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Nürnberg: Weil sie beim Schwarzfahren erwischt wurde - Frau beißt Polizisten

Am Mittwochvormittag hat eine Schwarzfahrerin im ICE 726 von München nach Nürnberg randaliert. Außerdem biss die Frau einen Polizisten.
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Die Frau zeigte sich äußerst aggressiv - die Beamten nahmen sie fest. Symbolfoto: David Ebener dpa/lby
Die Frau zeigte sich äußerst aggressiv - die Beamten nahmen sie fest. Symbolfoto: David Ebener dpa/lby

Eine Zugbegleiterin des ICE-726 von München nach Nürnberg bemerkte bei der Fahrkartenkontrolle im Zug eine 45-jährige Österreicherin die keine Fahrkarte besaß. Die überführte Schwarzfahrerin war nicht bereit, die kürzlich erhöhte Gebühr von 113,60 Euro zu bezahlen. Außerdem weigerte sie der Schaffnerin gegenüber die Herausgabe ihrer Personalien.

Die Österreicherin schaltete auf stur und sprach fortan nur noch Englisch mit der Bahnmitarbeiterin. Nachdem diese sich auch dadurch nicht abwimmeln ließ, schubste und schlug die Frau schließlich die Schaffnerin. Daraufhin verständigte diese die Bundespolizeiinspektion in Nürnberg und forderte eine Streife zur Anzeigenerstattung bei der Ankunft des Zuges im Nürnberger Hauptbahnhof an.

Keine Einsicht: Die Frau biss sogar einen Polizisten

Auch den Beamten der Bundespolizei gegenüber behielt die Schwarzfahrerin ihre Verweigerungshaltung bei. Deshalb mussten die Beamten die Frau wegen der Personalienfeststellung mit zur Polizeiinspektion nehmen. Als die Frau von zwei Beamtinnen nach Identitätspapieren und gefährlichen Gegenständen durchsucht werden sollte, rastete sie richtig aus.

Sie wehrte sich nach Angaben der Polizei mit Leibeskräften gegen die Maßnahme. Sie schlug um sich und brüllte laut. Erst durch den Einsatz von fünf Beamten konnte die Randalierende am Boden festgehalten und ihr Handschellen angelegt werden. Dabei biss sie einem Beamten in die Hand. Bei der anschließenden Durchsuchung konnte schließlich der österreichische Pass der Frau aufgefunden werden. Die Frau ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich ohne festen Wohnsitz. Eine in solchen Fällen drohende Vorführung beim Ermittlungsrichter konnte sie nur dadurch abwenden, dass sie einen Zustellungsbevollmächtigten für die Gerichtspost benannte. Die angegriffene Zugbegleiterin und die Polizeibeamten blieben unverletzt und konnten weiterarbeiten.

 Die Bundespolizei ermittelt nun gegen die Reisende wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Erschleichens von Leistungen.