Nürnberg
1. Fußball Bundesliga

FCN: Boris Schommers lehnte Club-Angebot ab - Aufregung vor letztem Ligaspiel

Mit dem Spiel beim SC Freiburg verabschiedet sich der 1. FC Nürnberg aus der 1. Fußball Bundesliga. Es ist auch das letzte Spiel des Cheftrainers Boris Schommers - obwohl er hätte bleiben können.
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Boris Schommers wird am Samstag seine letzten 90 Minuten als Cheftrainer des Clubs in der 1. Fußball-Bundesliga verbringen. Foto: Swen Pförtner/dpa
Boris Schommers wird am Samstag seine letzten 90 Minuten als Cheftrainer des Clubs in der 1. Fußball-Bundesliga verbringen. Foto: Swen Pförtner/dpa

Die Aufregung ist da. Boris Schommers und der 1. FC Nürnberg verabschieden sich mit Wehmut und auch etwas Nervosität aus ihrer vorerst letzten Bundesligasaison. Schommers geht nach eigener Aussage "mit so einem leichten Bauchkribbeln" in das Saisonfinale am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim SC Freiburg.

FCN: 100 prozentige Einstellung gefragt

Nach 34 Spieltagen müssen die Franken sofort wieder in die 2. Fußball-Bundesliga zurück. Und der nach der Trennung von Cheftrainer Michael Köllner im Februar zum Interimscoach beförderte Schommers hat die letzte Dienstreise zur Mentalitätsfrage ausgerufen.

"Wir haben unter der Woche bei den Spielern nochmal geschaut, wer bereit ist, die Charakterfrage zu beantworten", sagte Schommers, der eine "100 prozentige Einstellung" in seiner abgestürzten Mannschaft sehen will. Die Frage lautete: "Wer findet nochmal die Motivation sich trotz des Abstiegs für dieses letzte Spiel für den 1. FC Nürnberg zu motivieren, ein gutes Spiel zu absolvieren."

3 Siege, 10 Remis, 20 Niederlagen, dazu die schwächste Offensive - die Bilanz des FCN ist zweitklassig. Umso wichtiger wäre für die seit sieben Partien sieglosen Nürnberger ein erfolgreicher Schlusspunkt gegen die seit acht Partien sieglosen Freiburger. Es ist ja der letzte Eindruck, der nachhallt. "Wir wollen zum Abschluss der Bundesligasaison unbedingt ein positives Ergebnis", forderte Schommers.

Schommers hatte Angebot des Clubs ausgeschlagen

Der 40-Jährige wollte als Cheftrainer beim "Club" bleiben; ein Angebot von Sportvorstand Robert Palikuca für die zweite Reihe schlug der Rheinländer aus. "Es gab aus meiner Sicht keinen rationalen Grund, die gute bis sehr gute Arbeit der letzten dreieinhalb Monate zu verändern", erläuterte Schommers. "Die Mannschaft hat sich trotz der schwierigen Situation entwickelt, von daher waren wir auf einem guten Weg." Es habe daher keinen Grund gegeben, "wieder ins zweite Glied zurückzugehen."

Als Favorit für die Mission Wiederaufstieg gilt angeblich weiter der Österreicher Damir Canadi, der zuletzt zwei Jahre mit überschaubarem Budget bei Atromitos Athen erfolgreich gearbeitet hat. Zuletzt kursierte auch der Name Daniel Meyer vom Zweitligisten FC Erzgebirge Aue. Und Schommers? Am Sonntag feiert er mit der Mannschaft den Saisonabschluss, nächste Woche verabschiedet er sich dann ganz vom Verein. Mit einem "sehr, sehr positiven Gefühl" nach "zwei sehr, sehr interessanten Jahren" sagt Schommers servus.

"Wir nehmen den Kopf hoch, werden versuchen in Freiburg ein ordentliches Spiel abzuliefern und dann zurückzukommen", kündigte Kapitän Hanno Behrens eine Woche nach dem gegen Borussia Mönchengladbach besiegelten neunten Abstieg an. Verteidiger Ewerton, Mittelfeldspieler Ondrej Petrak und Flügelspieler Matheus Pereira werden fehlen. Hinter dem Einsatz von Offensivkraft Yuya Kubo steht ein Fragezeichen.

Als Belohnung für die zurückliegenden Leistungen im Training und die Loyalität wird der frühere Freiburger Patric Klandt als zweiter Torwart hinter Stammkeeper Christian Mathenia in den Breisgau mitfahren, Fabian Bredlow wird vorübergehend zurückgestuft. Weitere Überraschungen im Kader sind nicht ausgeschlossen. "Wo kommt der auf einmal her?", werde sich der eine oder andere am Samstag wohl fragen, meinte Schommers.

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