Nürnberg
Bauvorhaben

Nürnberger Arena reicht offenbar nicht mehr aus: Bekommt Franken eine neue Eishalle?

Braucht Nürnberg eine neue Eishalle? Wenn man die steigende Nachfrage nach Eiszeiten in der "Arena" bedenkt, lautet die Antwort wohl "ja". Das Bauunternehmen, das bereits die Multifunktionsarena in Nürnberg betreibt, denkt ernsthaft über den Bau einer neuen Halle nach.
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Die Nürnberger Arena verwandelt sich regelmäßig in einen Eishockeytempel. Foto:Arena Nürnberger Versicherung
Die Nürnberger Arena verwandelt sich regelmäßig in einen Eishockeytempel. Foto:Arena Nürnberger Versicherung
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Bei Eis denken im Sommer die meisten an Erdbeere oder Schokolade. In der Nürnberger Arena bedeutet das gleiche Stichwort hohe Auslastung und große Nachfrage. "Wir können die hohe Nachfrage nach Eiszeiten im Winter nicht mehr bedienen," sagt Jürgen Fottner, Geschäftsführer der "Arena Nürnberger Versicherung", und verweist auf das gestiegene Verlangen nach Eiszeiten insbesondere von Vereinen und Schulen.

Auch beim öffentlichen Eislaufen würde die Arena bereits an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Sogar eine "Senioren-Eislaufgruppe" dreht in der Nürnberger Arena regelmäßig ihre Runden. Zusätzlich müssen in der fränkischen Eishockeystadt die Kufenhelden der "Eistiger" für die Spitzenliga in der Arena trainieren.


Gedanken über neue Eishalle werden laut

Deshalb denkt Fottner schon jetzt im Sommer laut darüber nach, eine neue Eishalle für den Amateursport ohne Zuschauertribünen in Angriff nehmen zu wollen. Als Standort hat er bereits eine Brachfläche beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ins Auge gefasst. Das Grundstück im Süden der fränkischen Metropole liegt direkt am Stadtring und ist damit für Autofahrer gut zu erreichen.

Haltestellen von U- und Straßenbahnen befinden sich ebenfalls in der unmittelbaren Umgebung. Mit der Stadt sollen bereits erste Gespräche über das Vorhaben laufen. Der für Schule und Sport zuständige Bürgermeister, Klemens Gsell (CSU), hat sich bereits positiv zu den Plänen geäußert.

Die "Arena Nürnberger Versicherung" gehört zur Firmengruppe Max Bögl aus Sengenthal bei Neumarkt. Das bekannte Bauunternehmen aus der Oberpfalz hat die Nürnberger Multifunktionsarena im Jahr 2001 nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit schlüsselfertig errichtet. Rund zehn Jahre nach der Fertigstellung hat die Multifunktionshalle für rund 2,5 Millionen Euro eine Frischzellenkur erhalten.


Multifunktionshalle als Referenzobjekt der Firmengruppe

Mit dem Bau und dem Betrieb der modernen Arena, in der neben Weltklasse-Eishockey auch Profi-Handball und Spitzen-Musik regelmäßig zu erleben ist, kann die Firmengruppe aus Sengenthal auf ein erfolgreiches Referenzobjekt für das lukrative "Betreibermodell" verweisen. Im Klartext lautet die Botschaft: Max Bögl kann nicht nur Stadien bauen, Max Bögl kann ebenso Hallen erfolgreich betreiben. Ein derartiges Betreibermodell ist immer auch mal wieder beim gegenüberliegenden Frankenstadion im Gespräch gewesen.

Nürnberg scheint generell noch eine Eishalle gebrauchen zu können. Sportbürgermeister Klemens Gsell (CSU) hat auf den starken Eissportnachwuchs in der Stadt in diesem Zusammenhang kürzlich verwiesen. Durch den Erfolg der "Ice Tigers", die zum dritten Mal in Folge das Playoff-Halbfinale in der vergangenen Saison erreicht haben, boomt die spektakuläre Sportart mit Schläger und Puck offensichtlich in der Frankenmetropole. Für die Entscheidungsträger im Rathaus sind das alles wohl genügend gute Gründe, um die Pläne des Unternehmens aus der Oberpfalz zum Bau einer neuen Eishalle speziell für den Amateur- und Nachwuchssport zu unterstützen.


Braucht Franken eine neue Eishalle?

Außerdem zeigt ein Blick auf die Karte, dass in Franken generell weniger Eishallen als im Süden des Freistaates existieren. Neben Nürnberg gibt es in Mittelfranken nur noch in Höchstadt an der Aisch ein weiteres Eisstadion.

Jürgen Fottner drückt derweil noch auf die Euphoriebremse. Noch sei über den Neubau nicht abschließend entschieden worden. "Wir sind erst in einer Machbarkeitsstudie", sagt Fottner und erklärt, dass auch die Grundstücksfrage noch nicht abschließend geklärt sei. Dass die Stadt mit der Firmengruppe Max Bögl bereits konkrete Gespräche führt, dürften viele Eislauf- und Eishockeyfans als erfrischend positives Sommersignal verstehen.



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