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FCN gegen HSV: So könnten die Teams am Montagabend spielen

Der 1. FC Nürnberg ist mit einem Sieg erfolgreich in die Zweitligasaison gestartet . Am Montag kommt nun der HSV ins Max-Morlock-Stadion. Für die Hamburger war der Auftakt mit einem Unentschieden gegen Darmstadt eher durchwachsen. So könnten die Teams morgen spielen:
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Drei Punkte am ersten Spieltag: Damir Canadi jubelte mit dem FCN in Dresden. Foto: Robert Michael/dpa
Drei Punkte am ersten Spieltag: Damir Canadi jubelte mit dem FCN in Dresden. Foto: Robert Michael/dpa

FCN empfängt HSV am Montagabend: Drei Punkte in Dresden, ein Auftakt nach Maß! Mit einem Sieg im Gepäck trat der 1.FC Nürnberg vergangenen Samstag die Heimreise ins Frankenland an. Neuzugang Nikola Dovedan bescherte Damir Canadi ein Pflichtspieldebüt mit maximaler Punkteausbeute. Nach dem Auswärtserfolg gastiert am kommenden Montag der Hamburger SV im Max-Morlock-Stadion.

Für die Fans wird es am Montag aufgrund der größeren Bauarbeiten am Nürnberger Hauptbahnhof keinen S-Bahnverkehr zwischen Hauptbahnhof und Frankenstadion geben. Doch es stehen Alternativen zur Verfügung.

FCN empfängt Hamburger SV: Canadi fordert breite Brust

Insgesamt trafen die beiden Mannschaften bereits in 67 Begegnungen, drei davon im DFB-Pokal, aufeinander: In 35 Fällen sprang ein Sieg für die Hanseaten heraus. 16 Mal gewann der FCN. In 16 Partien wurden die Punkte aufgeteilt. Im Gegensatz zum 1.FC Nürnberg ist der HSV nicht mit drei Punkten in die neue Spielzeit gestartet: Gegen Darmstadt 98 sicherte Aaron Hunt erst in der 98. Spielminute per Elfmeter das Unentschieden im Volksparkstadion. Trotz der mageren Ausbeute zum Saisonstart zählt der HSV wie der FCN zu den Aufstiegsaspiranten der diesjährigen Zweitligasaison. Nürnberg-Trainer Canadi fordert von seiner Mannschaft im Duell das Team von Ex-FCN-Coach Dieter Hecking eine breite Brust: "Ich möchte, dass wir mutig und selbstbewusst auftreten und auch unsere Chancen suchen" sagte er auf der Pressekonferenz am Freitagnachmittag.

"Personell sieht es gut aus. Aktuell gibt es keine neuen Verletzten. Der eine oder andere, der in Dresden nicht begonnen hat, drängt in die Startelf", so Canadi. Trotz einer starken Mannschaftsleistung bei der SG Dynamo, könnte sich die erste Elf am Montagabend verändern:

FCN: So könnte die Mannschaft am Montag auflaufen

  • System: 5-2-2-1 bzw. 4-3-2-1
  • Torwart: Christian Mathenia wird das Nürnberger Tor hüten. Er möchte auch im zweiten Saisonspiel seine weiße Weste behalten.
  • Abwehr: Im Falle einer Fünferkette könnte erneut Patrick Erras als zentraler Innenverteidiger fungieren. Neben ihm verteidigen wahrscheinlich Neuzugang Asger Sörensen sowie Georg Margreitter. Sollte Canadi mit Viererkette spielen, bilden wohl Sörensen und Margreitter die Innenverteidigung. Auf den Außenverteidigerpositionen tobt ein enormer Konkurrenzkampf: Enrico Valentini ist als Rechtsverteidiger eigentlich gesetzt. Sein Konkurrent Oliver Sorg der aus Hannover zum FCN kam, lieferte allerdings die entscheidende Vorlage zum Tor in Dresden: Valentini dürfte jedoch aufgrund seiner Erfahrung die Nase vorn haben. Auf der linken Seite streiten sich Tim Handwerker und Sebastian Kerk um den Platz in der Startelf. Handwerker begann in Dresden, gegen den HSV könnte Kerk beginnen.
  • Mittelfeld: Im Falle einer Viererkette in der Abwehr, würde das Mittelfeld-Zentrum zusätzliche Stabilität erfahren. Patrick Erras würde somit eine Position nach vorne rutschen und als defensiver Sechser agieren. Kapitän Hanno Behrens und Lukas Jäger laufen wahrscheinlich auf den Achter-Positionen auf. Behrens ist als Spielführer gesetzt und Jäger überzeugte gegen Dynamo mit seiner sehr guten Laufleistung: 12,12 Kilometer spulte der 25-Jährige gegen Dresden ab.
  • Angriff: In der Offensivabteilung der Nürnberger könnte es ebenfalls Veränderungen geben - jedoch nicht in vorderster Front: Mikael Ishak wird wahrscheinlich erneut als Stoßstürmer eingesetzt. Der kantige Schwede wartet noch auf sein erstes Saisontor. Hinter ihm, wird es spannend. Zwei hängene Spitzen sind in Canadis System vorgesehen: Torschütze Nikola Dovedan hat dabei die besten Karten, er spielt wohl auch am Montag von Anfang an. Neben ihm läuft wahrscheinlich entweder Robin Hack oder Iuri Medeiros auf.

Beim Hamburger SV überwiegt nach Spieltag 1 und dem Heim-Remis gegen Darmstadt 98 (1:1) eher der Frust über den verspielten Sieg. HSV-Coach Dieter Hecking haderte nach dem Unentschieden zum Auftakt mit einem nicht gegebenen Elfmeter im ersten Durchgang nach einem Foul von Patrick Herrmann am Ex-Nürnberger Tim Leibold. Auch der Last-Minute-Elfmeter für die Rothosen konnte Hecking und die HSV-Führung nicht besänftigen - obwohl auch dieser Strafstoß umstritten war.

Den Mut wollen sie beim HSV aber nicht so schnell verlieren. "Wir haben viele Neulinge, noch längst nicht alle sind integriert. Wir wussten und haben immer betont, dass das Zeit benötigt", sagte Hecking dem Kicker, und: "Aber Erfolgserlebnisse helfen bei unserem Prozess, deshalb bewerte ich den Punkt positiv. Denn die Köpfe sind nicht runter gegangen." Gut möglich, dass gegen den Club personell dennoch etwas umgestellt wird.

HSV: So könnten die Hamburger spielen

  • System: 4-3-3
  • Torwart: Hecking hat sich vor der Saison auf Daniel Heuer Fernandes als Nummer 1 festgelegt und Julian Pollersbeck auf die Tribüne verbannt. Das muss zwar nicht die gesamte Saison so bleiben - am Montag wird allerdings aller Voraussicht nach wieder Heuer Fernandes zwischen den Pfosten stehen und Tom Michel auf der Bank sitzen.
  • Abwehr: Vieles spricht erneut für eine klassische Viererkette. Da der Mannschaftsteil gegen Darmstadt noch am besten funktionierte, spricht hier einiges für dasselbe Personal: Links Tim Leibold, zentral Rick van Drongelen und Kyriakos Papadopoulos und rechts Jan Gyamerah.
  • Mittelfeld: Im Dreiermittelfeld ist Kapitän Aaron Hunt gesetzt. Nebenmann Jeremy Dudziak lieferte gegen die Lilien eine durchwachsene Vorstellung ab. Gut möglich, dass an seiner Stelle David Kinsombi (defensivere Variante) oder Sonny Kittel (offensivere Variante) beginnen. Dahinter könnte wieder der junge Adrian Fein abräumen. Mit Özcan, Moritz oder David stehen noch weitere Optionen bereit.
  • Angriff: Lukas Hinterseer überzeugte nicht gegen Darmstadt. Bobby Wood wäre die erste Alternative als Stoßstürmer. Auf den Flügeln könnten wieder Bakery Jatta (links) und Khaled Narey (rechts) spielen. Doch auch Arsenal-Neuzugang Xavier Amaechi könnte zum Einsatz kommen. Auch Kittel könnte theoretisch weiter vorne auflaufen

FCN-HSV: Wie geht das Spiel aus?

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