Nürnberg
TV-Sendung

Nürnberg: Wohnungsnot trifft die Schwächsten am härtesten - Mieten "eigentlich unbezahlbar"

Den Wohnungsmangel im mittelfränkischen Nürnberg thematisierte am Dienstag die Sendung "Kein Zimmer, Küche, Bad" von RTL II. Eine alleinerziehende Mutter aus Nürnberg, die gezwungen ist, in einer Schimmelwohnung zu leben, wurde hierfür drei Monate von einem Kamerateam begleitet.
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Steigende Mieten machen vielen Nürnbergern zu schaffen. Foto: RTL II/RTLZWEI/obs
Steigende Mieten machen vielen Nürnbergern zu schaffen. Foto: RTL II/RTLZWEI/obs

Wohnungsnot in Nürnberg: RTL II-Sendung deckt auf: Es fehlt an Wohnraum in Deutschland. Insbesondere bezahlbarer Wohnraum ist kaum mehr zu finden. Auch nicht in Nürnberg. Dieses Problem thematisierte am Dienstag (22. Oktober 2019) um 20.15 Uhr auch die Sendung "Kein Zimmer, Küche, Bad" auf RTL II, die die 28-jährige Bianca Schatz und ihre beiden Kinder für drei Monate begleitet hat.

Vor einigen Monaten schockierte auch der Fall zweier Nürnberger Schwestern: Seit zwei Jahren müssen Tamara und ihre behinderte Schwester in einer Notunterkunft hausen, weil sie in Nürnberg keine Wohnung finden.

Wohnungsnot in Nürnberg: Noch schlimmer als in der Landeshauptstadt

Am durchschnittlichen Einkommen gemessen, sind die Belastungen durch Mieten in Nürnberg sogar höher als in der bayerischen Landeshauptstadt München, heißt es in der RTL II-Sendung. Wie schlimm die Wohnungsnot ist, zeigt der Fall der 28-jährigen Bianca Schatz und ihrer beiden Kinder Lakisha (8) und Jermaine (7). Seit neun Jahren leben die drei in einer verschimmelten Wohnung in Nürnberg.

Das Schlimmste an der Situation ist für Bianca das hohe Gesundheitsrisiko ihrer Kinder. Der Schimmelbefall löste bereits eine Atemwegserkrankung bei Jermaine aus. Doch Bianca hat nicht die Möglichkeit, sich und ihre Kinder aus der Situation zu retten. Um die Gesundheit ihrer Kinder nicht noch mehr zu gefährden, musste die 28-Jährige die beiden bei einer Freundin unterbringen.

Hartz IV und Wohnungsnot: Die Schwächsten trifft es am härtesten

In der Wohnung zu bleiben, ist für Bianca keine Möglichkeit, denn die Hausverwaltung unternimmt nichts gegen den Schimmelbefall. Doch auch eine neue Wohnung zu mieten, stellt sich als schwierig heraus: Denn die 28-Jährige bezieht Hartz IV. Ein Grund für viele Vermieter, nicht an Bianca zu vermieten. Eine neue Wohnung ist nicht in Sicht.

Bianca bleibt hartnäckig - doch bald tut sich weiteres Problem auf

Biancas Hartnäckigkeit zahlte sich letztendlich aus. Der Schimmel in der Küche wurde beseitigt und ihre Kinder können nach fünf langen Wochen wieder nach Hause. Doch die nächste Horror-Nachricht lässt nicht lange auf sich warten: Die Toilette ist undicht, der Boden mit Schimmel bedeckt. Schon wieder macht die Hausverwaltung nichts. Und wieder geht alles von vorne los. "Irgendwann hat man auch keine Lust mehr. Irgendwann wird es einem zu viel."

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