Schwabach

Pokemon-Jagd in Franken eskaliert: Männer prügeln sich bei Nacht und Nebel

In Mittelfranken haben sich zwei Männer im Wald geprügelt. Der Grund dafür: "Pokemon Go".
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In Mittelfranken haben sich zwei Männer im Wald geprügelt. Grund dafür war das Spiel "Pokemon Go". Symbolfoto: Lukas Schulze/dpa
In Mittelfranken haben sich zwei Männer im Wald geprügelt. Grund dafür war das Spiel "Pokemon Go". Symbolfoto: Lukas Schulze/dpa

Am Donnerstagabend (23. Januar 2020) haben sich in einem Waldstück bei Schwabach (Mittelfranken) Szenen einer Schlägerei abgespielt. Gegen 22.30 Uhr waren dort bei Nacht und Nebel ein 32-Jähriger und ein 36-Jähriger auf "Pokemon"-Jagd gegangen. Die erwachsenen Männer versuchten bei Minusgraden virtuelle Monster zu fangen: Dabei kamen sie sich in die Quere. Angaben der Polizei zufolge, soll es zum Streit gekommen sein, da jeder dem Anderen ein "Pokemon" vor der Nase wegschnappte habe.

Die Erklärung der Polizei hat allerdings einen Haken: Die "Pokemon Go"-Spieler können sich keine virtuellen Monster gegenseitig wegnehmen. Die App des jeweiligen Spieler erkennt zwar das "Pokemon", das sich für beide Spieler an der selben Stelle befindet. Jedoch ist diese Tatsache unabhängig davon, dass beide Spieler dennoch die Möglichkeit besitzen, das Monster zu fangen.

Schwabach: Männer rufen Polizei nach Schlägerei um "Pokemon"

Beide Männer gerieten derart in Rage, dass die Situation eskalierte. Der verbale Streit wurde schließlich zur Schlägerei. Nachdem sie aufeinander einprügelten, riefen sie zur Schlichtung die Schwabacher Polizei. Die Einsatzkräfte eilten in das Waldstück "Wolkersdorfer Wiesengrund" und vermittelten. Der vorsorglich herbeigerufene Krankenwagen samt Rettungsdienst, konnte allerdings nach wenigen Minuten wieder abziehen, da keiner der Beteiligten verletzt wurde.

Beide Männer hatten hingegen kein Interesse den Gegenüber anzuzeigen: Das hinderte die Polizei allerdings nicht, den außergewöhnlichen Fall von Körperverletzung an die Justiz weiterzuleiten.

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