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1. FC Nürnberg

FCN gegen Hannover: So könnten die Mannschaften heute Abend spielen

Der 1. FC Nürnberg benötigt dringend Punkte, um aus dem Niemandsland der Tabelle zu kommen. Am Montag geht es für Canadis Team nach Hannover.
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Die Miene von Nürnbergs Trainer Damir Canadi spricht Bände: Der FCN belegt nach sieben Spieltagen lediglich den 12. Tabellenplatz der 2. Bundesliga - zu wenig für die Ansprüche des Clubs. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Miene von Nürnbergs Trainer Damir Canadi spricht Bände: Der FCN belegt nach sieben Spieltagen lediglich den 12. Tabellenplatz der 2. Bundesliga - zu wenig für die Ansprüche des Clubs. Foto: Daniel Karmann/dpa
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"Es ist sehr ärgerlich", resümierte Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Aufsteiger Karlsruher SC vor heimischer Kulisse. Gegen die Badener hatte sich der 1. FC Nürnberg einen Heimsieg versprochen - nicht mehr und nicht weniger. Drei Punkte, die dem FCN geholfen hätten, den Rückstand auf die Aufstiegsplätze zu verringern. Auch Torschütze Johannes Geis, der per Elfmeter zum 1:0 traf, ließ seinem Frust freien Lauf: "Wir sind alle unzufrieden mit dem Ergebnis. Wir haben gut angefangen, machen das Tor und haben dann offenbar das Gefühl, etwas verlieren zu können. Wir lassen uns zu tief fallen und kriegen so das Gegentor. Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt", heißt es auf der vereinseigenen Homepage.

FCN in der Bringschuld: Canadi-Elf muss liefern

Der FCN liegt aktuell auf dem 12. Tabellenplatz: Neun von möglichen 21 Punkten fuhr der Club bisher ein, schoss zehn und kassierte 13 Tore - definitiv zu wenige eigene Treffer und zu viele Gegentore für die Ansprüche des Bundesliga-Absteigers 1. FC Nürnberg.

Am Montagabend (30. September 2019) hat der FCN nun die Chance am letzten Tag des Monats endlich den ersten September-Sieg einzufahren. Gegner im Flutlichtspiel ist Hannover 96. Die Hannoveraner sind ebenfalls aus der 1. Bundesliga ins Unterhaus abgestiegen und liegen hinter ihren Ansprüchen zurück. Das Team von Andre Breitenreiter konnte allerdings zuletzt durch einen 1:2-Erfolg in Kiel Selbstvertrauen tanken. Diese drei Punkte geben 96 Auftrieb vor dem Heimspiel am Montag. Für beide Mannschaften heißt die Devise: Verlieren verboten! Wer den Kürzeren zieht, droht in die Abstiegszone abzurutschen. Wer siegt, kann den Anschluss an das erste Tabellendrittel halten.

FCN: So könnte Nürnberg auflaufen

  • System: 4-4-2
  • Tor: Christian Mathenias Leistung stabilisierte sich zuletzt gegen den KSC wieder. Zuvor war der Torhüter in die Kritik geraten. Der 27-Jährige wird wohl auch gegen 96 das Club-Tor hüten.
  • Abwehr: Gegen Hannover setzt Canadi wahrscheinlich erneut auf eine Viererkette. Auf den Innenverteidiger-Positionen könnten erneut Lukas Mühl und Lukas Jäger auflaufen. Jäger erledigte seine Aufgaben gegen den KSC ordentlich - Mühl hingegen sah teilweise nicht gut aus. Georg Margreitter und Patrick Erras sorgen für Konkurrenzkampf in diesem Bereich und drängen in die Startelf. Als Außenverteidiger bekommen wohl Oliver Sorg und Tim Handwerker eine neue Chance. Handwerker dürfte von Sebastian Kerks schwacher Leistung auf dem linken Flügel profitieren, sonst hätte 25-Jährige eine Alternative linkshinten dargestellt.
  • Mittelfeld: Johannes Geis und Hanno Behrens bewiesen sich gegen Karlsruhe als Organisatoren im zentralen Mittelfeld. Zudem erzielte Geis ein Tor, so dass er erneut die Fäden im Nürnberger Mittelfeld ziehen dürfte. Spielführer Behrens läuft wohl neben ihm auf. Auf der rechten Außenbahn führt an Nikola Dovedan kein Weg vorbe, er wird spielen. Auf der linken Seite könnte der junge Neuzugang Gnezda Cerin eine Chance bekommen. Bereits gegen den KSC durfte er für eine Viertelstunde ran.
  • Sturm: Canadi könnte erneut auf eine Doppelspitze setzen. Michael Frey und Robin Hack stehen dafür zur Verfügung.

H96: So könnte Hannover spielen

  • System: 4-4-2
  • Tor: Ex-Nationalmannschafts-Keeper Ron-Robert Zieler ist die klare Nummer Eins bei den Niedersachsen. Er hütet das Hannover-Tor am Montag.
  • In der Viererkette könten Felipe und der Ex-Fürther Marcel Franke wieder ein Duo bilden. Rechts verteidigt wahrscheinlich erneut Julian Korb. Links duellieren sich Miiko Albornoz und Matthias Ostrzolek um den Startelf-Platz.
  • Mittelfeld: Das Mittelfeld der Hannoveraner ist spielstark besetzt. Dennis Aogo agierte gegen Kiel als Ballverteiler, der sich immer wieder zwischen die Innenverteidiger fallen ließ. Das könnte auch gegen den FCN ein Modell sein. Auf den Achterpositionen bieten sich Edgar Prib, ebenfalls ein ehemaliger Fürther, und Mark Stendera an. Die beiden bundesligaerfahrenen Spieler unterstützen die 96-Offensive immer wieder mit tiefen Läufen. Auf der Zehn war gegen die Kieler Genki Haraguchi zu Hause. Der Japaner trägt zwar die Rückennummer 10, weicht aber immer wieder auf die Außen aus, um die Angreifer zu füttern. Er dürfte auch gegen Nürnberg erste Wahl auf dieser Position sein.
  • Sturm: Coach Breitenreiter agiert gerne mit einer Doppelspitze. Und im Angriff ist Hannover erstklassig besetzt: Marvin Ducksch und der Ex-Nürnberger Cedric Teuchert dürften im Sturm auflaufen.

1.FC Nürnberg-Hannover 96: Wie geht das Spiel aus?

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