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1. FC Nürnberg

FCN: Abwehrchef Ewerton vor Wechsel zum HSV - Ex-Coach Köllner will neuen Trainerjob

Neuigkeiten zum 1. FC Nürnberg: Während Abwehrspieler Ewerton offenbar zum Ligakonkurrenten Hamburger SV wechselt, meldet sich Michael Köllner zu Wort: Der Ex-Coach ist überzeugt, dass er mit dem Club die Klasse gehalten hätte.
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Nürnbergs Abwehrspieler Ewerton (rechts) steht vor einem Wechsel zum Hamburger SV. Foto: Maurizio Gambarini/dpa
Nürnbergs Abwehrspieler Ewerton (rechts) steht vor einem Wechsel zum Hamburger SV. Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Der Hamburger SV steht nach Informationen der "Bild"-Zeitung vor einer Verpflichtung des Brasilianers Ewerton vom 1. FC Nürnberg. Wie das Blatt berichtete, kann der 30 Jahre alte Abwehrspieler den fränkischen Fußball-Zweitligisten wegen einer Ausstiegsklausel in dem noch bis 2020 laufenden Vertrag für eine Ablösesumme von rund zwei Millionen Euro verlassen.

Hamburgs Sportvorstand Jonas Boldt wollte die Spekulationen am Mittwoch zum Trainingsauftakt der Hanseaten nicht bestätigen. "Ein grundsätzlich interessanter Spieler", meinte er im TV-Sender Sky lediglich. Nürnbergs Sportvorstand Robert Palikuca hatte der "Bild" zuvor gesagt: "Von Ewerton und dem HSV ist mir nichts bekannt."

Der Südamerikaner hatte die ersten Leistungstests des Sommers am Montag verpasst, weil er ich Brasilien Behördengänge zu erledigen hatte. Er wird eigentlich am Wochenende in Nürnberg zurückerwartet.

Nürnbergs Ex-Coach Köllner zu Zukunft: Bin "auch wählerisch"

Unterdessen hat sich der frühere Nürnberger Bundesliga-Coach Michael Köllner in einem Interview zu seiner Zukunft geäußert und auch noch einmal auf sein Engagement beim Club zurück geblickt. Köllner will zur neuen Saison wieder einen Trainerjob haben, dabei aber nicht jedes Angebot annehmen. Er sei "ehrlich gesagt auch wählerisch. Hauptsache ein Job - das gibt es bei mir nicht", sagte der 49-Jährige in einem Interview der Internetportale "spox.com" und "goal.com" am Mittwoch.

Der Fußballlehrer will sich nicht auf eine Liga beschränken. "Daher ist es mir überspitzt gesagt relativ egal, wo ich trainiere. Ich bin nicht auf Deutschland fixiert. Der Verein und die Aufgabe müssen passen. Das Land ist in dem Sinne nebensächlich."

Zu Gerüchten, wonach er zu Swansea City in die zweite englische Liga wechseln könne, sagte er nichts. "Natürlich ist England derzeit das Maß aller Dinge und sehr interessant", meinte Köllner lediglich. Ein Verein müsse zu seinen Werten und Vorstellungen passen, stellte er klar. "Wenn so etwas auf mich zukommen sollte, mache ich es. Und wenn nicht, dann lohnt es sich, auf die passende Aufgabe zu warten."

Köllner war im Februar beim FCN beurlaubt worden und hatte mit einer Aussage über seinen Co-Trainer Boris Schommers für Aufsehen gesorgt. Dessen Beförderung zum Chefcoach sei "so nicht besprochen" gewesen, sagte Köllner damals. Er meint, der Satz sei ohne Kontext "echt fatal" und wehrt sich gegen den Vorwurf des Nachtretens. "Ich habe ja nicht gesagt, dass ich Boris Schommers oder den Verein blöd finde."

Der Oberpfälzer glaubt, dass der Club mit ihm die Chance auf den Klassenerhalt gehabt hätte. "Ich bin nach wie vor überzeugt, dass wir das hauchdünn hätten schaffen können", sagte er. Der noch im Winter bekräftigte Plan habe vorgesehen, "in den letzten fünf, sechs Saisonspielen, wenn es bei den Konkurrenten unruhig wird und die Nerven ins Spiel kommen, unsere Chance zu nutzen", erklärte Köllner. Dazu kam es nicht: Köllner musste gehen, Nürnberg stieg ab.

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