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Lauf an der Pegnitz

Lauf an der Pegnitz: Mehrere Drohschreiben mit Munition versandt - eine Tatverdächtige ermittelt - gemeinsame Pressekonferenz des PP Mfr und der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth

Lauf an der Pegnitz (ots) - Wie mit Meldung 319 (06.03.2020) und 339 (11.03.2020) berichtet, wurden mehrere Drohschreiben, denen teilweise echte Munition beigefügt war, versandt. Betroffen waren ein Türkisch-Islamischer Moscheeverein sowie zwei Kommunalpolitiker aus dem Nürnberger Land und eine weitere regionale soziale Einrichtung.
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Symbolfoto: Daniel Karmann/dpa

Aufgrund der intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen der Kriminalpolizei Schwabach in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth konnte nun eine dringend tatverdächtige 54-jährige Frau aus dem Landkreis Nürnberger Land ermittelt werden.

Bereits seit Anfang Dezember 2019 hatte ein zunächst unbekannter Täter mehrere Drohschreiben verschickt. Teilweise waren den hierzu versandten Grußkarten, die offensichtlich mit einer Schablone geschrieben waren, "scharfe" Patronen beigelegt. Neben einem Türkisch-Islamischen Moscheeverein in Röthenbach an der Pegnitz (Lkrs. Nürnberger Land) sind von diesen Drohungen auch zwei Kommunalpolitiker und eine regionale soziale Einrichtung betroffen. Die Drohschreiben hatten große Angst, Besorgnis und Unsicherheit in der Bevölkerung und bei den Funktionsträgern ausgelöst.

Zur Aufklärung der Bedrohungsserie hat die mittelfränkische Polizei bei der Kriminalpolizei Schwabach eine rund 20 Personen starke Sonderkommission (Soko) mit dem Namen "Karte" eingerichtet. Aufgrund des Inhaltes der Drohschreiben und der Art und Weise der Bedrohung gingen die polizeilichen Ermittler sehr schnell von einer politisch rechts motivierten Tat aus. Es wurden zahlreiche Spuren gesichert, Zeugenbefragungen durchgeführt, die operative Fallanalyse (OFA) eingebunden sowie die Streifenpräsenz vor Ort deutlich erhöht. Die betroffenen Personen erhielten eine verhaltensorientierte Beratung und eine sicherheitstechnische Beratung für ihre Anwesen. Über die Medien wurden mehrere Zeugenaufrufe, insbesondere zur Herkunft der versendeten Karten, gesteuert.

Die intensiven kriminalpolizeilichen Ermittlungen führten schließlich in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zu der dringend tatverdächtigen Frau.

Aufgrund der Vielzahl der Indizien wurde von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ein Durchsuchungsbeschluss beantragt und vom Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Nürnberg-Fürth erlassen.

Bei der heute durchgeführten Durchsuchung des Wohnanwesens konnte weiteres Beweismaterial, darunter eine Schablone und diverse ähnliche Glückwunschkarten, wie sie zurückliegend an die Geschädigten versandt worden waren, sichergestellt werden. Ferner wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das auf eine beständige rechtsgerichtete Gesinnung schließen lässt, aufgefunden.

Die Ermittlungen dauern an.

Elke Schönwald/n

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