Fürth / Stein / Mittelfranken

Enkeltrickbetrüger waren aktiv - Polizei warnt und gibt Verhaltenstipps

Fürth / Stein / Mittelfranken (ots) - Bereits zwei Seniorinnen wurden diese Woche (11.06.2019 und 12.06.2019) Opfer dreister Trickbetrüger. Die Polizei warnt dringend vor der Betrugsmasche und gibt Verhaltenstipps.
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Symbolfoto: cocoparisienne/pixabay.com

Am Dienstag (11.06.2019) rief ein bislang Unbekannter bei einer 75-Jährigen in Roßtal (Lkrs. Fürth) an und gab sich als deren Sohn aus. Unter einem Vorwand forderte er Bargeld von der älteren Dame, welches ein Freund abholen würde. Kurze Zeit später stand tatsächlich ein Mann vor der Tür und nahm mehrere Tausend Euro entgegen.

Als das Opfer den Betrug bemerkte, verständigte es umgehend die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung führte nicht zur Festnahme eines Tatverdächtigen.

Beschreibung des Geldabholers:

Männlich, dicke Figur, südländisches Aussehen. Zum Zeitpunkt der Geldabholung war er komplett weiß gekleidet.

Ein weiterer Fall ereignete sich am Mittwoch (12.06.2019) gegen 13:00 Uhr in Fürth, Fichtenstraße. Auch in diesem Fall rief ein bislang unbekannter Mann bei einer 79-jährigen Dame an und gab sich als Verwandter aus, der finanzielle Unterstützung benötige. Nach kurzer Zeit stand die vom Anrufer "versprochene" Abholerin vor der Tür und nahm mehrere Tausend Euro entgegen.

Beschreibung der Abholerin:

Weiblich, etwa 30 Jahre alt, ca. 165 cm groß und schlank. Sie trägt schulterlange Haare und war zur Tatzeit mit einer dunklen Hose, einer hellen Jacke sowie einer Mütze oder Hut bekleidet.

Das Fachkommissariat der Kriminalpolizei ermittelt in allen Fällen intensiv und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Weitere Versuche der dreisten Trickbetrüger gab es bereits in Nürnberg, im Landkreis Fürth sowie im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Glücklicherweise kam es hier zu keinen Geldübergaben.

Durch geschickte Gesprächsführung erwecken die Täter häufig bei älteren Personen den Eindruck, beim Anrufer handele es sich tatsächlich um einen Familienangehörigen oder Verwandten. So bringen die Täter ihre Opfer dazu, große Mengen Bargeld oder Wertgegenstände zu übergeben. Deshalb warnt die Polizei nochmals dringend vor der perfiden Betrugsmasche.

Die Beamten geben folgende Verhaltenstipps:

- Seien Sie misstrauisch, wenn sich am Telefon jemand nicht selbst mit Namen vorstellt. Nennen Sie niemals die Namen Ihrer Verwandten, fordern Sie den Anrufer vielmehr auf, seinen Namen selbst zu nennen.

- Geben Sie keine Details zu ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

- Legen Sie sofort den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

- Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter (z.B. Enkel) ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und verwendeten Rufnummer selbst an und lassen sich den Sachverhalt bestätigen.

- Übergeben Sie niemals Geld oder andere Wertgegenstände an unbekannte Personen.

- Lassen Sie sich nicht einschüchtern oder unter Druck setzen. Ihre wirklichen Verwandten werden Verständnis dafür haben und Sie keinesfalls unter Druck setzen.

- Informieren Sie sofort die Polizei unter 110, wenn Ihnen der Anruf verdächtig vorkommt.

- Sollten Sie Opfer geworden sein, zeigen Sie den Vorfall umgehend bei der Polizei an.

- Angehörige bitten wir, ihre älteren Verwandten zu informieren.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter folgender Adresse:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick/

Alexandra Federl / mc

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Mittelfranken Präsidialbüro - Pressestelle Richard-Wagner-Platz 1 D-90443 Nürnberg E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de

Erreichbarkeiten: Montag bis Donnerstag 07:00 bis 17:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025

Dieser Beitrag wird vom Polizeipräsidium Mittelfranken bereitgestellt. inFranken.de hat den Beitrag nicht redaktionell geprüft.

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