Dresden
1.FC Nürnberg

FCN gegen Dynamo Dresden: So könnten die Mannschaften morgen spielen

Der 1.FC Nürnberg startet am Samstag (13 Uhr) gegen Dynamo Dresden in den Ligabetrieb. Nach dem Abstieg ist mit Neu-Coach Damir Canadi die Hoffnung an den Valznerweiher zurückgekehrt: So könnten die Teams am Wochenende auflaufen.
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Zum Saisonauftakt gastiert der 1.FC Nürnberg bei der SG Dynamo Dresden. Am Samstagmittag will Nürnbergs neuer Trainer Damir Canadi direkt seine ersten drei Punkte in der neuen Spielzeit einsammeln. Foto: Robert Michael/dpa
Zum Saisonauftakt gastiert der 1.FC Nürnberg bei der SG Dynamo Dresden. Am Samstagmittag will Nürnbergs neuer Trainer Damir Canadi direkt seine ersten drei Punkte in der neuen Spielzeit einsammeln. Foto: Robert Michael/dpa
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FCN zu Gast in Dresden: Nach dem enttäuschenden Abstieg aus der 1. Fußball-Bundesliga herrscht neue Aufbruchsstimmung beim Club. Der 1. FC Nürnberg will sich in einer stark besetzten 2. Bundesliga behaupten.

Trainer Damir Canadi sagte nach dem überzeugenden Testspiel gegen Paris Saint-Germain (1:1) am vergangenen Wochenende im Sky-Interview: "Wir haben einen Umbruch eingeleitet und wollen eine Mannschaft aufbauen, die stabil ist." Dieser Prozess sei eher auf zwei Jahre als nur auf die kommende Saison ausgelegt, denn: "Wir wollen kein Fahrstuhlverein sein, der mal hoch- und wieder runtergeht."

Zum Auftakt geht es für die Franken nach Dresden. Die SG Dynamo empfängt den FCN am Samstagmittag (27. Juli 2019) um 13 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion.

Der erst in der Vorwoche von Sporting Lissabon geholte Iuri Medeiros werde am Samstag wohl zum Kader gehören, kündigte Canadi an. Ob der 25-jährige Portugiese eventuell sogar schon ein Kandidat für die Startelf sei, wusste der Coach nicht.

Insgesamt seien seine Schützlinge im Team des Absteigers "bereit und hungrig", sagte Canadi, seine Truppe "signalisiert Vorfreude auf das Spiel". Verzichten müssen die Franken neben den langzeitverletzten Adam Zrelak, Virgil Misidjan (beide Kreuzbandriss), Fabian Schleusener (Schienbeinbruch) und Alexander Fuchs (Mittelfußbruch) noch auf Neuzugang Felix Lohkemper, der wegen Wadenproblemen fehlt.

Canadi freut sich auf die Standortbestimmung gegen die Sachsen. Dass die Dresdner in der Sommerpause 1:6 gegen Paris Saint-Germain verloren haben, während der Club gegen die Franzosen 1:1 spielte, beeindruckt den Coach nicht. "Die Vorbereitung sollte man nicht überbewerten", sagte der Österreicher. "Uns erwartet in dem Stadion eine tolle Atmosphäre, aber darauf sind wir vorbereitet."

Grundsätzlich sieht er noch Luft nach oben in seinem Team. "Dass wir noch nicht am Zenit sind, das ist auch klar", sagte Canadi.

Zu Gast in Dresden: FCN will gleich punkten

Die Bilanz der beiden Mannschaften in der 2. Bundesliga könnte nicht ausgeglichener sein: Je einmal gewann Nürnberg beziehungsweise Dresden. In zwei von vier Partien trennet sich die Teams unentschieden.

Nürnbergs Coach Canadi testete in der Vorbereitung mehrmals ein 3-5-2-System aus. Gegen Paris St. Germain und Rapid Wien liefen die Franken in dieser Formation auf. Gegen Dynamo Dresden könnte Canadi allerdings ein anderes System als zuletzt wählen.

FCN: So könnten die Nürnberger spielen

  • System: 4-2-3-1
  • Tor: Im Tor wird Christian Mathenia stehen. Er geht als klare Nummer 1 in die Saison.
  • Abwehr: Enrico Valentini wird höchstwahrscheinlich rechts verteidigen. Eine Alternative zu Valentini wäre Neuzugang Oliver Sorg. Auf links liefern sich Tim Handwerker und Sebastian Kerk einen harten Konkurrenzkampf, in dem Kerk die Nase vorne haben dürfte. Das Innenverteidiger-Duo bilden wohl Georg Margreitter und Neuzugang Asger Sörensen.
  • Mittelfeld: Vor der Abwehr könnte Canadi auf zwei zentrale Sechser setzen: Lukas Jäger, Ondrej Petrak und Patrick Erras streiten sich um die Plätze in der Startelfplatz. Jäger könnte dabei die besten Karten beim Club-Trainer haben. Neben ihm dürfte Erras den Vorzug gegenüber Petrak erhalten. In der offensiven Dreierreihe davor bieten sich dem FCN-Trainer zahlreiche Möglichkeiten: Trotz der schweren Verletzung von Virgil Misidjan stehen mit Nikola Dovedan, Fabian Schleusener, Felix Lohkemper und Iuri Medeiros vier vielversprechende Neuzänge im Offensivbereich zur Verfügung. Dovedan und Lohkemper pausierten gegen PSG, weil sie angeschlagen waren. Für den Saisonstart dürften Dovedan fit werden, Lohkemper hingegen wohl nicht. Wahrscheinlich bilden Medeiros, Behrens und Dovedan das offensive Dreiergespann hinter dem Stoßstürmer. Schleusener ist noch verletzt.
  • Sturm: In vorderster Front kommt wohl Mikael Ishak zum Einsatz. Die Nummer 9 der Nürnberger soll für die nötige Torgefahr im Sechszehner sorgen.

Auch Dynamo Dresden testete im Vorfeld gegen den französischen Spitzenklub, zog sich beim 1:6 aber nicht so erfolgreich aus der Affäre wie der 1. FCN. Trainer Christian Fiel setzte beim Test auf ein 3-4-1-2 und so könnte Dynamo auch gegen den Club auflaufen.

Dresden: So könnte Dynamo spielen

  • System: 3-4-1-2
  • Tor: Im Tor spricht vieles für Kevin Broll, den Neuzugang von der SG Sonnenhof Großaspach. Womöglich beginnt aber auch Tim Boss.
  • Abwehr: Kapitän Marco Hartmann fehlt verletzt. Ganz hinten verteidigen deshalb wohl Florian Ballas, Jannik Müller und der junge Kevin Ehlers.
  • Mittelfeld: Im Zentrum machen René Klingenburg und Dzenis Burnic die Räume dicht, über links kommt Chris Löwe, auf der anderen Seite Niklas Kreuzer. Davor soll Baris Atik die Stürmer füttern. Wahlqvist wäre eine Alternative für die rechte Seite. Nikolaou und der junge Taferner stehen ebenfalls fürs Zentrum bereit.
  • Sturm: Hier ist vor allem unklar, ob Moussa Koné nach seiner Innenbandzerrung wieder rechtzeitig fit wird. Der 22-Jährige hatte sich im Test gegen PSG verletzt und musste vorzeitig ausgewechselt werden. Der Einsatz gegen Nürnberg könnte für den Senegalesen zu früh kommen. Wohl auflaufen wird Haris Duljevic. Erste Alternativen wären Sascha Horvath oder Lucas Röser.

FCN-Dynamo: Diese Strecke müssen Club-Fans auf sich nehmen

Die FCN-Fans müssen für das Auswärtsspiel in Dresden eine Strecke von circa 320 Kilometern auf sich nehmen, um ihre Mannschaft unterstützen zu können. Aktuell ist noch unklar, wie viele Anhänger den Club am Samstag unterstützen werden. Die aktive Fanszene des FCN hat via Faszination Nordkurve angekündigt, dass es am Samstag eine besondere T-Shirt-Aktion geben wird. An den Blockeingängen zum Auswärtsbereich wird es für 15 Euro rot-schwarze Szene-Shirts zu kaufen geben. mit dpa

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Noch bis Anfang September ist das Transferfenster der 2. Bundesliga geöffnet: Hier finden Sie alle Informationen zu den Transfers des FCN

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