Stuttgart
1.FC Nürnberg

FCN gegen VfB: So könnten die Mannschaften am Samstag spielen

Der FCN lebt noch: Nach dem Heimsieg gegen den FC Augsburg haben die Franken neuen Mut geschöpft. Am Samstag steht der nächste Abstiegskrimi an: Der FCN reist zum Auswärtsspiel nach Stuttgart.
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Eduard Löwen erzielte gegen den FC Augsburg das 3:0. Zum Jubeln drehte er in Richtung der Nürnberger Nordkurve ab. Foto: Daniel Karmann/dpa
Eduard Löwen erzielte gegen den FC Augsburg das 3:0. Zum Jubeln drehte er in Richtung der Nürnberger Nordkurve ab. Foto: Daniel Karmann/dpa
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Nach Heimsieg gegen Augsburg - FCN muss nach Stuttgart: Nach dem verdienten Heimsieg am vergangenen Samstag gegen den FCA steht für den 1.FC Nürnberg bereits das nächste Knallerspiel im Abstiegskampf an. Der FCN reist am Samstag (Anpfiff: 15.30 Uhr) ins Schwabenland zum VfB. Nach der fast endlosen Durststrecke von 20 Spielen ohne Sieg, konnte der Club gegen den FC Augsburg wieder drei Punkte einfahren. Linksverteidiger Tim Leibold, der nach einer Gelb-rot-Sperre in die Startelf zurückkehrte, brachte seine Erleichterung nach den 90 Minuten auf den Punkt: "Der letzte Sieg war gefühlt vor drei Jahren."

"Der Schlüssel war, dass wir von Anfang an aggressiv dabei waren, wir haben mit viel Power gespielt."

FCN-Kapitän Hanno Behrens nach dem Heimsieg

Ex-Stuttgarter Leibold stand auch im Hinspiel gegen Stuttgart in der Startelf: Anfang November verlor der FCN das Heimspiel gegen den VfB mit 0:2. Ex-Trainer Michael Köllner analysierte damals: "Das war ein verdienter Sieg für Stuttgart." Der Oberpfälzer fügte hinzu, dass der FCN die Punkte, die man liegen gelassen habe, zurückholen müsse - vielleicht auch da, wo keiner damit rechne. Die "verlorenen" drei Punkte aus dem Hinspiel könnte sich der Club am Samstag "zurückholen": Nach dem 3:0 gegen Augsburg scheint der FCN neues Selbstvertrauen im Kampf gegen den Abstieg getankt zu haben. Immerhin gaben die Mittelfranken die rote Laterne nach Hannover weiter.

Trainer Schommers im inFranken.de-Interview: Mission Klassenerhalt in Nürnberg - er will "alle überraschen"

Nürnberg im Abstiegskampf: Am Samstag gegen den VfB Stuttgart

Nach Augsburg wartet auf Nürnberg bereits der nächste direkte Konkurrent im Kampf um den Ligaverbleib. Vor dem Spiel lohnt sich ein Blick auf die aktuelle Tabellensituation, den Gegner aus Baden-Württemberg und den Nürnberger Kader.

  • Die Tabelle: Derzeit rangiert der FCN auf Platz 17 der Bundesligatabelle. Mit einem Sieg beim VfB könnte Nürnberg bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heranrücken. Die Konkurrenz aus Hannover muss zum Nachbarschaftsduell nach Wolfsburg, was für das Team von Thomas Doll nach der jüngsten Heimpleite gegen Schalke 04 nicht einfach werden dürfte. Augsburg empfängt die TSG Hoffenheim - eine ähnlich ambitionierte Mannschaft wie Wolfsburg, mit schielendem Blick auf die Europa-League-Plätze. Die anderen Kellerkinder stehen also vor schweren Aufgaben. Der Club könnte nach dem Sieg über den FCA die nächsten "Big Points" einfahren.

  • Der Gegner: Der VfB Stuttgart liegt aktuell auf dem Relegationsplatz und befindet sich in ähnlicher Abstiegsgefahr wie die Nürnberger. Klammert man die Stuttgarter Niederlage bei der Eintracht (3:0) aus, war zuletzt ein Aufwärtstrend bei Markus Weinzierls Mannschaft zu erkennen. Insbesondere in den letzten beiden Heimspielen (5:1-Sieg gegen Hannover und 1:1 gegen Hoffenheim) zeigte der VfB, dass ein Auswärtssieg in der Mercedes-Benz-Arena kein Selbstläufer ist.

    Gegen den Club wird der VfB gefordert sein, das Spiel zu machen: In der Regel liegt das den Schwaben. Mit spielstarken Mittelfeldspielern wie Steven Zuber oder Daniel Didavi und der nötigen Härte durch Santiago Ascacibar, verfügt der VfB über die entsprechenden Mittel, das Geschehen ins letzten Drittel des Gegners zu verlagern.

    Die Stuttgarter benötigen die drei Punkte, die am Samstag vergeben werden, ähnlich dringend wie der FCN. Chefcoach Markus Weinzierl gab sich nach der Niederlage in Frankfurt kämpferisch: "Wir haben noch insgesamt sieben Spiele, die nächsten beiden tragen wir vor heimischem Publikum aus. Wir werden uns weiter wehren. Unser Ziel ist es, es am letzten Spieltag den Klassenverbleib in der eigenen Hand zu haben." Auch Eintracht-Trainer Adi Hütter wählte lobende Worte: Der VfB habe eine tolle Mannschaft, die von der Qualität her, nichts mit dem Abstieg zu tun haben dürfte.

VfB: Gentner und Castro fehlen in der Zentrale

  • Im Frankfurt-Spiel verletzten sich auf Seiten des VfB zwei wichtige Säulen in der Zentrale: Gonzalo Castro und Christian Gentner fallen mehrere Wochen aus und fehlen den Schwaben im Abstiegskampf.

VfB-Ultras mit Ankündigung: Fan-Marsch vor FCN-Spiel

Die größte Ultra-Gruppierung unter den Anhängern des VfB Stuttgart "Commando Cannstatt" ruft vor dem Abstiegskrimi am Samstag zum gemeinsamen Fan-Marsch zum Stadion auf. Die Fans treffen sich bereits um 13 Uhr am Bahnhof im Stadtteil Bad Cannstatt und laufen gemeinsam zur Mercedes-Benz-Arena.

So könnte der FCN spielen

  • Spielsystem: 4-1-4-1
  • Torwart: Christian Mathenia wird auch gegen den VfB im Nürnberger Tor stehen.
  • Abwehr: Da Enrico Valentini bis Saisonende verletzt ausfällt, könnte wie auch gegen Frankfurt und Augsburg Robert Bauer rechtshinten verteidigen. Tim Leibold könnte den Pendant auf der linken Abwehrseite geben. In der Innenverteidigung stand das Duo Ewerthon-Mühl gegen Augsburg stabil: Der Brasilianer Ewerthon läuft wahrscheinlich trotz Rippenprellung gegen den VfB auf. Eine weitere Option hat der Trainer in Georg Margreitter, der zurück in die Innenverteidigung drängt.
  • Mittelfeld: Zentral vor der Viererkette muss sich Coach Schommers zwischen Petrak und Erras entscheiden: Für den Tschechen Petrak spricht, dass er es mit dem schwäbischen Mittelfeldmotor Ascacibar aufnehmen könnte. Erras hingegen könnte Behrens und Löwen, die vermutlich wieder auf den Halbpositionen im Mittelfeld agieren, entlasten. Auf dem rechten Flügel könnte Matheus Pereira den gegen Augsburg schwachen Kubo ersetzen. Der Brasilianer dürfte nach seinem Tor gegen den FCA vor Selbstvertrauen strotzen. Auf der linken Außenbahn bekommt wahrscheinlich Sebastian Kerk erneut den Vorzug vor Ivo Ilicevic.
  • Sturm: Mikael Ishak ist auch gegen Stuttgart Boris Schommers erste Wahl in vorderster Front. Der Schwede steuerte gegen den FCA das wichtige 1:0 bei.

So könnte der VfB spielen

  • Spielsystem: 3-3-3-1
  • Torwart: Das VfB-Tor hütet wie üblich Ron-Robert Zieler.
  • Abwehr: Die variable Dreierkette bestehend aus den drei Innenverteidigern Benjamin Pavard, Ozan Kabak und Marc-Oliver Kempf wird in der defensiven Umschaltbewegung zur Fünferkette. Auf den Außenverteidiger-Positionen verteidigen wahrscheinlich Emiliano Insua (links) und Andreas Beck (rechts). In der Innenverteidigung hat VfB-Trainer Markus Weinzierl in Timo Baumgartl eine weitere Option.
  • Mittelfeld: Da in der Zentrale Kapitän Gentner sowie Castro verletzungsbedingt ausfallen, kehrt Santiago Ascacibar in die Zentrale zurück, er könnte den alleinigen Sechser der Stuttgarter spielen. Vor ihm könnte Weinzierl auf eine kreative Dreierreihe setzen. Didavi als zentraler Spielgestalter, Zuber und Esswein auf den Außenpositionen.
  • Sturm: Im Sturm muss sich der Trainer zwischen dem variablen Gonzalez und Wandspieler Gomez entschieden: Wahrscheinlich fällt die Wahl, wie in Frankfurt, auf Nicolas Gonzalez.

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