Nürnberg
Romeo und Julia

Bauarbeiter als "Romeo": Romantischer Plan geht komplett schief - Aufregung in Nürnberg

Zugegeben: Der Plan war romantisch. Doch statt einem Date gab es für einen 40-jährigen Bauarbeiter in Nürnberg einen Korb von seiner "Julia" und eine Anzeige von der Polizei.
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Es war ein romantischer Plan. Doch mit seiner Umsetzung sorgte ein Bauarbeiter in Nürnberg für Aufregung. Symbolbild: mylene2401/pixabay
Es war ein romantischer Plan. Doch mit seiner Umsetzung sorgte ein Bauarbeiter in Nürnberg für Aufregung. Symbolbild: mylene2401/pixabay

Zu einem eher ungewöhnlichen Einsatz rückte die Polizei am Mittwochabend in Nürnberg aus. Ein Bauarbeiter versuchte sich dort als moderner "Romeo". Doch was als romantische Geste geplant war, ging gehörig schief. Die Polizei in Nürnberg fühlt sich an Shakespeares Drama erinnert.

Gleich vorweg: Es kam niemand zu Tode und die Geschichte zog sich nicht über mehrere Tage hinweg. Dennoch sind laut Polizei Parallelen zum Original "Romeo und Julia" erkennbar.

Ausgangspunkt war die Baustelle des Deutschen Museums am früheren Ausgustinerhof in Nürnberg. Dort arbeitet unter anderem ein 40-jähriger Mann. Im Laufe seiner Tätigkeit hatte er wohl ein Auge auf eine Frau geworfen, die unweit der Baustelle wohnt.

Mit über zwei Promille am Kran

Am Mittwochabend entschloss sich der Mann, aktiv um die Frau zu werben. Dazu musste er sich scheinbar noch ordentlich Mut antrinken: Gegen 21.15 Uhr kehrte der inzwischen mit rund zwei Promille betrunkene Bauarbeiter zurück - mit einem Blumenstrauß in der Hand.

Doch nicht der übliche Weg über Klingeln, Treppe und Wohnungstür war dem Bauarbeiter scheinbar zu unspektakulär. Stattdessen warf einen fernbedienbaren Kran mit Ausleger an, ließ den Haken herunter und hängte den Strauß absturzsicher daran.

Verehrte ruft Polizei

Obwohl betrunken, steuerte er zielsicher den Strauß zum Balkon der Bewohnerin und machte ihr damit deutlich, für sie etwas zu empfinden. Doch nun nahm die Tragödie ihren Lauf: Die Frau war zum einen komplett irritiert und zum anderen mit der Aktion gar nicht einverstanden. Sie rief die Polizei. Inzwischen hatten sich mehrere Passanten versammelt und beobachteten das Treiben.

Als die Beamten eingetroffen waren, nahte das Ende des Schauspiels. Der 40-Jährige wurde aufgefordert, seine Aktion einzustellen, was er schließlich auch tat. Tief enttäuscht zog er von dannen, allerdings mit der Kenntnis der nächsten Tragödie: Wegen einer Ordnungswidrigkeit wird er angezeigt. Ob es weitere Konsequenzen für ihn geben wird, prüft die Polizei derzeit.

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