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1.FC Nürnberg

Nürnberg will raus aus dem Mittelmaß - Pokalpleite "tut extrem weh"

Nach dem DFB-Pokal-Aus herrscht Katerstimmung am Valznerweiher. Der FCN will schnellstmöglich aus dem Mittelmaß der 2. Liga raus: Am Montag gastiert der Club in Bochum.
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Damir Canadi schied am Mittwochabend mit dem FCN aus dem DFB-Pokal aus. Beim 1.FC Kaiserslautern verloren die Mittelfranken im Elfmeterschießen. Foto: Uwe Anspach/dpa
Damir Canadi schied am Mittwochabend mit dem FCN aus dem DFB-Pokal aus. Beim 1.FC Kaiserslautern verloren die Mittelfranken im Elfmeterschießen. Foto: Uwe Anspach/dpa

Nach dem Aus an einem kuriosen DFB-Pokal-Abend war die Stimmung beim 1. FC Nürnberg im Keller. Der Bundesligaabsteiger verpasste beim abstiegsbedrohten Drittligisten 1. FC Kaiserslautern den Einzug ins finanziell lukrative Achtelfinale und verschaffte sich nicht den ersehnten Rückenwind für eine Aufholjagd in der 2. Fußball-Bundesliga. "Das tut extrem weh", resümierte Offensivspieler Robin Hack am Mittwochabend nach dem denkwürdigen 5:6 (2:2, 2:2, 1:1) im Elfmeterschießen. Das peinliche Scheitern lasse sich "nicht nur mit Pech erklären".

FCN reist am Montag nach Bochum

Das Aus bei der Mannschaft des ehemaligen Nürnberger Interimscoaches Boris Schommers untermauerte den Status Quo bei den Franken deutlich: Der Club, in der 2. Bundesliga nur Tabellenachter, ist Mittelmaß. Und am Montag (20.30 Uhr) bestreitet das Team von Trainer Damir Canadi das schwere Gastspiel beim angeschlagenen VfL Bochum. Der Ruhrpottverein zeigte bei seinem knappen Pokal-Aus gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München (1:2) tags zuvor, wie man sich in dem Wettbewerb Selbstvertrauen holen kann.

"Die Enttäuschung ist groß nach diesem Ausscheiden. Wir haben es uns anders vorgestellt", sagte Stürmer Mikael Ishak nach dem bösen Ausrutscher auf dem Betzenberg. "Dieses Spiel lässt einen mit keinem guten Gefühl zurück, das sah nicht gut aus. Wir müssen das Spiel analysieren und viel verbessern."

Die Defizite sind bekannt. Die Nürnberger Defensive steht nicht sicher, in der Offensive werden zu viele Chancen vergeben. 19 Tore haben die Franken in der 2. Liga erzielt, genauso viele auch schon kassiert. "Wir müssen dringend daran arbeiten, konstanter zu werden", empfahl Hack. Es wird Zeit.

In Kaiserslautern waren die Nürnberger durch zwei Elfmetertore von Timmy Thiele (8. Minute/74.) jeweils in Rückstand geraten. Das zwischenzeitliche 1:1 besorgte Lukas Jäger (15.).

FCN verliert gegen Lautern: Keeper Grill im Fokus

Kaiserslauterns U21-Nationalkeeper Lennart Grill brachte die Gäste kurz vor dem Abpfiff der regulären Spielzeit mit einem schlimmen Patzer zurück ins Spiel. Der 20-Jährige übersah in der 89. Minute den hinter ihm lauernden Angreifer Michael Frey, der ihm den Ball vom Fuß stahl und zum 2:2 ins leere Tor schob.

"Der Gegner stand extrem dicht und wollte uns über Konter weh tun. Das haben wir aber fast immer gut verteidigen können", erläuterte Canadi. "Wir haben aber auch selbst zu wenige Situationen geschaffen, in denen wir den Gegner in Bedrängnis gebracht haben und gehen dann mit einer glücklichen Situation in die Verlängerung."

Nach 116 Minuten musste dann Verteidiger Enrico Valentini zwischen die Pfosten, weil sich Nürnbergs Keeper Patric Klandt schwer an der linken Achillessehne verletzt hatte und das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war. Im Gegensatz zu Grill, der im Elfmeterschießen den Versuch von Tim Handwerker parierte, konnte Valentini aber keinen Strafstoß abwehren. "Es war Dramatik pur, für die Zuschauer war es ein Riesenspiel", befand Canadi. "Für uns war das natürlich eine riesige Enttäuschung."

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