Nürnberg
Fußball

1. FC Nürnberg steht vor kniffliger englischer Woche

Der 1. FC Nürnberg benötigt Punkte gegen Wolfsburg und in Gladbach, um in der Tabelle nicht abzurutschen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Wolfsburger und Ex-Nürnberger Daniel Ginczek ist in starker Form. Am vergangenen Spieltag jubelte er über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen die TSG Hoffenheim (Endergebnis 2:2).  Foto: Peter Steffen/dpa
Der Wolfsburger und Ex-Nürnberger Daniel Ginczek ist in starker Form. Am vergangenen Spieltag jubelte er über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 gegen die TSG Hoffenheim (Endergebnis 2:2). Foto: Peter Steffen/dpa

Von besinnlicher Adventszeit kann beim 1. FC Nürnberg keine Rede sein: Der Aufsteiger steckt nach der 0:3-Niederlage beim FC Bayern München weiter im Tabellenkeller der Bundesliga - und bis zum Jahresende warten noch drei unbequeme und knifflige Aufgaben.

Zum Auftakt der englischen Woche gastiert der VfL Wolfsburg am Freitag (20.30 Uhr) im Max-Morlock-Stadion. Danach geht es am Dienstag (18.30 Uhr) zum Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach, ehe der überraschend starke SC Freiburg am Samstag, 22. Dezember (15.30 Uhr), zum Hinrundenabschluss zu Gast bei den Franken ist.

Und die Formkurve dieser drei Nürnberger Gegner zeigt nach oben. Die Wolfsburger haben am vergangenen Spieltag der TSG Hoffenheim ein 2:2 abgerungen, die Gladbacher den VfB Stuttgart mit 3:0 auf Distanz gehalten, und der SC Freiburg hat mit einem 3:0 gegen RB Leipzig aufhorchen lassen. Dennoch brauchen die Nürnberger gegen dieses Trio dringend Punkte, ansonsten droht der Anschluss zum hinteren Mittelfeld verloren zu gehen.

Der kommende Gegner, der VfL Wolfsburg, hat diese Sorge nicht. Er ist als Neunter acht Punkte vom Club entfernt. Und die "Wölfe" sind in dieser Spielzeit gerade in der Fremde stark. Sie liegen in der Auswärtstabelle auf Rang 5 und haben auf gegnerischen Plätzen mehr Siege geholt als im eigenen Stadion. "Die Spiele waren - egal ob daheim oder auswärts - meistens ziemlich eng. Und man darf nicht vergessen, dass wir zu Hause schon gegen Bayern und Dortmund gespielt haben", erklärt der Wolfsburger Daniel Ginczek diese Bilanz.

Mit vier Treffern ist Ginczek, der in der Saison 2013/2014 das Nürnberger Trikot trug, der zweitbeste VfL-Torschütze nach dem Niederländer Wout Weghorst (5). Beim 2:2 gegen Hoffenheim erzielte Ginczek das zwischenzeitliche 2:1. Gegen seinen Ex-Verein will der 27-jährige Offensivspieler nachlegen: "Das wäre schön. Als Stürmer willst du immer treffen oder Tore vorbereiten."

Gemischte Gefühle

Seine Zeit beim Club sieht Ginczek mit gemischten Gefühlen: "Ich habe beim 1. FCN mein Bundesligadebüt gefeiert und meinen ersten Bundesligatreffer erzielt. Das sind natürlich Momente, die du als Fußballer nicht vergisst. Aber ich habe mir in dieser Zeit auch meine erste schwere Knieverletzung zugezogen und musste lange pausieren."

Obwohl die Nürnberger seit nunmehr acht Spielen nicht gewonnen haben und es nach Aussage von Club-Trainer Michael Köllner insbesondere gegen Bayern München an Mut und Entschlossenheit gefehlt habe, ist Ginczek davon überzeugt, dass die junge FCN-Mannschaft ihren Weg gehen wird. "Aktuell steht Nürnberg in der Tabelle über dem Strich und ist noch im DFB-Pokal vertreten", sagt der Wolfsburger Angreifer.

Exakt im Mittelfeld der Tabelle befinden sich die "Wölfe". Um sich eine gute Ausgangslage für die Rückrunde zu verschaffen, sagt Ginczek, "wird entscheidend sein, wie wir in den kommenden drei Spielen bis zur Winterpause abschneiden. Dann wird sich zeigen, ob der Blick in der Tabelle nach unten oder nach oben geht." Der nächste Schritt müsse jetzt sein, dass man gegen Mannschaften, die in der Tabelle eher im unteren Bereich stünden, erfolgreich sei. "Aber klar ist auch: Nach oben sind keine Grenzen gesetzt."

Teamgeist und Wille

Für Nürnbergs Youngster Törles Knöll (21 Jahre), der die englische Woche als "psychisch anspruchsvoll" bezeichnet, geht es hingegen darum, die Hinrunde auf einem Nicht-Abstiegsplatz abzuschließen: "Das ist wichtig für die Moral."

Und Knöll weiß, wie das gelingen kann: "Wir müssen wieder das auf den Platz bringen, was die Mannschaft letztes Jahr und auch teilweise diese Saison ausgezeichnet hat: Unbändigen Teamgeist und den Willen, der uns als Underdog der Liga weiterbringen kann."

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren