Nürnberg
Nürnberg gegen Fürth

Club gegen Kleeblatt: Das 264. Frankenderby verspricht Brisanz - mehr Polizei vor Ort

Endlich wieder Frankenderby! Am Samstag steigt Nummer 264 des ewigen Duells zwischen Club und Kleeblatt. Ein Ex-Clubberer ist überzeugt vom FCN-Sieg.
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Im Hinspiel gab es einen Auswärtssieg für den Club.  Jubeln die Nürnberger auch am Ende des 264. Frankenderbys?  Foto: Nicolas Armer/dpa
Im Hinspiel gab es einen Auswärtssieg für den Club. Jubeln die Nürnberger auch am Ende des 264. Frankenderbys? Foto: Nicolas Armer/dpa
Es ist wieder Zeit für Deutschlands Rekordderby. Zum mittlerweile 264. Mal treffen der 1. FC Nürnberg und die SpVgg Greuther Fürth im ewigbrisanten Nachbarschaftsduell aufeinander. Der Spitzenreiter aus Nürnberg will mit einem Sieg am Samstag (13.00 Uhr/Sky) einen weiteren Schritt in Richtung Bundesligarückkehr machen. Von solchen Zielen sind die Gäste aus Fürth meilenweit entfernt. Im Kampf gegen den Abstieg aus der 2. Bundesliga wollen sie endlich auch einmal auswärts gewinnen. In bislang zwölf Gastspielen in dieser Saison ist das den Fürthern noch nicht gelungen.

Vor demDerby hat der frühere Kapitän Andreas Wolf dem 1. FC Nürnberg Aufstiegsreife bescheinigt. "Der Club hat Blut geleckt und steht ganz vorne. Das will kein Spieler mehr freiwillig hergeben. Wenn die Mannschaft auch weiterhin so konzentriert auftritt, dann bin ich auch überzeugt, dass sie da oben bleiben wird", sagte Wolf in einem am Donnerstag auf der Homepage des Fußball-Zweitligisten veröffentlichten Interview.


1. FC Nürnberg gegen SpVgg Greuther Fürth - Andreas Wolf tippt auf ein 2:0

Derzeit ist der 1. FC Nürnberg Spitzenreiter und hat acht Punkte Vorsprung auf Relegationsrang drei. Der 35-jährige Wolf erwartet im Prestigeduell gegen die SpVgg Greuther Fürther am Samstag einen Sieg seines langjährigen Vereins. "Wir sind gerade sehr gut dabei, die Mannschaft funktioniert richtig gut. Die Fürther haben sich zwar zuletzt etwas gefangen, aber ich sehe uns dennoch als Favoriten und gehe davon aus, dass wir unser Spiel durchziehen werden", sagte Wolf, der auf ein 2:0 des FCN tippt.

Schon das Hinspiel jenseits der Stadtgrenze hatte der Club mit 3:1 für sich entscheiden können. Ihren zuvor letzten Auswärtssieg gegen den Rivalen hatten die Nürnberger am 6. Oktober 1997 (1:0) gefeiert, die Partie fand damals aber im Frankenstadion statt. Der letzte Erfolg in Fürth lag sogar noch länger zurück und datierte vom 20. Oktober 1979 (4:1). Gewinnt der Club auch das Heimspiel am Samstag, hätte der Traditionsverein erstmals seit der Saison 1977/78 wieder beide Kräftemessen in einer Zweitliga-Saison gewonnen. In der vergangenen Spielzeit war das noch anders. Da gewannen die Fürther erstmals in einer Zweitliga-Spielzeit beide Derbys gegen den FCN - und erstmals seit 64 Jahren stand Fürth am Ende einer Saison sportlich besser da als der Club.


Kleeblatt-Trainer Buric freut sich auf das Derby

Es ist so ein Spiel, das jedem Freude macht. Wir können es kaum erwarten, dass das Spiel anfängt. Es ist spannend und offen", sagte der Fürther Trainer Damir Buric vor dem Franken-Derby. "Es ist ein besonderes Spiel, aber es gibt auch nur drei Punkte", meinte Club-Coach Michael Köllner, der auf ein "brutal starkes Defensivverhalten" seiner Mannschaft setzt.

Mehr als 2700 Fürther Fans werden sich auf den kurzen Weg über die Stadtgrenze ins Nürnberger Max-Morlock-Stadion machen. Die Polizei schätzt das Derby wie gewohnt als "Spiel mit hohem Risiko" ein und ist daher mit mehr Kräften vor Ort als bei gewöhnlichen Partien. Die genaue Anzahl der Beamten wird aber nicht genannt. "Ich hoffe, dass es ein friedliches Spiel wird mit einem sportlich fairen Wettkampf", sagte Köllner.

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