Auf Liebe, Sex und Zärtlichkeiten mit der Löwendame "Aarany" hat "Subali" offensichtlich noch keine Lust. Laut einer Zoosprecherin hat "Subali" noch keine Anstalten gemacht, sich mit der potenziellen Raubkatzenpartnerin fortzupflanzen. Dabei ist Löwen-Nachwuchs in Nürnberg laut Tiergarten-Vizedirektor Helmut Mägdefrau "ganz klar" das Ziel.

Genetisch sei "Subali" für das Zuchtprogramm sehr interessant. Seine Löwengene würden im wahrsten Sinne des Wortes frisches Blut für das europäische Löwenzuchtprogramm bedeuten. Unter 51 zuchtfähigen Männchen in Europa steht er auf Rang 10, seine auserkorene Partnerin "Aarany" auf Rang 4 unter 78 zuchtfähigen Katzen. Mit diesem Paar will der Nürnberger Tiergarten deshalb unbedingt züchten.

Löwe frisst sechs Kilo Fleisch pro Tag

Während es mit der Liebe also noch etwas hapert, scheint sich "Subali" ansonsten sehr gut in Nürnberg eingelebt zu haben. Statt Sex hat der Löwe eine andere Beschäftigung gefunden. Er vertreibt sich seine Zeit mit Fressen und Brüllen. Rund sechs Kilo rohes Fleisch verputzt der zwölf Jahre alte Löwenmann jeden Tag.

Falls es bei "Aarany" und "Subali" nicht funken und weiterhin tote Hose herrschen sollte, müsste der Tiergarten laut Zoosprecherin Nicola Mögel noch einmal über einen Abschied nachdenken. Falls der Löwe von Vaterfreuden und kleinen Babys nichts wissen will, müsste sich der Tiergarten wohl oder übel wieder von "Subali" trennen, um die Löwenzucht voranzubringen. An Abschied will in Nürnberg bislang freilich noch niemand denken. Vielmehr drücken alle die Daumen, dass es mit dem Nürnberger Löwennachwuchs bald hinhaut.

"Wir warten einfach darauf, dass das Weibchen zum ersten Mal rollig wird", erklärt Tiergarten-Direktor Dag Encke. Mit "Subali" ist alles in Ordnung. Der Nürnberger Landschaftszoo unternimmt daher auch nichts, um die zwei Löwen in Stimmung zu bringen. "Das müssen die beiden schon selber miteinander ausmachen", so Encke.