Nürnberg
Club

1. FC Nürnberg will den Aufstieg: So soll es dieses Jahr klappen

Acht Tage hat sich der "Club" in Spanien vorbereitet. Mit dem guten Gefühl, dass es klappen könnte mit der Bundesliga-Rückkehr.
Artikel drucken Artikel einbetten
Acht Tage hat sich der "Club" in Spanien  vorbereitet. Mit dem guten Gefühl, dass es klappen könnte mit der Bundesliga-Rückkehr. Testspiel KAA Gent - 1. FC Nürnberg am 09.01.2018 in Oliva (Spanien)Foto: Jasper Jacobs/BELGA/dpa
Acht Tage hat sich der "Club" in Spanien vorbereitet. Mit dem guten Gefühl, dass es klappen könnte mit der Bundesliga-Rückkehr. Testspiel KAA Gent - 1. FC Nürnberg am 09.01.2018 in Oliva (Spanien)Foto: Jasper Jacobs/BELGA/dpa
Selbst die viel beachteten Aktivitäten auf dem Transfermarkt möchten Trainer und Sportvorstand des 1. FC Nürnberg nicht als Kampfansage an die Aufstiegs-Konkurrenz aus Düsseldorf, Kiel, Ingolstadt oder Berlin verstanden wissen. "Wir schauen nur, dass wir eine starke Mannschaft beisammen haben", sagt etwa Trainer Michael Köllner. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Das achttägige Trainingslager des Fußball-Zweitligisten nahe Valencia hat die sportliche Leitung zumindest in ihrem Glauben bestärkt, mit den überwiegend jungen Wilden weiter auf dem richtigen Weg zu sein. Die drei Zugänge Ulisses Garcia (Werder Bremen), Marvin Stefaniak (VfL Wolfsburg, beide bis Saisonende ausgeliehen) und Federico Palacios-Martinez (RB Leipzig) sind ebenfalls erst 22 Jahre alt und sportlich wie charakterlich mehr als Ergänzungen des mittlerweile breit aufgestellten Kaders.


Teuchert-Abgang kompensiert?


Den Verkauf von Cedric Teuchert zum FC Schalke 04 hofft der "Club" damit mehr als kompensiert zu haben, wenngleich die Neuen bei ihren früheren Vereinen allesamt über einen längeren Zeitraum nicht zum Einsatz gekommen sind. In den ersten Einheiten deuteten sie ihre individuelle Klasse bereits an. Unter der Woche hatte der Trainer bereits angekündigt, in der laufenden Transferperiode nur Spieler verpflichten zu wollen, die sein Aufgebot auch wirklich verstärken.

Dass im Sommer über ein Dutzend Verträge ausläuft, unter anderem von Leistungsträgern wie Tim Leibold, Kevin Möhwald oder Ondrej Petrak, scheint die allgemeine Konzentration auf das große Ziel nicht weiter zu stören. Der Teamgeist, von dem sie auch in Spanien regelmäßig schwärmten, könnte schließlich entscheidend sein im Kampf um die Aufstiegsplätze. "Das Zusammenleben, diese Harmonie bei uns ist schon einzigartig", sagt Tim Leibold, der seinen Winterurlaub mit Kapitän Hanno Behrens in Costa Rica verbrachte.


Erstaunlich mühelos


Im vorletzten Test vor dem Zweitliga-Auftakt am 23. Januar im eigenen Stadion gegen Jahn Regensburg deuteten die Nürnberger an, dass mit ihnen zu rechnen sein dürfte. Das 5:0 gegen Heart of Midlothian, den aktuell Fünften in Schottlands höchster Liga, geriet erstaunlich mühelos, obwohl einige Stammkräfte wie Hanno Behrens oder Mikael Ishak geschont wurden. Rurik Gislason (14./44. Minute), Miso Brecko (23.), Tobias Werner (30.) und Winterzugang Garcia (85.) trafen.

Lediglich die Verletzung von Lucas Hufnagel (Verdacht auf Bänderriss) trübte die gute Stimmung etwas. Punkten möchte der "Club" in der restlichen Runde mit seiner taktischen Variabilität, auch der Konkurrenzkampf im Training soll sich positiv auswirken.

Sollte niemand mehr ausfallen, dürften acht bis neun Plätze in der Startelf fest vergeben sein. In den nächsten Tagen werden sie sich zudem in Nürnberg zusammensetzen und die Ziele eventuell neu definieren. Bislang wären sie offiziell schon mit einer stabilen Saison zufrieden. "Wenn wir unsere Aufgaben erledigen, werden wir schauen, was dabei herauskommt", sagt Trainer Köllner. Am besten eine große Aufstiegsparty am 13. Mai nach dem letzten Spiel daheim - gegen den aktuellen Tabellenführer Fortuna Düsseldorf.


Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.