Nürnberg
Sachbeschädigung

Nürnberger Klinik mit Hakenkreuzen beschmiert und verwüstet - Täter habe aus Frust gehandelt

Ende September richtete ein Unbekannter im Keller eines Nürnberger Klinikums großen Schaden an. Ein 39-Jähriger stellte sich nun der Polizei - und nannte persönliche Beweggründe für die Tat.
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Ende September  richtete ein Unbekannter im Keller eines Nürnberger Klinikums großen Schaden an: Nun gab der Täter alles zu. Symbolbild: Christopher Schulz
Ende September richtete ein Unbekannter im Keller eines Nürnberger Klinikums großen Schaden an: Nun gab der Täter alles zu. Symbolbild: Christopher Schulz

Hakenkreuze, gebrochene Leitungen und ein leerer Feuerlöscher: Bereits Ende September hat ein zunächst unbekannter Täter im Kellerbereich des Klinikums Nürnberg-Süd in der Breslauer Straße erheblichen Sachschaden angerichtet. Nun gab ein 39-Jähriger die Taten zu. Erst vor Kurzem hatte ein Unbekannter ein Stockwerk der Uni-Klinik Würzburg geflutet.

Laut Informationen des Polizeipräsidiums Mittelfranken waren einem Mitarbeiter des Klinikums die Beschädigungen aufgefallen. Ein Unbekannter hatte in einem Bettenlager mit einem schwarzen Stift beleidigende Schriftzüge und Hakenkreuze auf einen Schreibtisch gekritzelt. Zudem hatte er einen Schrank sowie die dahinter liegenden Leitungen beschädigt und einen Feuerlöscher entleert.

Aus Frust gehandelt

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm im weiteren Verlauf die Spurensicherung. Mehrere Verfahren wurden eingeleitet, unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Missbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln.

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Am Donnerstag hat sich ein 39-jähriger Mann bei der Polizei gestellt und die Taten zugegeben. Er gab an, in der Zeitung über den Fall gelesen zu haben und nun sein Gewissen erleichtern zu wollen. Grund für die Sachbeschädigungen sei sein Frust über persönliche Lebensumstände gewesen. Ein rechtsradikaler Hintergrund könne laut Polizei ausgeschlossen werden.

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