Nürnberg

Airport Nürnberg bestätigt: Athen und Kiew bleiben - doch diese Ryanair-Ziele fallen künftig weg

Ryanair wird das Flugprogramm ab Nürnberg ab April 2020 stark einschränken. Bislang war unbekannt, welche Ziele von der Streichung betroffen sind. Welche Flughäfen auch in Zukunft angeflogen werden, erfahren Sie hier.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ryanair schließt im April 2020 seine Basis am Airport Nürnberg. Welche Ziele davon betroffen sind, erfahren Sie bei uns. Symbolfoto: Andreas Arnold / dpa
Ryanair schließt im April 2020 seine Basis am Airport Nürnberg. Welche Ziele davon betroffen sind, erfahren Sie bei uns. Symbolfoto: Andreas Arnold / dpa

Update vom 13.12.2019: Athen und Kiew auch in Zukunft ab Nürnberg erreichbar

Nach der Bekanntgabe von Ryanair, die Zahl der Flugziele von und nach Nürnberg zu reduzieren, hat der Airport Nürnberg am Freitag (13. Dezember) mitgeteilt, dass der Zielort Athen auch in Zukunft im Flugplan bleibt. Demnach übernimmt ab dem 13. Mai 2020 die Fluggesellschaft Aegean Airlines die Route in die griechische Hauptstadt. Über Ryanair ist der Flughafen Athen noch bis einschließlich 26. März 2020 zweimal pro Woche erreichbar.

Das ab Frühjahr entfallende Ryanair-Ziel Kiew (Kyiv) wird aktuell bereits von Wizz Air angeflogen und bleibt daher ebenfalls im Nürnberger Flugplan enthalten. Auch für andere ehemalige Ryanair-Ziele will der Nürnberger Flughafen neue Anbieter finden, heißt es in der Pressemitteilung.

Update vom 5.12.2019: Airport Nürnberg bestätigt: Diese Ziele bleiben

Am Mittwoch (4. Dezember 2019) meldete der Flughafen Nürnberg den Wegfall der Ryanair-Basis am Airport Nürnberg. Im April 2020 soll diese geschlossen werden - und damit fallen dann auch mehr als zwei Drittel der Ziele weg.

Jan Beinßen, stellvertretenden Airport-Pressesprecher erklärt auf Nachfrage von inFranken.de, welche Ziele davon betroffen sind.

Diese sieben Ziele werden bleiben:

  • Thessaloniki (Griechenland)
  • Palermo (Italien)
  • Zadar (Kroatien)
  • Krakau (Polen)
  • Porto (Porto)
  • Athen (Griechenland)
  • Kiew (Ukraine)
  • Alicante (Spanien)
  • Palma (Spanien)
    • Was mit folgenden Zielen passiert, ist bislang noch unklar:

      • Kopenhagen (Dänemark)
      • London Stansted (Großbritannien)
      • Tel Aviv (Israel)
      • Bari (Italien)
      • Caglari (Italien)
      • Crotone (Italien)
      • Mailand Bergamo (Italien)
      • Neapel (Italien)
      • Pisa (Italien)
      • Rom Ciampino (Italien)
      • Kaunas (Litauen)
      • Malta (Malta)
      • Marrakesch (Marokko)
      • Faro (Porto)
      • Madrid (Spanien)
      • Malaga (Spanien)
      • Budapest (Ungarn)

      Andere Airlines wollen Lücken füllen

      Laut Beinßen gibt es bereits Verhandlungen mit anderen Airlines. Denn Nürnberg sei für Fluganbieter keinesfalls unattraktiv - ganz im Gegenteil. "Ryanair hat andere Gründe, das Flugprogramm ab Nürnberg einzuschränken", sagt Beinßen und verweist auf das Flugverbot des neuen Typs Boeing 737 MAX.

      Dafür wollen andere Airlines, die die wegfallenden Ryanair-Flugziele derzeit ebenfalls anfliegen, ihr Streckennetz in Zukunft ausbauen und die Ziele häufiger anfliegen.

      Das können Kunden jetzt tun

      "Betroffene Kunden werden von Ryanair ihr Geld zurückerstattet bekommen", so Beinßen. Dafür müsse man sich aber an Ryanair selbst wenden.

      Ryanair-Kunden, die bereits Tickets für Flüge ab April 2020 gebucht haben, werden von der Fluggesellschaft informiert. Bei Fragen können sich Passagiere unter https://www.ryanair.com/de/de/nutzliche-infos/service-center direkt an Ryanair wenden.

      Erstmeldung: Ryanair streicht Flüge

      Die irische Fluggesellschaft Ryanair streicht etwa zwei Drittel der Flüge in Nürnberg. Im Jahr 2016 hatte das Unternehmen eine Basis am Aiport Nürnberg eröffnet, diese soll nun im April 2020 geschlossen werden. Nach Hamburg wird mit Nürnberg nunmehr die zweite deutsche Ryanair-Basis im Jahr 2020 geschlossen.

      Zwei Drittel der Ziele werden wegfallen

      Für den Sommer 2020 waren bislang insgesamt 20 Nonstop-Ziele buchbar. Die Anzahl der Ziele wird sich voraussichtlich um zwei Drittel reduzieren, das verbleibende Drittel wird wohl mit Flugzeugen von anderen europäischen Stationierungsorten aus geflogen. Genauere Informationen liegen dem Flughafen Nürnberg noch nicht vor.

      Flughafen Nürnberg: "Schlag für die Metropolregion"

      Dr. Michael Hupe, Geschäftsführer der Flughafen Nürnberg GmbH, erklärt: "Dies ist ein Schlag für die Metropolregion, denn das Streckennetz der Ryanair stellt derzeit das Rückgrat der europäischen Direktverbindungen des Albrecht Dürer Airport Nürnberg dar. Die Entscheidung von Ryanair wird auch zu Nachteilen für die Wirtschaft, beispielsweise im Messegeschäft und im Tourismus in der gesamten Region führen. Insbesondere die Verbindungen aus Großbritannien und Italien werden gut von ausländischen Touristen angenommen, wie man derzeit täglich auf dem Christkindlesmarkt erleben kann".

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren