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DFB-Pokal: So will der 1. FC Nürnberg die Wolfsburger besiegen

Ein Pokal-Coup gegen den VfL Wolfsburg wäre das Sahnehäubchen auf einem guten Halbjahr für Trainer Michael Köllner und seine Mannschaft.
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Letzter Einsatz in diesem Jahr: Für Tim Leibold, Kevin Möhwald und Patrick Kammerbauer (von links) könnte das Pokalspiel gegen Wolfsburg ebenso wie für Cedric Teuchert theoretisch auch das letzte Spiel im Club-Trikot sein. I Foto: Daniel Karmann, dpa
Letzter Einsatz in diesem Jahr: Für Tim Leibold, Kevin Möhwald und Patrick Kammerbauer (von links) könnte das Pokalspiel gegen Wolfsburg ebenso wie für Cedric Teuchert theoretisch auch das letzte Spiel im Club-Trikot sein. I Foto: Daniel Karmann, dpa
Mit riesiger Lust will der 1. FC Nürnberg nach sieben Jahren wieder ins DFB-Pokal-Viertelfinale einziehen und dem VfL Wolfsburg das Weihnachtsfest vermiesen. "Die Spieler werden sich reinschmeißen, jeder ist willens, ein Riesenspiel zu liefern", kündigte Club-Trainer Michael Köllner vor dem Achtelfinale zwischen Zweitligist und Bundesligist an diesem Dienstag (20.45 Uhr) an.
Der Coach wollte die 0:1-Niederlage der Wolfsburger bei den zuvor sieglosen Kölnern nicht überbewerten. "Im Pokal hat man immer das Gefühl, es könnte eine Überraschung geben, andererseits muss man diese Dinge schon realistisch betrachten", sagte Köllner. "Wenn man die Kader der beiden Mannschaften vergleicht, ist eigentlich klar, wer das Spiel gewinnt. Nichtsdestotrotz haben wir uns das Spiel verdient und natürlich auch Lust darauf, weiterzukommen. Es geht darum, dieses Bonusspiel zu genießen."


Letztes Achtelfinale vor sieben Jahren

Letztmals standen die Nürnberger in der Saison 2010/11 in der Runde der besten acht Teams, ehe sich Schalke als zu hohe Hürde erwies. Wolfsburg hat an die Dienstreisen nach Franken in den vergangenen Jahren keine besonders guten Erinnerungen. In 14 Pflichtspielen in Nürnberg gelangen dem VfL nur zwei Siege.

Für die magere Vorstellung in Köln forderte VfL-Coach Martin Schmidt nun Wiedergutmachung. "Nach einer Niederlage muss eine Reaktion kommen. Wir müssen zeigen, dass wir es um einiges besser können", sagte er. Sein Team wolle zeigen, dass es "bereit für den Kampf" sei. Er holt wahrscheinlich Mittelfeldspieler Maximilian Arnold, ins Team zurück. Der VfL-Kapitän fehlte in Köln wegen Übelkeit. Der Einsatz der angeschlagenen Innenverteidiger Felix Uduokhai und Anthony Brooks dürfte sich dagegen erst kurzfristig entscheiden. "Da wird es sehr, sehr knapp", sagte der ebenfalls erkältete Schmidt.


Überraschung im Pokal?

Nationalstürmer Mario Gomez, der in 13 Pflichtspiel-Einsätzen erst einmal traf, ist derzeit viel schlechter drauf als Nürnbergs Mikael Ishak, der inklusive Pokal bereits 13-mal jubelte. Köllner würde es begrüßen, wenn mehr als die erwarteten 25 000 Besucher den Weg ins Max-Morlock-Stadion finden würden. "Wenn wir alles abrufen und das Publikum frenetisch hinter uns steht, haben wir vielleicht eine Chance", glaubt Köllner. "Im Pokal hat man immer das Gefühl, es könnte eine Überraschung geben, andererseits muss man diese Dinge schon realistisch betrachten", erklärte Köllner vor dem Millionenspiel, das dem Sieger sicher 1,273 Millionen Euro einbringt. "Wenn man die Kader der beiden Mannschaften vergleicht, ist eigentlich klar, wer das Spiel gewinnt.

Nichtsdestotrotz haben wir uns das Spiel verdient und natürlich auch Lust darauf, weiterzukommen. Es geht darum, dieses Bonusspiel zu genießen."


Kein Extra-Training fürs Elfmeterschießen

Elfmeterschießen ließ Köllner, der auch wieder auf die in Kaiserslautern (1:1) fehlenden Cedric Teuchert und Patrick Kammerbauer zurückgreifen kann, nicht extra trainieren. "Ich hoffe, dass wir das früher lösen können", sagte der 47-Jährige, "dann sind wir eher zu Hause."

Für Tim Leibold, Kevin Möhwald, Patrick Kammerbauer und Teuchert könnte das letzte Pflichtspiel des Jahres theoretisch auch der letzte Einsatz im Club-Trikot sein. Ihre Verträge laufen nach der Saison aus, ohne eine baldige Einigung sind die Vier potenzielle Verkaufskandidaten für die Transferphase im Januar. Der Club muss abwägen zwischen erzielbaren Ablösesummen und zu großer sportlicher Schwächung. dpa/hst
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