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Fußball-Bundesliga

FCN und Greuther Fürth spielen wieder ab Sonntag – das ändert sich in der Bundesliga

Fans des FCN und Greuther Fürth dürfen sich freuen: Nach langer Corona-Zwangspause startet wieder die erste und zweite Bundesliga. Am Sonntag dürfen auch der 1. FC Nürnberg und SpVgg Greuther Fürth zurück auf den Platz - für Spieler und Fans wird allerdings einiges anders.
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Jubelt Robin Hack gegen den Hamburger SV erneut? Am Donnerstagabend trifft der FCN auf die Rothosen aus Norddeutschland. Foto: Timm Schammberger/dpa
Können die FCN-Fans bald wieder jubeln? Die Bundesliga startet an diesem Wochenende. Foto: Timm Schammberger/dpa

FCN und Greuther Fürth spielen ab Sonntag (17. Mai 2020): Nach 65 Tagen Corona-Pause rollt in der Fußball-Bundesliga ab Samstag (16. Mai 2020) wieder der Ball. Es war die längste nicht winterbedingte Liga-Pause. Die Entscheidung, die restlichen Saisonspiele ohne Zuschauer stattfinden zu lassen, bringt Änderungen für Fans. Was ist neu beim Neustart der Saison?

Bundesliga im Free TV: Die Fans können zumindest die nächsten zwei Spieltage live im Free-TV dabei sein. Der Pay-TV-Sender Sky wird seine Konferenz-Schalten von den Geisterspielen der 1. Liga am Samstag und der 2. Liga am Sonntag am 26. und 27. Spieltag auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD zeigen. Offen war noch, ob der kostenpflichtige Streamingdienst DAZN am Montag die Partie von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen live überträgt. Hintergrund ist ein Streit zwischen der DFL und Eurosport, dessen Rechte DAZN als Sublizenznehmer übernommen hat.

FCN und Greuther Fürth freuen sich auf Bundesliga-Start

Bei den fränkischen Fußball-Clubs ist die Vorfreude trotz der neuen Corona-Regeln groß. "Wir freuen uns, dass wir unserem Beruf wieder nachgehen dürfen. Gleichzeitig wissen wir, welche Verantwortung wir tragen. Damit werden wir sorgfältig umgehen!", sagte Stefan Leitl, Cheftrainer von Greuther Fürth, bei der Pressekonferenz am Donnerstag (14.05.2020). Greuther Fürth startet am Sonntag (17.05.2020) mit einem Heimspiel gegen den HSV

Auch der FCN-Trainer Jens Keller zeigt sich positiv - trotz ungewohnter Geisterspiele. "Es ist deutlich schöner mit Zuschauern, ohne Frage. Aber wenn ich auf den Platz gehe, will ich gewinnen. Das muss das Ziel sein.", so Keller am Freitag (15.05.2020) in der virtuellen Pressekonferenz. Der FCN tritt am Sonntag (17. Mai 2020) gegen den FC St. Pauli an.

Dürfen Fans überhaupt noch gemeinsam Fußball schauen?

Rudelgucken verboten: Das wird hart für gesellige Fußballfans. Stadion geschlossen - und auch vor dem Fernseher dürfen sich keine Gruppen versammeln. Da die Bundesliga-Konferenz im TV an den beiden nächsten Spieltagen frei empfangbar ist, sind die Anhänger aber nicht auf Kneipen mit Pay-TV angewiesen. Theoretisch könnte jeder im kleinen Kreis zu Hause schauen.

Die Polizeigewerkschaft hatte auch vor Ansammlungen an den Stadien gewarnt, wie beim ersten Geisterspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln. Clubs und Fans stehen seitdem im engen Austausch. Es werde an den Stadien nach Aussagen vieler Vereine nicht zum Massenauflauf kommen.

Jetzt fünf Wechsel erlaubt: Jetzt wird's voll an der Seitenlinie. Rechtzeitig vor dem Start hat die DFL für den Rest der Saison fünf statt drei Auswechslungen erlaubt. Damit sollen die Spieler angesichts des dicht gedrängten Kalenders im Zuge der Corona-Krise und möglicher Spiele bei großer Hitze im Sommer entlastet werden. Durchgeführt werden dürfen die Wechsel in der Pause und bei weiteren drei Gelegenheiten während der Spielzeit. Damit soll verhindert werden, dass Trainer in der Schlussphase mit vielen Auswechslungen auf Zeit spielen. BVB-Coach Lucien Favre begrüßt die Übernahme der FIFA-Empfehlung ausdrücklich: "Wir hatten zwei Monate kein Spiel, auch kein Freundschaftsspiel. Deshalb finde das sehr gut mit den fünf Auswechslungen."

Maskenpflicht und Hygiene: Auf Jubelarien nach Torerfolgen werden die Fans am Wochenende vergeblich warten. Laut Hygiene-Konzept der DFL sind Umarmungen und Abklatschen zu unterlassen, Ellbogen- und Fußkontakt hingegen erlaubt. "Wir werden uns was einfallen lassen», sagte Kölns Profi Mark Uth. Und noch eine Unsitte bei Fußballprofis ist ab sofort verboten: «Ausstoß von Speichel (Spucken) vermeiden", heißt es in der Richtlinien. Zunächst war auch eine Mundsschutzpflicht für die Trainer vorgesehen. Paderborns Trainer Steffen Baumgart meinte dazu: "Da ich einer bin, der 90 Minuten durchspricht oder pfeift, wird die Maske, denke ich, nicht so viel zum Einsatz kommen. Aber ich habe sie dabei." BVB-Trainer Lucien Favre sah  die Vorschrift entspannt: "Mit Maske an der Linie stehen, das müssen wir halt machen. Natürlich wäre es ohne Maske besser." Am Tag vor den ersten Spielen wurde die Regelung für die Coaches allerdings wieder aufgehoben. "Durch einen Mund-Nasen-Schutz würde ihre Tätigkeit als Trainer – inklusive der Erteilung von Anweisungen sowie angewandter Mimik und Gestik – erheblich eingeschränkt.", so DFL-Direktor Ansgar Schwenken gegeüber "Bild.de". Die Abstandshaltung während des Spiels würde zum Schutz der Trainer ausreichen. Für Spieler auf der Ersatzbank gilt die Mundschutz-Regel weiter.