Nürnberg
Crowdfounding

Nürnberger Student will Filmprojekt über Extremsportler verwirklichen

Lukas Miller will einen Film über fünf Extremsportler machen. Weil das Vorhaben für einen Studenten leider extrem teuer ist, wirbt der 23-Jährige aus Nürnberg im Internet für seine Idee. Beim Eisschwimmen in Estland war er mit seiner Kamera schon.
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Lukas Miller aus Nürnberg will fünf Extremsportler mit der Videokamera begleiten. Für sein ehrgeiziges Projekt wirbt der 23-jährige Design-Student im Netz um finanzielle Unterstützung. Fotos: Privat
Lukas Miller aus Nürnberg will fünf Extremsportler mit der Videokamera begleiten. Für sein ehrgeiziges Projekt wirbt der 23-jährige Design-Student im Netz um finanzielle Unterstützung. Fotos: Privat
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Lukas Miller hat sich für seine Bachelor-Arbeit viel vorgenommen. Der 23-jährige Design-Student aus Nürnberg will gleich fünf Extremsportler mit mit der Kamera porträtieren. "Ich bin selber kein Extremsportler, aber ich will herausfinden, was die fünf Menschen antreibt, bis an ihre Grenzen zu gehen", sagt der junge Filmemacher.

Das ehrgeizige Filmprojekt ist für Lukas selbst längst zu einer herausfordernden Grenzerfahrungen geworden. Bis nach Estland ist er schon mit der Kamera geflogen, um den Extremschwimmer Christof Wandratsch im eiskalten Wasser zu filmen. Bei der Einreise sei er am Flughafen gestoppt worden, weil den Beamten die Kamera-Drohne nicht ganz geheuer war. Zum Glück konnte er die Sache erklären und spektakuläre Bilder mit dem Mini-Helikopter in Tallinn aufnehmen. "Vor zwei Jahren ist Christof Wandratsch ohne Neoprenanzug den Bodensee durchschwommen. Dafür hat er über 20 Stunden gebraucht. Mittlerweile hat er sich auf Eisschwimmen spezialisiert", berichtet Lukas von der Reise. In Estland habe sich der Extremschwimmer einen atemberaubenden Wettkampf mit anderen Extremsportlern in der eiskalten Ostsee geliefert.

Unterstützung via Startnext
Auch das zweite Porträt des extremen Filmprojektes ist schon im Kasten. Um ein bisschen Geld zu sparen, hat Miller den Ultra-Marathon-Läufer Rainer Koch aus Dettelbach in seiner unterfränkischen Heimat beim Langstreckenlauf mit der Kamera begleitet. Weil Lukas Miller aber noch viel extremere Einsätze vor hat, bittet der 23-Jährige bei Startnext jetzt um Unterstützung. "Ich möchte zum Beispiel den Freitaucher Jens Stötzner unbedingt nach Ägypten begleiten." Der Extremtaucher aus Nürnberg könne über sieben Minuten lang die Luft anhalten.

Der nächste Tieftauchwettbewerb finde Ende Mai am Roten Meer in Sharm El-Sheikh statt. Lukas Miller will unbedingt dabei sein. Denn dort geht es für den Freitaucher in freier Wildbahn an einem Seil über 50 Meter in die Tiefe. So weit wird es Lukas Miller nicht schaffen. "Aber ich darf vorher mit Jens persönlich trainieren, damit ich zumindest zwei Minuten ohne Atemmaske unter Wasser durchhalte", kündigt Miller an. Schließlich wolle er mit der Kamera keinen Augenblick verpassen, wenn der Extremsportler seiner extremen Leidenschaft nachgeht.

"Alle Sportler sollen von ihren Grenzerfahrungen berichten und vor allen Dingen erklären, warum zum Teufel sie so etwas überhaupt machen", betont der junge Filmemacher. Im Zentrum der Filmporträts soll die persönliche Leidenschaft der Sportler stehen. Aber auch kritische Fragen müssten sich die Protagonisten seines Films gefallen lassen. Am Ende sollen die Filmporträts der fünf Extremsportler im Internet auf einer einzigen Homepage gemeinsam präsentiert werden.

Die Zeit drängt
Bis der Vorhang fällt hat Miller allerdings noch viel zu tun. Und die Zeit drängt. "Ende Juni muss ich fertig sein. Sonst falle ich durch die Bachelor-Prüfung. Zwei Porträts habe ich schon im Kasten." Drei extreme Kamera-Einsätze sollen noch folgen. "Ich will noch einen Speed-Sky-Diver beim Springen aus dem Flugzeug, einen Slack-Liner beim Balancieren in den Bergen und den Freitaucher in Ägypten begleiten."

Um das nötige Kleingeld für die Dreharbeiten aufzutreiben, rührt Lukas Miller nun die Werbetrommel. Wie? Natürlich mit einem kleinen Film, indem der Nürnberger sein ehrgeiziges Projekt vorstellt. "1730 Euro habe ich schon zusammen. Ich hoffe, es am Ende vielleicht 4000 werden." Denn so viel werde das Projekt am Ende locker kosten, erzählt Lukas und macht sich auf dem Weg zum Tauchtraining ins Freibad. "Zum Glück sind drei meiner fünf Extremsportler aus Franken. So kann ich sie oft treffen und viel von ihnen lernen", findet Lukas und gibt offen zu: "Ich will selber meine Grenzen kennenlernen. Allerdings ist mein Extremsport das Filmemachen."



Projekt
Lukas Miller will ein extremes Filmprojekt realisieren. Der 23-jährige Student aus Nürnberg will fünf Extremsportler mit der Kamera für einen Film porträtieren.

Crowdfunding
Im Internet bittet Miller um finanzielle Unterstützung. Die Schwarmfinanzierung funktioniert nach dem Muster: viele Unterstützer spenden kleine Geldbeträge, um ein großes Vorhaben zu realisieren.

Einen Arbeitstitel hat Lukas Miller für sein Filmprojekt schon: "Über den Grenzen" sollen seine fünf Filmporträts heißen.

Hier können Sie das Projekt finanziell unterstützen

Wer das Projekt finanziell unterstützen oder das Vorhaben seinen Freunden vorstellen will, findet auf der Internetseite von Startnext alle Informationen.

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