Nürnberg
DFB-Pokal

1. FC Nürnberg zu Gast bei Pokalschreck Rostock: "Mit dem Messer zwischen den Zähnen"

Der 1. FC Nürnberg muss in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Drittligist Hansa Rostock antreten. Keine leichte Aufgabe, schließlich hat Hansa bereits den VfB Stuttgart aus dem Wettbewerb gekegelt. Club-Coach Köllner weiß: Es wird unangenehm und körperlich.
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Der Nürnberger Adam Zrelak (l) jubelt mit seinen Kollegen Yuya Kubo (M) und Virgil Misidjan über seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt. Am Mittwochabend geht es gegen Hansa Rostock. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Nürnberger Adam Zrelak (l) jubelt mit seinen Kollegen Yuya Kubo (M) und Virgil Misidjan über seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt. Am Mittwochabend geht es gegen Hansa Rostock. Foto: Daniel Karmann/dpa

Die Warnung vor dem Pokalgegner fällt Michael Köllner diesmal sehr leicht. Der Trainer des 1. FC Nürnberg muss seine Fußball-Profis vor der Zweitrundenaufgabe am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) beim Drittligisten Hansa Rostock nur an den K.o. des VfB Stuttgart in Runde eins erinnern: Mit 0:2 unterlag der Bundesligist im Ostseestadion. "Hansa weiß, wie man guten Fußball spielt. Und sie beherrschen auch Drittliga-Fußball, der ist unangenehm und körperlich", sagte Köllner am Dienstag in Nürnberg. "Hansa Rostock ist für uns eine taktische und technische Herausforderung."

Hansa Rostock hat schon einen Bundesligisten rausgeschmissen

Das negative Stuttgarter Beispiel scheint den Club-Spielern bewusst. Jedenfalls vermittelte Georg Margreitter diesen Eindruck. "Die haben schon einen Bundesligisten rausgeschmissen. Die werden zuhause mit dem Messer zwischen den Zähnen verteidigen. Dass das keine leichte Aufgabe wird, weiß jeder bei uns", sagte der erfahrene Innenverteidiger.

Für den Club wird es darauf ankommen, auch die äußeren Bedingungen anzunehmen. "Wir werden in einem ausverkauften Stadion spielen, vor einem euphorischen Publikum. Da musst du so brennen wie der Gegner", sagte Köllner. Der DFB-Pokal hat für ihn eine hohe Bedeutung. "Träumen tust du immer, dass du im Pokal so weit wie möglich kommst." Ein Vorstoß ins Achtelfinale, das erst im neuen Jahr ausgetragen wird, könnte auch einen Schub für die Bundesliga auslösen. "Wenn du im Pokal weit kommst, ist das ein riesen Impuls", glaubt Köllner.

Weitere Chance für Youngster Rhein?

Der 48-Jährige will nur drei Tage nach dem unglücklichen 1:1 gegen Eintracht Frankfurt einige Positionswechsel vornehmen. Man brauche "eine ausgeschlafene Mannschaft und fitte Spieler" gegen den Tabellenvierten der 3. Liga, sagte Köllner. Ondrej Petrak, der seine Adduktorenprobleme überwunden hat, steht im Mittelfeld wieder zur Verfügung. Mikael Ishak, Eduard Löwen und Enrico Valentini werden dagegen erneut fehlen. Sie seien "momentan nicht spielfähig", so Köllner. Eine weitere Chance könnte Youngster Simon Rhein erhalten.

Hansa-Coach Pavel Dotchev kündigte einen mutigen Auftritt seiner Mannschaft wie beim Erstrunden-Coup gegen Stuttgart an. "Wir wollen nicht nur verteidigen, sondern mitspielen und Nürnberg zu Fehlern zwingen", sagte Dotchev. Köllner ist gespannt, wie die Gastgeber agieren werden: "Ich hoffe, dass sie sich nicht verbarrikadieren."

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