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1. FC Nürnberg

FCN: So wollen Keller und Palikuca den Club aus der Krise führen

Für den 1. FC Nürnberg war es eine Hinrunde zum Vergessen. Der ambitionierte Bundesliga-Absteiger steckt in der 2. Liga im Tabellenkeller fest. Für Trainer und Sportvorstand ist klar: Es muss wieder nach oben gehen.
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Nach oben soll es wieder gehen für den 1. FC Nürnberg: Jens Keller hat dafür einen Plan. Foto: Daniel Karmann/dpa
Nach oben soll es wieder gehen für den 1. FC Nürnberg: Jens Keller hat dafür einen Plan. Foto: Daniel Karmann/dpa

Für Jens Keller geht es beim 1. FC Nürnberg mit der Arbeit im neuen Jahr erst so richtig los. Mehr als drei Wochen hat der Trainer nun Zeit, den Drittletzten der 2. Fußball-Bundesliga fit zu machen für den Abstiegskampf. Der erste Ernstfall steht dann am 30. Januar beim Aufstiegsanwärter Hamburger SV an.

1. FC Nürnberg: Trainingsauftakt für die FCN-Profis an diesem Samstag

"Jetzt ist es einfach mal so, dass wir arbeiten können", äußerte Keller mit Blick auf den Trainingsauftakt an diesem Samstag (14.00 Uhr) auf dem Vereinsgelände. "Für einen Trainer ist es immer gut, wenn man einige Trainingseinheiten mit der Mannschaft in Ruhe machen kann. Denn im Alltag geht es immer nur ums Gewinnen. Egal, was du gearbeitet hast, du musst Punkte holen."

Keller will mit dem Club so schnell wie möglich raus aus der Abstiegszone

Kellers Nahziel lautet: So schnell wie möglich raus aus der Abstiegszone. Das sagte er schon nach dem 2:0 im finalen Punktspiel 2019 gegen Dynamo Dresden. "Die Tabelle ist immer noch eng zusammen. Wir haben den Abstieg nicht verhindert. Wir müssen gucken, dass wir in ruhige Fahrwasser hineinkommen. Andere Dinge gibt es aktuell nicht auszugeben", sagte Keller, der den erfolglosen Österreicher Damir Canadi im November abgelöst hatte.

"Es war wichtig, mit dem Gefühl eines Sieges in die Pause zu gehen", sagte der neue Club-Coach vor dem zweiwöchigen Weihnachtsurlaub. Erst in der fünften Partie unter seiner Regie gelang der erste Erfolg. 19 Zähler nach 18 Punktspielen sind eine katastrophale Ausbeute für den Club, der im Sommer mit der Hoffnung Wiederaufstieg in die Saison aufgebrochen war. "Man ist mit anderen Zielen gestartet und muss gucken, was man besser machen kann im neuen Jahr", sagte Keller.

Palikucas Mammutaufgabe: Neuzugänge, die sofort weiterhelfen

Gefordert ist neben ihm und der Mannschaft auch Robert Palikuca. Der Sportvorstand muss personelle Korrekturen am schlecht aufeinander abgestimmten Kader bewerkstelligen. Vordringlich gesucht werden zwei Defensivkräfte, die spätestens zum Trainingslager vom 13. bis 22. Januar in Marbella an Bord sein sollen. Palikuca sucht Neuzugänge, die "gleich Kandidaten für die Startelf" sein sollen.

Der mit 26 Akteuren üppig besetzte Kader soll zugleich verschlankt werden. Zu den Wechselkandidaten zählt etwa der einstige Torjäger Mikael Ishak. "Es gibt sicherlich noch Gespräche mit dem einen oder anderen Spieler", deutete Keller an. In der Vorbereitung will er vor allem zwei Trainingsinhalte angehen: "Unser Zweikampfverhalten ist immer noch nicht optimal. Wir müssen da viel mehr investieren. Auch in Ballbesitz müssen wir über 90 Minuten mutig Fußball spielen."

Schwachstelle Verteidigung: Die Hoffnungen ruhen auf Georg Margreitter

34 Gegentore in 18 Partien waren einfach zu viele. Mehr Stabilität ist nötig. Ein Hoffnungsträger könnte der erfahrene Österreicher Georg Margreitter sein, der nach einigen Verletzungen gegen Dresden der Defensive Halt gab. "Er ist einer, der redet, der dirigiert, der die Mannschaft pusht", lobte Keller den Innenverteidiger.

Erfreulich ist zudem, dass Torhüter Christian Mathenia nur drei Monate nach seinem Kniescheibenbruch schon wieder auf dem Platz trainiert. Die Nummer 1 könnte schon im Wintercamp in Spanien wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und bald ein Comeback feiern.

Das Offensivspiel will Keller in der Vorbereitung mit den Testspielen gegen den FC Bayern (11. Januar im Max-Morlock-Stadion) und NK Osijek sowie ZSKA Sofia während des Spanien-Aufenthaltes weniger abhängig machen von Robin Hack. Mit seinen Dribblings und seinem Doppelpack war der U21-Nationalspieler auch gegen Dresden der Matchwinner. Der Neujahrswunsch des 21 Jahre alten Flügelstürmers lautet: "Wir wollen eine bessere Rückrunde spielen und konstant Spiele gewinnen."

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