Lauf an der Pegnitz

Tötungsdelikt in Lauf an der Pegnitz - Zwei Tatverdächtige festgenommen - gemeinsame Pressekonferenz des Polizeipräsidiums Mittelfranken und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth

Lauf an der Pegnitz (ots) - Am Sonntag (14.07.2019) wurde um 07:30 Uhr von einem Pilzsammler ein Toter in einem Waldstück bei Lauf an der Pegnitz aufgefunden, der Verletzungen aufwies, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuteten. Durch die Sonderkommission "Pilz" konnten noch am selben Tag zwei Tatverdächtige ermittelt und festgenommen werden.
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Symbolfoto: Paul Zinken/dpa

Nach den bisherigen kriminalpolizeilichen Erkenntnissen wurde der Tote als ein 27-jähriger Mann aus Lauf identifiziert, der mehrere Stichverletzungen sowie massive Kopfverletzungen durch Einwirken stumpfer Gewalt aufwies. Nach der Spurenlage wurde das Opfer mit einem Pkw in das Waldstück im Staatsforst Schönberger Nässenau transportiert und dann dort abgelegt.

Noch am Sonntag richtete die Kriminalpolizeiinspektion Schwabach eine 25-köpfige Sonderkommission "Pilz" ein. Im Zuge umfangreicher kriminalpolizeilicher Ermittlungen, Zeugenvernehmungen, Recherchen und Datenauswertungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, erhärtete sich bald ein Tatverdacht gegen einen 31-Jährigen aus Lauf.

Es handelt sich dabei um einen Bekannten des Opfers mit dem es zuletzt Kontakt hatte. Widersprüchliche Angaben und eine aussagekräftige Spurenlage in der Wohnung und im Fahrzeug des 31-Jährigen begründeten insoweit einen hinreichenden Tatverdacht, dass von Seiten der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftantrag gestellt wurde.

Darüber hinaus erhärtete sich auch der Tatverdacht gegen die 29-jährige Ehefrau des 31-Jährigen, da auch sie aufgrund ausgewerteter Spuren am Tatgeschehen beteiligt gewesen sein dürfte. Insofern hat auch hier die Staatsanwaltschaft gegen die 29-Jährige Haftantrag wegen des Verdachts der Beihilfe zum Totschlag gestellt.

Das Motiv für die Tat dürfte nach bisherigen kriminalpolizeilichen Erkenntnissen im privaten Bereich liegen. Beide Beschuldigte bestreiten bislang jede Tatbeteiligung.

Die am Montag, 15.07.2019, durchgeführte Obduktion ergab als Todesursache massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf und den Oberkörper des Opfers.

Beide Tatverdächtige wurden am Montag (15.07.19) einem Ermittlungsrichter in Nürnberg vorgeführt. Gegen den 31-Jährigen wurde inzwischen Haftbefehl wegen Verdachts des Totschlags erlassen. Die 29-jährige Ehefrau wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen gegen beide Beschuldigte dauern an.

Weitere Presseauskünfte erteilt ab sofort die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth unter der Telefonnummer 0911 321 2780.

Elke Schönwald/n

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