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1.FC Nürnberg

FCN empfängt Werder Bremen – Wiedergutmachung nach Mainz-Niederlage?

Trotz 13 Spielen ohne Dreier: Die Hoffnung des 1. FC Nürnberg auf den Liga-Verbleib ist ungebrochen - weil die Konkurrenz ebenfalls nicht vom Fleck kommt. Am Samstag geht es gegen das treffsichere Werder Bremen.
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Das Hinspiel im Bremer Weserstadion endete 1:1 (1:0). Virgil Misidjan sorgte in der zweiten Minute der Nachspielzeit für den Punktgewinn beim SV Werder.  Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Das Hinspiel im Bremer Weserstadion endete 1:1 (1:0). Virgil Misidjan sorgte in der zweiten Minute der Nachspielzeit für den Punktgewinn beim SV Werder. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

"Wir haben das Glück, dass die anderen Mannschaften auch verlieren. Darauf kann man sich aber nicht ewig verlassen." Ein Satz, der auch vom Trainer des 1. FC Nürnberg, Michael Köllner, hätte stammen können. Tatsächlich aber waren es die Worte von Horst Heldt, Sport-Direktor des Fußball-Bundesligisten Hannover 96, nach der 1:5-Niederlage beim Liga-Primus Borussia Dortmund - weil es erneut keinem der vier Teams aus den Tiefen der Tabelle gelungen war, am 19. Spieltag wichtige Punkte auf der Habenseite zu verbuchen.

Deswegen verharren Hannover und Nürnberg mit jeweils elf Zählern weiterhin auf den Plätzen 17 und 18. Unmittelbar davor, mit 14 Zählern, kommt der VfB Stuttgart, der den Relegationsplatz belegt, nicht vom Fleck. Und auch der FC Augsburg, der mit 15 Punkten Rang 15 innehat, verpasst es Woche für Woche, Distanz zwischen sich und dem Trio in der unmittelbaren Gefahrenzone zu schaffen.

Angesichts dieser bleiernen Verhältnisse ist die Hoffnung von Schlusslicht Nürnberg, bis zum 34. Spieltag im "Schnecken-Rennen" um den Klassenerhalt zu verbleiben, nicht unbegründet. Und anders als die Konkurrenten aus Stuttgart und Hannover genießt Michael Köllner beim Club weiterhin das Vertrauen von Sport-Vorstand Andreas Bornemann.

Allerdings setzt jede weitere Partie ohne Dreier, deren 13 sind es nunmehr in Folge, Köllner und die Seinen stärker unter Druck. Und sich darauf zu verlassen, dass die Konkurrenz ebenfalls patzt, ist keine dauerhafte Option - und würde an der Tabellen-Situation nichts verändern.

FCN mit Heimspiel am Samstag: Landet Nürnberg einen Dreier gegen Bremen?

Am kommenden Samstag, 15.30 Uhr, kommt der SV Werder Bremen ins Max-Morlock-Stadion. Ein Team, das momentan den eigenen Ansprüchen (Teilnahme am europäischen Wettbewerb) nicht vollends gerecht wird. Zwar liegen die Bremer nur zwei Zähler hinter Platz sechs, doch Platz elf mit 26 Punkten ist nicht das, was sie sich an der Weser nach dem guten Start vorgestellt haben.

Für Georg Margreitter, den österreichischen Innen-Verteidiger des 1. FC Nürnberg, wäre ein Punkt wie im Hinspiel (1:1) zu wenig: "Dass wir lieber drei Punkte hätten als einen, versteht sich von selbst." Dazu bedarf es jedoch zweierlei: Dem ohnehin nicht immer sattelfesten Abwehrverbund (Margreitter: "Wir verteidigen schon den großen Teil der Saison zu naiv. Das müssen wir versuchen abzustellen") sollte es endlich mal wieder gelingen, hinten die Null zu halten - was gegen das Bremer Offensiv-Trio um Max Kruse, Johannes Eggestein und Martin Harnik sicherlich nicht leicht zu realisieren sein wird.

Darüber hinaus benötigt der Liga-Letzte einen eigenen Treffer - besser sogar deren zwei, denn die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt hat in jeder der 19 Begegnungen mindestens einmal getroffen.

Allerdings - und das eint die beiden Kontrahenten - ist es weder Bremen noch Nürnberg gelungen, eine Partie nach einem Rückstand zu drehen. Wie sehr eine gegnerische Führung zu einem zusätzlichen Ballast werden kann, weiß Margreitter nur zu gut. Es sei kein gutes Gefühl, immer nachzulaufen, so der Österreicher. Stattdessen müsse man den Spielverlauf "mal auf unsere Seite zwingen". Und weiter: "Ich glaube, dass uns eine 1:0-Führung auf dem Feld einen Kick geben würde."

Margreitter: Kämpferisch und bissig

Mut macht dem 30-Jährigen, der noch zweieinhalb Jahre Vertrag hat und sich optimistisch zeigt, diesen auch zu erfüllen - und zwar unabhängig von der Erstliga-Zugehörigkeit -, der jüngste Auftritt in Mainz. Wenngleich ihm das letzte Spiel "sehr, sehr weh getan hat", wie er freimütig bekannte, "so war das Auftreten auf jeden Fall anders als in den Wochen zuvor. Wir müssen schauen, dass wir das wieder so auf den Platz bekommen." Das sei die Art und Weise, wie man Fußball spielen müsse, um als Aufsteiger überhaupt eine Chance zu haben. Gemeint hatte Margreitter das Kämpferische, das Bissige und das intensiv Dagegenhaltende des gesamten Teams.

Mainz könnte somit als Blaupause für die kommenden Begegnungen dienen. "Ich würde mir wünschen", führte der Österreicher weiter aus, "wenn wir das jetzt immer so abrufen könnten". Aber versprechen könne er das nicht.

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