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Bundesliga

1. FC Nürnberg: Club beurlaubt Andreas Bornemann - Muss auch Köllner gehen?

Der 1.FC Nürnberg beurlaubt Sportvorstand Andreas Bornemann . Das gab der FCN am Dienstag kurz nach Mitternacht bekannt. Damit reagiert der Club auf die anhaltende Negativserie. Auch das Schicksal von Cheftrainer Michael Köllner scheint damit besiegelt.
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Erste Personalkonsequenzen nach anhaltender sportlicher Talfahrt: Der 1. FC Nürnberg beurlaubt Sportvorstand Andreas Bornemann. Daniel Karmann/dpa
Erste Personalkonsequenzen nach anhaltender sportlicher Talfahrt: Der 1. FC Nürnberg beurlaubt Sportvorstand Andreas Bornemann. Daniel Karmann/dpa

1. FC Nürnberg entlässt Sportvorstand Andreas Bornemann: Nach dem enttäuschenden Kellerduell bei Hannover 96 hat der FCN nun Konsequenzen gezogen. Nach der 2:0-Pleite in Hannover hatte sich hatte bereits am Sonntag der Aufsichtsrat des FCN am Valznerweiher getagt - allerdings ohne nennenswertes Neues. Am Montag kam das Gremium schließlich zum Schluss ohne Bornemann weiter zu machen.

Trennung mit sofortiger Wirkung

In einer Pressemitteilung, die knapp 20 Minuten nach Mitternacht rausging, gab der 1. FC Nürnberg nun also bekannt, sich mit sofortiger Wirkung von Sportvorstand Andreas Bornemann zu trennen. Der Aufsichtsrat begründete den Rauswurf Bornemanns in der Stellungnahme vor allem mit dem enttäuschenden Auftritt im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV. Wörtlich heißt es weiter: "Wie viele unserer treuen Anhänger sind auch wir als Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg nicht zufrieden mit der sportlichen Situation, in der sich unser Verein gerade befindet."

Sportliche Ziele stark gefährdet - Uneinigkeit beim Thema Köllner

Nach dem Pokalspiel und der darauffolgenden Auswärtsniederlage beim direkten Konkurrenten Hannover 96, ist der Club seit nun mehr 15 Spielen in der Bundesliga sieglos. Dass auch der Aufsichtsrat die sportlichen Ziele des Vereins dadurch stark gefährdet sieht, ist wenig überraschend - dass jetzt zuerst Bornemann gehen muss und nicht Cheftrainer Köllner dagegen schon eher.

Denn Andreas Bornemann war es, der den 1. FC Nürnberg wirtschaftlich wieder auf Vordermann gebracht hatte und damit auch erheblich den Weg zurück in Liga 1 geebnet hatte. Doch Bornemann hatte sich hinter Trainer Michael Köllner gestellt und wollte am sportlichen Leiter festhalten. Das sah die Mehrheit im Aufsichtsrat nun wohl doch anders. In der Pressemitteilung heißt es: "Leider konnten wir uns mit ihm nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen."

Dank an Bornemann - Pressekonferenz am Dienstag

Trotz Beurlaubung verwies der Verein auf die Leistung Bornemanns gerade hinsichtlich der wirtschaftlichen Konsolidierung des FCN und der Bedeutung der Bedeutung der verbesserten finanziellen Situation für den letztjährigen Aufstieg in die Bundesliga. "Wir möchten es nicht versäumen, Andreas Bornemann an dieser Stelle sehr herzlich für die geleistete Arbeit, insbesondere für seinen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Konsolidierung und den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga, zu danken", schreibt der Verein. Damit muss wohl auch Michael Köllner seinen Platz auf der Bank räumen, nachdem sein Befürworter Bornemann seinen Hut nehmen musste. Der Club kündigte für Dienstag, 11 Uhr eine Pressekonferenz an. Der Sprecher des Aufsichtsrats Dr. Thomas Grethlein wird dann der Presse stellen.



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