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Nürnberg
Corona-Krise

Re-Start der Gastronomie: Das ändert sich im Restaurant

Die Gastronomie hat die Lockerungen der Corona-Einschränkungen lange herbei gesehnt. Seit letzter Woche Montag (18. Mai 2020) haben Cafés und Restaurants bereits draußen wieder geöffnet. Ab heute dürfen Gäste auch wieder im Gastraum bewirtet werden. Aber welche Einschränkungen gelten? Unter welchen Auflagen die Gastronomie wieder startet, lesen Sie auf inFranken.de.
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Coronavirus - Gaststätten öffnen wieder
Ab Montag (25. Mai 2020) dürfen Restaurants auch drinnen wieder Gäste bewirten. Unter diesen Auflagen können wir künftig essen gehen. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa

Restaurantbesuch während der Corona-Krise: Außer Haus Essen zu gehen war die letzten Wochen nicht möglich. Das Zusammensitzen mit Freunden haben viele Menschen vermisst. Ab 18. Mai durfte die Gastronomie in Bayern endlich schrittweise wieder öffnen. An diesem Datum durften zunächst nur die Außenbereiche geöffnet werden. Ab Montag (25. Mai 2020) ist die Bedienung der Gäste im Innenraum von Speiselokalen ebenfalls wieder möglich. Bars und Diskotheken bleiben aber weiterhin geschlossen.

Die Corona-Krise hat die Gastronomie besonders hart getroffen. Nur mit Abholen kann sie kaum überleben. Doch mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen sollen nun auch wieder diese Betriebe öffnen dürfen. 

So läuft der Besuch in Restaurant und Biergarten ab

In der Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung am 5. Mai wurde beschlossen, dass auch in der Gastronomie die Einschränkungen von Öffnungszeiten, Anzahl der Gäste und Abstandsregelungen gelten sollen. Das genaue Vorgehen orientiert sich wahrscheinlich sehr am Vorgehen Österreichs, wie Ministerpräsident Markus Söder oft betonte. 

Die Bestimmungen für den Besuch von Wirtshäusern, Gaststätten und Restaurants im Überblick:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern (Ausnahme: Im Zusammensitzen mit den Personen/Familie) am Tisch, mit denen der Umgang ohnehin erlaubt ist
  • Mundschutzpflicht in allen Bereichen außer am Tisch - das gilt auch für den Biergarten, sobald man den Tisch verlässt
  • Eine Reservierung im Innenbereich sollte laut Rahmenkonzept erfolgen - Gruppenreservierung für mehrere Tische ist nicht erlaubt - keine Reservierungspflicht
  • Restaurants sollten eine Gästeliste mit Namen, Telefonnummern und Zeitraum des Aufenthalts führen - ermöglicht die Nachverfolgung der Infektionskette
  • Speisekarten, Tabletts, Servietten und andere Gebrauchsgegenstände sollten nach jedem Kunden gereinigt oder gewechselt werden.
  • Restaurants dürfen ihre Innenplätze bis 22 Uhr öffnen - Die Außengastronomie darf aber nur bis 20 Uhr betrieben werden

Restaurantbesuch nur nach Preisgabe persönlicher Kontaktdaten

Die Dokumentation persönlicher Kontaktdaten aller Kunden gehört für den Wiedereinstieg in die Gastronomie dazu. In Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen haben die Betriebe wieder seit Montag (11. Mai 2020) geöffnet. Dort sind alle Restaurants ebenfalls dazu angehalten, die Kontaktdaten ihrer Besucher aufzunehmen und für drei Wochen aufzubewahren. Grund dafür sei es, mögliche Infektionsketten besser zurückverfolgen zu können. Kunden, welche ihre Kontaktdaten nicht bekanntgeben möchten, werden nicht bedient.

Das Niedersächsische Ministerium äußert sich dazu wie folgt: "Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, muss der Betreiber der Gaststätte den Namen und die Kontaktdaten jedes Gastes sowie den Zeitpunkt des Betretens und des Verlassens der Gaststätte mit dessen Einverständnis dokumentieren. Die Gaststätte muss die Daten drei Wochen aufbewahren, danach müssen die Daten gelöscht werden. Gäste dürfen nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind."

Auch Bayern trifft diese Vorkehrungen um im Falle einer Infektion die Kontaktketten nachverfolgen zu können. Von diesen Richtlinien sollten wir uns jedoch nicht die Vorfreude auf leckeres Essen mit Freunden verderben lassen.