Nürnberg

Papierflieger bei Protest in Nürnberg geworfen: Frau (50) muss 350 Euro Strafe zahlen

Eine Frau ist vor dem Nürnberger Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die 50-Jährige hatte im Juli 2018 eine Kundgebung geleitet, bei der Papierflieger geworfen wurden.
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Im Prozess um einen Papierfliegerwurf wurde eine 50-Jährige zu 350 Euro Strafe verurteilt. Foto: Tobias Hase/dpa
Im Prozess um einen Papierfliegerwurf wurde eine 50-Jährige zu 350 Euro Strafe verurteilt. Foto: Tobias Hase/dpa

Nürnberg: Das Amtsgericht verurteilte eine 50-Jährige, weil sie im Juli 2018 eine Kundgebung leitete, bei der mehrere Papierflieger geworfen wurden. Die Frau muss 350 Euro zahlen. Das berichtet die dpa.

50-Jährige leitete Kundgebungen - und muss jetzt zahlen

Sie hatte im Juli 2018 eine Kundgebung der Organisationen "Women in Exile" und "8. März Bündnis Nürnberg" vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geleitet. Obwohl die Polizei das Werfen von Gegenständen verboten hatte, ließen Frauen und Kinder etwa 50 Papierflieger mit Botschaften wie "Bleiberecht überall" über den Zaun der Behörde fliegen. Dafür sollte die Verantwortliche der Kundgebung nach eigenen Angaben eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen. Weil sie das nicht tat, landete der Fall vor Gericht.

Richterin sieht Gefährdung der öffentlichen Sicherheit - Angeklagte erwägt Revision

Der Verteidiger hatte auf Freispruch plädiert, da Papierflieger mit Botschaften nichts anderes seien als Flugblätter - und damit die ureigene Form eines Kundgebungsmittels. Die Richterin folgte jedoch der Einschätzung der Staatsanwältin, dass die öffentliche Sicherheit gefährdet gewesen sei. Deswegen muss die 50-Jährige jetzt 20 Tagessätze à 15 Euro zahlen. Die Angeklagte erwägt, in Revision zu gehen.

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