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1. FC Nürnberg

1. FCN: Nürnberg winkt die Tabellenführung - "das wird kein Karnevalsspiel"

Der Club kann am Montag die Spitze der 2. Liga übernehmen - muss allerdings beim FC St. Pauli gewinnen. FCN-Coach Köllner: "Das wird ein harter Ritt":
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Der Club kann am Montag die Spitze der 2. Liga übernehmen - muss allerdings beim FC St. Pauli gewinnen.  Nürnbergs Kevin Möhwald (l)  und  Kollege Mikael Ishak sind bereit. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Club kann am Montag die Spitze der 2. Liga übernehmen - muss allerdings beim FC St. Pauli gewinnen. Nürnbergs Kevin Möhwald (l) und Kollege Mikael Ishak sind bereit. Foto: Daniel Karmann/dpa

Platz eins am Rosenmontag? Dem 1. FC Nürnberg bietet sich im schweren Auswärtsspiel beim FC St. Pauli mit einem Sieg die schöne Chance, nach der Düsseldorfer Niederlage in Berlin zum Abschluss des 22. Spieltages der 2. Fußball-Bundesliga die Fortuna als Tabellenführer abzulösen. Bedeutsamer aber noch ist die Aussicht, am Montagabend (20.30 Uhr/Sky) am Millerntor den Vorsprung auf Platz drei auf sieben Punkte ausbauen zu können.

Ein Selbstläufer wird dieses Unterfangen aus Sicht von Michael Köllner allerdings nicht. "Das wird ein harter Ritt werden", sagte der Club-Coach zur bevorstehenden Aufgabe. "Es wird kein Karnevalsspiel. Hamburg ist keine Karnevalshochburg", ergänzte er scherzhaft.


1. FC Nürnberg: Seit acht Spielen ungeschlagen

Seit acht Spielen ist der Club inzwischen ungeschlagen. Und das Nürnberger Team stellt zudem die beste Auswärtsmannschaft der Liga. "Wir können von unserer Mega-Bilanz auswärts zehren. Aber wenn wir drei Prozent weniger bringen, gehen wir am Millerntor gnadenlos ein", sagte Köllner. Seine Mannschaft habe aber "Stabilität" erreicht.

"Unsere Serie fußt darauf, dass wir stark Fußball spielen", sagte Köllner. In einer langen Trainingswoche hat er seine Mannschaft auf die herausfordernde Prüfung am Millerntor vorbereitet. Dabei gefiel ihm, dass im Training "hart um die Plätze gekämpft wird".


Margreitter kehrt zurück

Der Trainer des Tabellenzweiten kann wieder mit Georg Margreitter planen. Der Innenverteidiger hat seine muskulären Probleme überwunden und könnte sogar gleich wieder von Beginn an auflaufen. "Wir freuen uns, dass er wieder zur Verfügung steht", sagte Köllner.

Das Hinspiel in Nürnberg hatte der Club verloren. Es war eine Niederlage mit positiver Wirkung, bemerkte Köllner rückblickend: "Wir haben immer aus den Schlägen viel gelernt." Ein erneuter Schlag von St. Pauli am Rosenmontag soll aber unbedingt vermieden werden.


Kauczinski: "Wir haben etwas gutzumachen"

Das sehen die Hamburger naturgemäß etwas anders: St. Pauli steht nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie unter Zugzwang. "Wir haben etwas gutzumachen. Der letzte Auftritt war nicht das, was wir uns vorgestellt haben", sagte Trainer Markus Kauczinski. Verletzungsbedingt müssen die Hamburger unter anderen auf Thibaud Verlinde (Gehirnerschütterung) und Cenk Sahin (Muskelfaserriss) verzichten. "Nürnberg hat in der Winterpause noch einmal nachgelegt und seine Ambitionen unterstrichen. Der Club verfügt über viel individuelle Qualität, eine gute Defensive und durch die jüngsten Erfolge über viel Selbstbewusstsein", sagte Kauczinski. Gegen Nürnberg ist der Mannschaft die Unterstützung des Publikums sicher. Das Stadion ist mit fast 30.000 Zuschauern ausverkauft.  

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