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1. FC Nürnberg

FCN-Trainer Jens Keller: "Wieder oben angreifen"

Der 1. FC Nürnberg hat am Mittwoch seinen neuen Cheftrainer vorgestellt: Jens Keller folgt damit auf Damir Canadi.
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Jens Keller ist Nürnbergs neuer Trainer. Foto: Kevin Kurek/dpa
Jens Keller ist Nürnbergs neuer Trainer. Foto: Kevin Kurek/dpa

Update, 13.11.2019: FCN-Trainer Keller vorgestellt

Der neue Trainer Jens Keller hält den 1. FC Nürnberg für qualitativ konkurrenzfähig und will seinen Fußballern die in der jüngsten Krise verlorene Sicherheit zurückgeben. "Jeder Spieler hat schon bewiesen, was er kann", sagte der 48-Jährige bei seiner Vorstellung am Mittwoch und setzt zunächst darauf, "dass die Mannschaft wieder Selbstvertrauen kriegt und wieder an sich glaubt". Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

 

Keller war vom fränkischen Traditionsverein als Nachfolger des freigestellten Damir Canadi verpflichtet und mit einem Vertrag bis Sommer 2021 ausgestattet worden. Nach zuletzt nur einem Sieg aus zehn Pflichtspielen ist der Club in der 2. Liga auf Rang 14 abgerutscht.

Der noch im Sommer als Ziel für die nächsten zwei Jahre ausgegebene Aufstieg liegt in weiter Ferne. Sportvorstand Robert Palikuca stellte aufgrund der aktuellen Situation klar, "dass wir versuchen sollten, diese Saison in ruhige Fahrwasser zu kommen". Mittelfristig bleibe es aber dabei, dass die Nürnberger "wieder oben angreifen" wollen.

Medien: Jens Keller übernimmt Traineramt beim FCN

Wie zunächst der TV-Sender Sky berichtete, tritt der 48-Jährige die Nachfolge des in der vergangenen Woche freigestellten Österreichers Damir Canadi an. Keller soll beim fränkischen Fußball-Zweitligisten am Mittwoch (13. November 2019) vorgestellt werden. "Ich kann bestätigen, dass ich in sehr guten Gesprächen mit dem FCN stehe, aber unterschrieben ist der Vertrag noch nicht. Aber wir sind auf einem guten Weg", sagte Keller der Bild.

"Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen", erklärte ein Sprecher des "Club" am Dienstag. "Wir vermelden erst etwas, wenn es etwas zu vermelden gibt." Sportvorstand Robert Palikuca sagte der "Bild": "Ich habe dem Aufsichtsrat gestern meine Pläne vorgestellt. Wenn alles gut läuft, wird der neue Trainer heute unterschreiben und morgen in Nürnberg auf dem Platz stehen." Verhandlungen mit dem früheren Kölner Markus Anfang, der auch als Kandidat gegolten hatte, sollen sich zerschlagen haben.

Keller war auf seiner letzten Station gescheitert. Der gebürtige Stuttgarter hatte im Dezember 2018 den stark abstiegsbedrohten Zweitligisten FC Ingolstadt übernommen. Nach fünf Pflichtspielniederlagen nacheinander trennten sich die Schanzer dann im April aber wieder von Keller. Der frühere Bundesligaspieler war nach Stefan Leitl und Alexander Nouri der dritte FCI-Trainer in jener Saison gewesen - am Ende stieg Ingolstadt in die 3. Liga ab.

Nach Canadi-Rauswurf beim FCN: Jens Keller soll es besser machen

In Franken soll es Keller besser machen. Die auf den 14. Tabellenplatz abgerutschten Nürnberger hatten sich vor einer Woche nach nur rund vier Monaten von Canadi getrennt. Interimstrainer Marek Mintal erlebte mit dem 1:5 am Sonntag gegen Arminia Bielefeld einen desaströsen Einstand. "Ich hoffe, wenn der neue Trainer kommt, kriegt er das in kürzerer Zeit hin, damit die Jungs besser spielen und die Punkte holen, die wir unbedingt brauchen", hatte Mintal gesagt.

 

Keller hat Erfahrung. In der Bundesliga betreute er den VfB Stuttgart und den FC Schalke 04. Danach war er Coach von Union Berlin und schloss die Zweitligasaison 2016/17 sogar als Vierter ab. Eine Schwächephase im Endspurt kostete den möglichen Aufstieg. Im Dezember 2017 musste Keller dann vorzeitig gehen - ebenso in Ingolstadt.

Die Aufgabe in Nürnberg ist nicht frei von Risiko. Der Kader verfügt zwar über viel Potenzial. Von den letzten zehn Pflichtspielen gewannen die Franken aber nur eines. Vor allem die Defensive muss Keller in Form bringen. Mit 27 Gegentoren ist der FCN Zweitligaschlusslicht. Sein Debüt würde Keller nach der Länderspielpause am 24. November geben - ausgerechnet im ewig-brisanten Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth.

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