse waren gleich drin. Nach der Pause haben wir dann versucht, es nochmal rumzureißen und das Stadion mitzunehmen. Aber es hat heute nicht gereicht. Es war kein guter Tag für uns", wird er auf der FCN-Homepage zitiert.

Kapitän Hanno Behrens prangerte vor allem das Zweikampfverhalten des FCN an: "Wir sind kaum in die Zweikämpfe gekommen. Da müssen wir uns steigern."

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