Nürnberg
1.FC Nürnberg

FCN gegen Bayern München: So könnten die Mannschaften am Sonntag spielen

Der FCN steckt weiterhin im Tabellenkeller fest und benötigt dringend Zählbares, um den neunten Abstieg aus der 1.Bundesliga zu vermeiden. Am Sonntag gastiert Tabellenführer Bayern München in Franken: So könnten die Teams im Max-Morlock-Stadion auflaufen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Robert Lewandowski (zw. v. l.) nutzte im Hinspiel bereits in der 9. Minute eine Nürnberger Unsicherheit zum Führungstreffer der Bayern. Torhüter Fabian Bredlow springt dabei ins Leere. Foto: Sven Hoppe/dpa
Robert Lewandowski (zw. v. l.) nutzte im Hinspiel bereits in der 9. Minute eine Nürnberger Unsicherheit zum Führungstreffer der Bayern. Torhüter Fabian Bredlow springt dabei ins Leere. Foto: Sven Hoppe/dpa

FCN empfängt FC Bayern am Sonntag in Nürnberg: Knapp 80 Prozent Ballbesitz für die Bayern? Diesen Wert könnte die Statistik auch am Sonntag (28. April 2019) aufweisen, wenn Nürnberg München im Max-Morlock-Stadion empfängt. Dieser dominante Wert des Rekordmeisters war Ergebnis der ersten Halbzeit im Hinspiel, das die Bayern souverän mit 3:0 für sich entschieden. In der Allianz-Arena stand es dabei ziemlich früh 1:0 für München. Nach einer halben Stunde sogar 2:0 - Torjäger Robert Lewandowski schlug zwei Mal zu. Franck Ribery legte in Durchgang zwei schließlich das 3:0 nach, der FCB war Anfang Dezember zu gut für den FCN.

FCN gegen Bayern - die Bilanz: Nur elf Siege für die Nürnberger

Nun also das Rückspiel: Ende April hat sich daran kaum etwas geändert. Die Bayern grüßen von der Tabellenspitze, der Club aus dem Keller des Tableaus. Vor der Partie könnte die Rollenverteilung im bayerisch-fränkischen Duell kaum klarer sein. Bayern München reist als haushoher Favorit nach Mittelfranken. Der FCN nimmt dabei die Rolle des "Underdogs" ein. Auch ein Blick auf die Statistik zeichnet ein hoffnungsloses Bild für die Nürnberger: Aus 61 Begegnungen gewannen die Münchner 38, der FCN lediglich elf. Zwölf Spiele trennten sich die Teams unentschieden.

Der bayerischen Überlegenheit in der Statistik steht die fränkische Hoffnung auf den Klassenerhalt entgegen: Trotz der jüngsten FCN-Niederlage in Leverkusen (2:0) besteht weiterhin die Möglichkeit für den Club den Relegationsplatz zu erreichen - lediglich drei Punkte Rückstand sind es auf den VfB Stuttgart. Nach dem Spiel bei Bayer 04 zog Nürnbergs Trainer Boris Schommers ein positives Fazit: "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden." Ziel gegen Leverkusen sei es gewesen, die Räume sehr eng zu halten, so Schommers auf der Pressekonferenz nach der Partie. Dieses Vorhaben gelang dem Club insbesondere in der ersten Halbzeit. Auf diesem Abwehrverhalten kann Schommers aufbauen, denn am Sonntagabend erwartet den FCN ein noch dominanterer Gegner.

  • Die Tabelle: Der 1.FC Nürnberg könnte mit einem Punktgewinn einen "Big Point" im Abstiegskampf landen. Die Konkurrenz aus Stuttgart und Schalke muss gegen Mönchengladbach und gegen Dortmund im Ruhrpott-Derby antreten - keine einfachen Gegner. Der Letzte Hannover 96 empfängt Mainz 05. Für die Bayern zählen nur drei Punkte im Meisterschaftsrennen: Der FCB hat lediglich einen Punkt Vorsprung auf den BVB. Einen Ausrutscher darf man sich also nicht erlauben.
  • Der Gegner: Die Bayern haben aus den letzten zehn Ligaspielen 28 von möglichen 30 Punkten gesammelt. Lediglich beim SC Freiburg (1:1) ließ der Rekordmeister zwei Punkte liegen. In fünf der letzten zehn Spiele kassierte der Gegner mindestens vier Gegentore. Mit 79 Toren stellt Niko Kovacs Team die besten Offensive der Bundesliga, mit nur 29 Gegentreffern die zweitbeste Defensive nach RB Leipzig (23 Gegentore). In Robert Lewandowski hat der FCB den aktuell besten Torschützen in seinen Reihen (21 Tore). Die Maschinerie "FC Bayern" läuft also derzeit rund. Dominant, spielfreudig und mit dem Selbstverständnis eines Tabellenführers treten Kovacs Spieler aktuell auf. Am vergangenen Heimsieg gegen Werder Bremen (1:0) bemängelte der Bayerntrainer jedoch, dass zunächst zu wenig Tempo in Ballbesitzphasen herrschte. Spannend bleibt, in diesem Zusammenhang abzuwarten, ob die Bayern am Sonntag Geschwindigkeit auf den Platz bringen können. Schließlich hat der FCB 90 anstrengende Minuten aus dem Pokalfight in Bremen am Mittwochabend in den Knochen.

So könnten der FCN spielen:

  • Spielsystem: 4-1-4-1
  • Torwart: Im FCN-Tor steht erneut Christian Mathenia.
  • Abwehr: Robert Bauer könnte erneut rechtshinten, Tim Leibold linkshinten verteidigen. In der Innenverteidigung werden wahrscheinlich wieder Lukas Mühl und Ewerthon erste Wahl sein, obwohl Georg Margreitter für die Startelf bereitsteht.
  • Mittelfeld: Im Mittelfeld spielt sich das FCN-Dreieck aus Patrick Erras, Eduard Löwen und Hanno Behrens fest. Petrak könnte erneut auf der Bank Platz nehmen. Auf den Außenpositionen werden wahrscheinlich Matheus Pereira und Virgil Misidjan gegen den FC Bayern beginnen, um Tempo in die Umschaltbewegungen zu bringen.
  • Sturm: Mikael Ishak soll die Innenverteidigung des FCB beschäftigen.

So könnte die Bayern spielen:

  • Spielsystem: 4-2-3-1
  • Torwart: Das Bayern-Tor hütet Sven Ulreich, da Manuel Neuer verletzt ist.
  • Abwehr: Die Viererkette könnte sich aus Kimmich und Alaba auf den Außen sowie Süle und Boateng zusammensetzen in der Innenverteidigung zusammensetzen. Hummels kehrt erst im Laufe der Woche ins Mannschaftstraining zurück und könnte vorerst auf der Bank Platz nehmen.
  • Mittelfeld: Die bayerische Zentrale ist spanisch: Thiago und Javi Martinez bilden die Sechser, hinter einer offensiven Dreierreihe, bestehend aus Serge Gnabry rechts, Thomas Müller zentral und Kingsley Coman auf der linken Offensivseite. James Rodriguez kehrt wie Hummels erst unter der Woche ins Training zurück.
  • Sturm: An Robert Lewandowski führt im Bayern-Sturm kein Weg vorbei. Der Pole stürmt in vorderster Front.

FCN gegen Bayern München - wie geht das Spiel aus?

Im Video: Robert Palikuca als neuer Sportvorstand beim FCN

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren