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Nürnberg
1. FC Nürnberg

Eintracht-Bamberg-Vorsitzender künftig im Club-Aufsichtsrat

Die Mitgliederversammlung beim 1. FC Nürnberg entwickelte sich zu einem Marathon. Die Aufsichtsratswahlen zogen sich hin. Mit Mathias Zeck, 1. Vorsitzender des FC Eintracht Bamberg, sitzt ab sofort ein ehemaliger Bamberger Sportreporter im Aufsichtsrat.
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SEin Vereinsmitglied hebt am 30.09.2014 während einer Abstimmung im Verlauf der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg in der Frankenhalle Nürnberg (Bayern) seinen Stimmzettel. Foto: David Ebener/dpa
SEin Vereinsmitglied hebt am 30.09.2014 während einer Abstimmung im Verlauf der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten 1. FC Nürnberg in der Frankenhalle Nürnberg (Bayern) seinen Stimmzettel. Foto: David Ebener/dpa
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Die mit Spannung erwartete Wahl von fünf neuen Aufsichtsräten beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg hat sich auf der Mitgliederversammlung in die Länge gezogen. Immerhin durften sich gleich 16 Kandidaten am Dienstagabend den etwas mehr als 2000 anwesenden Mitgliedern präsentieren. Trainer Valerien Ismael und seine Mannschaft hatten die Frankenhalle da bereits wieder verlassen.

Wie Radio Bamberg am frühen Mittwochmorgen meldet, wurde mit Mathias Zeck, 1. Vorsitzende des FC Eintracht Bamberg, ein ehemaliger Bamberger Sportreporter in den Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg berufen. Der 46-Jährige wurde mit 704 Stimmen knapp ins Gremium gewählt. Wie Radio Bamberg weiter meldet, mussten der Baiersdorfer Unternehmer Hanns-Thomas Schamel und seine Mitstreiter in der Frankenhalle eine Niederlage hinnehmen. Klaus Schramm und Siegfried Schneider flogen aus dem höchsten Club-Gremium.

Das Votum der Mitglieder dürfte Einfluss auf den zukünftigen Kurs des Bundesliga-Absteigers und auch Auswirkungen auf die Zukunft von Sportvorstand Martin Bader haben. Ein Dringlichkeitsantrag auf Abberufung von Aufsichtsratsmitglied Günther Koch scheiterte nach längerer Diskussion. Die erforderliche Zweidrittel-Mehrheit zur Zulassung kam nicht zustande.

Die vergangene Abstiegssaison in der Bundesliga hat der Club mit einem geringen finanziellen Gewinn abgeschlossen. Der  Jahresüberschuss betrug 409 000 Euro nach Steuern. „Wir sind mit dem Ergebnis nicht sehr zufrieden, aber zufrieden“, sagte Finanzvorstand Ralf Woy.

Die Bilanz wurde durch hohe Investitionen belastet, weil durch Trainerwechsel und Spielerkäufe der Abstieg abgewendet werden sollte. Der Sturz in die 2. Bundesligaliga wird die Franken ebenfalls teuer zu stehen kommen, da sich allein die TV-Einnahmen in der laufenden Saison mehr als halbieren dürften. Sie reduzieren sich auf etwa zehn Millionen Euro. Ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, werde schwierig, bestätigte Woy: „Dann könnten wir uns alle auf die Schulter klopfen.“

Die Gesamterträge stiegen im vergangenen Geschäftsjahr auf 64,4 Millionen Euro (Vorjahr: 54,4 Mio). Auch die Ausgaben lagen mit 64,0 Millionen deutlich höher als zuvor (53,7 Mio). Den Etat für den Lizenz-Bereich bezifferte der Verein mit 23,9 Millionen Euro. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2014 drückten den Club Schulden von 1,18 Millionen Euro.

Hier lesen Sie die Netzreaktionen zur Hauptversammlung am Dienstagabend:

 

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