Nürnberg
1. FC Nürnberg

DFB-Pokal: Der Club zu Gast in Ingolstadt - Geis im Kader, Mathenia bleibt zu Hause

Die erste Runde des DFB-Pokals steht an: Am Freitag (20.45 Uhr) ist der 1. FC Nürnberg beim Drittliga-Tabellenführer FC Ingolstadt gefordert. Das bayrisch-fränkische Derby verspricht Spannung, denn der FCI ist gut in Form, während der Club Wiedergutmachung für die Klatsche gegen den HSV will.
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Nürnbergs Trainer Damir Canadi muss nach der 0:4-Klatsche seines Teams gegen den Hamburger SV reagieren. Gegen den FC Ingolstadt muss der FCN am Freitag im DFB-Pokal ein anderes Gesicht zeigen. Foto: Daniel Karmann/dpa
Nürnbergs Trainer Damir Canadi muss nach der 0:4-Klatsche seines Teams gegen den Hamburger SV reagieren. Gegen den FC Ingolstadt muss der FCN am Freitag im DFB-Pokal ein anderes Gesicht zeigen. Foto: Daniel Karmann/dpa

FCN zur 1. Runde im DFB-Pokal beim FC Ingolstadt: Es war ein herber Rückschlag für den 1. FC Nürnberg. Nach dem erfolgreichen Zweitliga-Auftakt gegen Dynamo Dresden folgte am vergangenen Montagabend die Ernüchterung: Mit 0:4 kamen die Franken vor eigenem Publikum gegen den Hamburger SV unter die Räder. Und auch wenn die Partie womöglich noch ein juristisches Nachspiel hat - die sportliche Leistung kann Club-Coach Daniel Canadi nicht gefallen haben.

Ingolstadt gegen Nürnberg: Canadi appelliert an die Ehre der Club-Profis

Vor dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim Drittligisten FC Ingolstadt hat Canadi daher auch an die Ehre seiner Profis appelliert. "Wir wollen eine Wiedergutmachung für die Fans und zeigen, dass wir mit Leidenschaft Fußball spielen können", forderte der Coach vor der Partie am Freitagabend (20.45 Uhr/Sky) in Ingolstadt. Canadi stellt seine Schützlinge auf eine komplizierte Begegnung ein und verlangt ein besseres Zweikampfverhalten als gegen den HSV. "Das 0:4 hat mir weh getan", berichtete Canadi. "Da muss man auch mal Mentalität zeigen."

Canadi muss Team verändern: Mathenia fährt nicht mit nach Ingolstadt

Sein Team verändern muss der Club-Coach in jedem Fall - wenn auch nicht unbedingt auf der Position, wo es nötig wäre, denn an Keeper Christian Mathenia lag es nicht, dass die Nürnberger derart abgeschossen wurden. Doch die etatmäßige Nummer 1 wird in Ingolstadt nicht auflaufen, denn Mathenias hochschwangere Freundin erwartet ein Kind. Hoffnung auf einen Einsatz kann sich dagegen Neuzugang Johannes Geis machen, der auf der Sechserposition eine tragende Rolle spielen soll. Geis habe in den ersten Tagen seit seiner Ankunft einen guten Trainingseindruck gemacht, sagte Canadi. "Er wird im Kader stehen."

FCN: So könnten die Nürnberger spielen

 

  • System: 4-1-3-2
  • Tor: Nummer 1 Christian Mathenia wird nicht spielen. Für ihn wird Andreas Lukse gegen den FCI das Tor hüten.
  • Abwehr: Wahrscheinlich ist eine Rückkehr zur Viererkette. Das genaue Personal ist aber noch nicht ganz klar. Rechts hat vermutlich Enrico Valentini die Nase vor Oliver Sorg vorn. Links könnten Tim Handwerker oder Fabian Nürnberger zum Einsatz kommen. Im Zentrum scheint Neuzugang Asger Sörensen gesetzt. Neben ihm könnten Lukas Mühl oder Georg Margreitter auflaufen.
  • Mittelfeld: Parick Erras gibt den Abräumer vor der Abwehr. Davor Kapitän Hanno Behrens, flankiert von Iuri Madeiros rechts und Robin Hack links. Möglich ist auch, dass Canadi nur mit einer Spitze spielen lässt und dafür Simon Rhein ins Mittelfeld ziehen wird.
  • Angriff: Mit Mikael Ishak und Nikola Dovedan könnte eine Doppelspitze stürmen. Entscheidet sich Canadi für einen zusätzlichen Mittelfeldspieler, wird Dovedan wohl als einizige Spitze übrig bleiben

 

Der Nürnberger Gegner FC Ingolstadt ist vor dem bayrisch-fränkischen Kräftemessen am Freitagabend in einer komfortablen Lage. "Wir haben nichts zu verlieren und spüren nur Lust und Vorfreude", sagt FCI-Trainer Jeff Saibene, der die Oberbayern nach dem Abstieg in die 3. Liga übernommen hatte und nach vier Spielen an die Tabellenspitze geführt hat (10 Punkte, 8:3 Tore). "Volles Stadion, tolles Wetter - besser geht's nicht!"

Die Favoritenrolle schiebt der Luxemburger gern den Gästen zu, glaubt aber an einen möglichen Coup: "Es muss bei uns alles passen. Wir gehen nicht chancenlos in die Partie und können frei aufspielen."

FCI: So könnten die Ingolstädter auflaufen

 

  • System: 4-4-2 flach
  • Tor: Im Tor steht Fabijan Buntic, alles andere wäre eine Überraschung.
  • Abwehr: Marcel Gaus (links) und Pascal Kurzweg (rechts) werden auf den Außenbahnen verteidigen. Im Zentrum spielt Björn Paulsen, entweder neben Thomas Keller oder Jonathan Kotzke.
  • Mittelfeld: Robin Krauße und Georgis Pintidis bilden das Zentrum, rechts sorgt Ex-Bundesliga-Profi Maxi Beister für Gefahr, über den linken Flügel kommt Patrick Sussek.
  • Angriff: Kapitän Stefan Kutschke ist gesetzt. Der 30-Jährige traf zuletzt doppelt gegen die Würzburger Kickers. Daneben könnte - wie gegen die Kickers - der junge Filip Bilbija beginnen. Mehr spricht aber für Fatih Kaya, der nach seiner Einwechslung gegen Würzburg ebenfalls erfolgreich war

 

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